22 Prozent der Österreicher sind A....l....er!

22 Prozent der Österreicher stimmen folgender Aussage zu: "Es sollte einen starken Führer geben, der sich nicht um ein Parlament und Wahlen kümmern muss." Die Umfrage hat das SORA-Institut gemacht. Die Aussage ist ein klares, von einer bedrückend großen Minderheit der Österreicher gemachtes Bekenntnis für eine Diktatur. Völlig überraschend kommt das Ergebnis nicht. Versuchen wir, uns in die Welt der Menschen hinein zu versetzen, die sich nach einem starken Führer sehnen. Was bewegt sie, welcher Narrativ beflügelt sie?

Möchtegern-Blockwarte sehen sich nach einem starken Führer

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Mann sollte die Dinge beim Namen nennen. Diese Leute sind ganz einfach: Arschlöcher. Wer sich nach einem starken Mann sehnt, aber - und das trifft wohl für 99,9999 Prozent dieser Menschen zu - als dieser starke Mann selbst nicht in Frage kommt, der wünscht sich das: Im Windschatten des starken Führers zu agieren gegen Schwächere und Ärmere und alle, die ihm nicht zu Gesicht stehen. Leute, die sich heute einen starken Führer wünschen, das war in unseligen Zeiten der feige Blockwart, der wie ein treuer und dämlicher Dackel brav am Anus der Nazis schnüffelte, um zwischendurch seine niederen Instinkte an anderen ausleben zu dürfen.

Sebastian Kurz hat das Parlament bewusst verächtlich gemacht

Die Verächtlichmachung des Parlaments haben in letzter Zeit auch erfolgreiche Politiker zelebriert. Denken wir kurz zurück an die Wochen nach Ibiza, als die Volksvertretung Bundeskanzler Sebastian Kurz das Vertrauen entzogen hat. Der berümteste Maturant des Landes schrieb auf seiner Facebook-Seite:

"Das Parlament hat bestimmt. Das Volk wird im Septmeber entscheiden."

Die Wortmeldung war nicht nur ein ganz bewußter und gezielter Schlag gegen die represäntative Demokratie, sie ist auch inhaltlich Schwachsinn. Wir wählen nämlich keinen Bundeskanzler und auch keine Minister, wir wählen ausschließlich Abgeordnete in den Nationalrat.

Die Akltivistin

Die raufen sich dann zusammen und einigen sich auf einen Bundeskanzler und auf Minister - und hie und da einigt sich unsere Vertretung - die Gott und allen, die für die Demokratie kämpften sein Dank - nun mal das Parlament ist - den Kanlzern und Ministern das Vertrauen zu entziehen. Sebastian Kurz hätte also schreiben müssen:

"Die Volksvertretung hat entschieden, mir das Vertrauen zu entziehen."

Dass Kurz nach seinem Abschied als Kanzler den ihm zustehenden Sitz im Nationalrat nicht angenommen hatte, ist eine weitere ostentative Abwertung der Volksvertretung. Zwischen den Zeilen lesen wir: Ich bin der Herr Kurz, das Volk will mich als regierenden Strahlemann, die Quatschbude Parlament tue ich mir nicht an."

Falls Sie demnächst jemand fragen sollte, warum 22 Prozent der Österreicher sich nach einem starken Mann sehnen, Sie dürfen auch auf Herrn Kurz verweisen.

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