Krummdolch und Kaiserschmarrn: Noch ein Türkengedenken

Die Identitäre Bewegung hält uns in Sachen Geschichtsbewusstsein ganz schön auf Trab. Soeben schritten wir in Gedanken an die Befreiung von der osmanischen Belagerung Wiens im Jahr 1683 durch die Stadt und schon steht das nächste Gedenken bevor.

Wir waren Waffenbrüder

Unter dem Motto "Krummdolch und Kaiserschmarrn" wird im Oktober unserer Waffenbruderschaft mit den Türken im ersten Weltkrieg gedacht. Sultan Mehmet V. schlug sich bekanntlich im ersten tollen Völkerringen recht zeitig auf die Seite Deutschlands, Österreich-Ungarns und Bulgariens. Ein kleiner Nebeneffekt der Allianz: Der deutsche Kaiser Wilhelm und sein öaterreichisches Pendant Franz-Josef drückten beim Völkermord an den Armeniern "tief hinten in der Türkei" beide Augen fest zu.

Schwamm drüber, meinen da die Identitäre Bewegung Österreichs und jene der Türkei, die erstmals zu diesem Anlass in Wien in Erscheinung treten wird.

Sellner bäckt Baklava

Geplant ist ein gemeinsamer Marsch von der Kapuzinergruft zum Yppenplatz. Gemeinsam sollen von den Patrioten vom Bosporus und von der Donau türkische und österreichische Fahnen der Gegenwart geschwungen werden. Der Abend gehört der Folklore. Ein kleines Fechtturnier mit historischen Säbeln des osmanischen Reichs und diversen Degen aus den Beständen der Burschenschaft Olympia soll die Erinnerung an die stolze Allianz der Mittelmächte in Erinnerung rufen.

Identitären-Sprecher Martin Sellner hat sich einen besonderen Coup ausgedacht: Er verwöhnt die Festgäste mit frischem, selbstgebackenen Baklava. Die Brownies seiner aus den USA stammenden Ehefrau sollen dem Patrioten längst beim Hals heraushängen. Gerüchten nach habe er sich über die Kulturlosigkeit der neuen Welt, die nun bei ihm Einzug hielt, bereits mehrmals bei Udo Landbauer beschwert, der den Identitären immer wieder mal Pistazien-Zuckerschnecken aus der Heimat zusteckt.

Frau Stenzel referiert

Was ist sonst noch zu erwarten bei den Gedenktagen? Ursula Stenzel hält den Festvortrag "Raki, Radler, Cola-Rot statt Kaffee und trocken Brot" Danach wird Sie vermutlich aus dem Saal gejagt, weil sie Tsatziki mitgebracht hat und sich bei den Zuhörern für den tollen griechischen Abend bedankt.

Die AmV wird an dem Tag lediglich eine kleine Glosse verfassen, Arbeitstitel: Was wär die Welt für eine geile Sau ohne Nazis überall.

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