Machtkampf bei Rapid: Es wird immer schlimmer!

Mein Lieblingsverein kommt nicht zur Ruhe. Ich frage mich, was noch alles passieren muss, damit die Wahrheit endlich ans Licht kommt! Jetzt geraten sogar die wenigen seriösen Journalisten, die es in unserem Land noch gibt, es sind wahrlich nicht viele, ins Schussfeuer. Damit meine ich Gerald Gossmann, bekanntlich einer, der seinen Job versteht und sich nicht kaufen lässt. Aber es kann nun mal nicht sein, was nicht sein darf, nicht wahr?

Gossmann hat den großen Fehler begangen, die Wahrheit zu schreiben. Schlicht, dass der populärste Fußballklub des Landes, Rapid-Wien, nach einer Fan-Revolte der radikalen Ultras im Sommer ohne Führung dasteht. Er schrieb, dass ein Machtkampf um den Verein tobe, ein Machtkampf vermögender Männer und mächtiger, teils angsteinflößender Fans. Er schrieb damit die Wahrheit.

Zur Erinnerung: Im August erlitt Rapid, zweifacher Europacupfinalist und österreichischer Rekordmeister, zu Hause eine knappe Niederlage mit 0:1. Na, mehr war nicht nötig! Vermummte Fans stürmten die VIP-Loge. Präsidiumsmitglieder lieferten sich mit Radikalos Schreiduelle. Am Tag danach trat Präsident Bruckner zurück, zwei Tage später Geschäftsführer Christoph Peschek. Es habe "viele Anfeindungen" gegeben. Verständlich! Vor diesen Gestalten hätte ich auch Angst!

Nun wollen Alexander Wrabetz, früherer ORF-General, und im Hintergrund der umstrittene Investor Michael Tojner, an die Macht. Doch sie haben meines Erachtenes keine Fußball-Seele, schon gar keine Rapid-Seele. Die Kohle steht stark im Fokus und viele, viele High-Society-Parties scheinen den Herren wichtiger als der grüne Fußballrasen, wie ich bereits schrieb.

Gossmann war im Grunde viel zu nett in seinem Beitrag, dennoch wurde er übel angegriffen, gleich von mehreren ganz offensichtlich aggressiven Fans – aber man weiß ja, aus welcher Richtung all das kommt.. es sind immer die selben lauten "Brüder".. Ihr könnt es auf der Facebook-Seite von Gossmann nachlesen, ist leicht zu finden, einfach seine Seite eingeben: https://www.facebook.com/GossmannGerald und unter dem Beitrag "Machtkampf bei Rapid" alle Kommentare abrufen.. da kommt man gar nicht mehr aus dem Staunen heraus! Einer unterstellte Gossmann sogar Korruption, er solle für diesen Beitrag geschmiert worden sein..

Dazu kann ich nur sagen: Oha oha! Man höre und staune! Was für eine (strafrechtlich relevante?) Unterstellung! Und das schreibt ausgerechnet einer (mit Klarnamen, wie jeder sehen kann!), der alles andere als unparteiisch ist – nämlich ein Ultra-Fan! Dessen Bruder ist übrigens auch eine Ultra-Größe und arbeitet als Geschäftsführer einer niederösterreichischen Getränkevertriebsfirma (welch Zufall, dass der Hauptgesellschafter dieser Firma ein großes österreichisches Brauereiunternehmen, zugleich Sponsor-Partner von Rapid, ist).

Die radikalen Ultras lassen eben nichts unversucht. Vielen von ihnen unterstützen die Liste von Steffen Hofmann mit dem Möchtegern-Präsidenten Wrabetz! Das passt wie die Faust aufs Aug!

Ob Journalist Gossmann strafrechtliche Schritte gegen diesen Kommentar unternimmt, bleibt offen – und meines Erachtens zu hoffen. Weiters bleibt abzuwarten, wie der erwähnte Sponsor darauf reagiert, denn mit den falschen Leuten legt man sich lieber nicht ins Bett!

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