Die Crux mit den Hoaxes mit dem Bürgermeister und dem Schweinefleisch

Das Schreiben eines Bürgermeisters "einer Stadt" an die Muslime in "seiner Stadt" macht wieder mal die Runde. Die Betonung liegt auf wieder mal, es handelt sich dabei um einen Hoax oder auf Deutsch: ein Fake. Ich schreibe das hier auf dieser Plattform in einem eigenen Beitrag, weil ein Autor dieser Plattform, der den Hoax verbreitet, mich blockiert hat. Ist es Angst vor jungen Frauen oder vor nüchternen Fakten, die einen Blogger zum Werkzeug des Blockens greifen lässt? Das wird vermutlich nur der Betroffene selbst beantworten können.

Seit 2013 geistert der Brief durch die Welt

Zur Sache: Der "Brief eines Bürgermeisters an Muslime" ist nicht neu. Es taucht seit 2015 immer wieder auf. Das angebliche Schreiben ist nicht sonderlich aufregend, es ist in angestrengt höflichem Stil gehalten, sodaß es jeder verbreiten kann, ohne sich Rassismus vorwerfen lassen zu müssen und es trieft doch so sehr vor Ressentiment, dass es in den rechten Soziotopen gerne verwendet wird. Es geht um einen angeblichen Bürgermeiser, der den Muslimen seiner Stadt angeblich antwortet, weil diese angeblich ein Schweinefleischverbot durchsetzen wollten. Der Haken an dieser Geschichte: Es gibt keinen Bürgermeister, die dieses Schreiben je aufgesetzt hat.

Tut leid, aber es ist schlichtweg ein Fake

Die auf Hoaxes spezialisiert Plattform Mimikama hat das recht schön untersucht. Das angebliche Schreiben, dass der FuF-Autor stolz und mit Referenz an einen niederländischen Bürgermeister zitiert, ist bereits im Jahr 2013 erstmals aufgetaucht, es taucht eimmer wieder auf, in der Regel fehlen die Namen der angeblichen Bürgermeister und die Namen der Stadt - so auch im Beitrag auf FuF. Für die Verwender und Verbeiter des Hoaxes macht es das natürlich leichter. Wäre eine Stadt genannt, könnte man der Sache ganz leicht auf den Grund gehen und den Hoax enttarnen. Nachdem aber nur eine Bürgermeister "einer bneoderländischen

Fassen wir zusammen:

1. Es gibt diesen "Brief eines Bürgermeisters" nicht.

2. Es ist verdammt einfach, Stimmung zu machen mit billigen Ressentiments.

3. Es finden sich stets willige Verbreiter von Fakes, solange sie sich hinter jemandem verstecken können (in dem Fall hinter einem Bürgermeister im Sinne von: Schaut her, da spricht einer Tacheles).

4. Es ist peinlich, wenn man Fakes und Hoaxes verbreitet.

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G. Szekatsch

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robby

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