Filmkritik ist zwar nicht mein Genre, aber in dem Fall muss ich eine Ausnahme machen. Das ist ein klare Empfehlung für das Historiendrama "Ein Dorf wehrt sich", sechs Tage lang ist es noch in der TV-Thek zu sehen. (Leider, wegen des Jugednschutzes nur von 20 bis 6 Uhr)

Derr Film spielt in Altaussee im Jahr 1945, es sind die letzten Tage des Nazi-Regimes. Die Bergarbeiter im Ausseerland meutern gegen das Regime und retten dabei nicht nur ihre Salzmine, sondern auch den von den Nazis geraubten Kunstschatz vor der Vernichtung. Das Ganze beruht auf wahren Begebenheiten, es ist einfach schön zu sehen, dass auch einfache Leute den Mumm hatten gegen die Feigheit aufzustehen. Das ist auch ein wenig ein Seitenhieb auf die Mär, wonach man "damals einfach nichts machen konnte." Man konnte, auch wenn es Mutes bedurfte und Opfer kostete.

Das Ausseerland war eine der letzten Bastionen des Regimes, Hitler war bereits tot, Wien war längst befreit, die Amerikaner standen am Pötschenpass, die "Elite" des Regimes aus Oberösterreich verschanzte sich im hintersten Salzkammergut.

Mir persänlich gefallen auch die letzten Sequenzen des Film, mit den Nazigrößen des Ortes wird ordentlich zusammengeräumt, es wird der kurze Rechtsweg genommen. Nehmt Euch die Zeit, genießt den wunderbaren Film mit exzellenten Schauspielern.

Und wehrt Euch rechtzeitig.

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Iris123

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anti3anti

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