Allenthalben hört und liest man vom Mangel an Holz in unserem besten Deutschland alles Zeiten. Kürzlich hörte man noch von der Streckung oder dem Stop von Bauvorhaben, weil Bauholz und Dachlatten arg teuer geworden sind. Inzwischen bekommen Ofenbesitzer wohl nicht mal mehr genügend Brennholz, um sich auf die kommende Heizperiode vorbereiten zu können.

Andererseits kann es dem aufmerksamen Beobachter nicht entgangen sein, daß in den letzten Monaten und Jahren gigantische Mengen Holz aus deutschen Landen zur Verfügung standen. In so manchem Binnenhafen war zu beobachten, wie Holzstämme massenhaft - meist von ausländischen Speditionen - angefahren und auf Frachtkähne verladen wurde. Ein kurzes Gespräch ergab, daß das Holz an die Unterweser ging, dort begast wird und dann in Überseefrachtern nach China und in die Welt exportiert wird.

Ebenfalls war in heimischen Wäldern zu beobachten, daß ganze Stämme besseren Laubholzes direkt am Waldesrand in 40-ft-Container auf schwere LKW verladen wurde und wohl direkt in den Export gingen.

Man kann als Laie vielleicht noch nachvollziehen, daß eine gigantische Menge an Holz, die in den letzten Jahren durch Stürme, Hitzestress und den Borkenkäfer oder dessen Prävention angefallen sein könnte und nicht alles vom heimischen Markt aufgenommen werden kann. Man kann evtl. auch nachvollziehen, daß nicht alle Holzsorten für jeden Zweck geeignet sind. Dennoch kommt sowas wie Verwunderung auf, wenn man derzeit vom erheblichen Mangel liest und hört. Zumal ja viele Forste auch Staats- und Landesforste sind und man ja naiv auf die Idee verfallen könnte, daß diese zuerst die Bedarfe der Einheimischen deckten.

Zumal es hier in der Gegend sogar soviel Holz gab, daß es nicht abtransportiert werden konnte und die Halden mit schwerer Folie abgedeckt monatelang einer Weiternutzung harrten.

Gibt es hier Mitleser aus der Forstwirtschaft oder der Holzindustrie, die diesen Widerspruch erklären können? Vielleicht ist die Beobachtung falsch? Interessant wäre es allemal, aus berufenem Munde eine Einschätzung der Beobachtungen erhalten zu können.

Oder ist auch hier künstliche Verknappung politisch gewollt? Man könnte zumindet den Eindruck gewinnen, dem Normalbürger soll restlos alles so teuer gemacht werden, daß das (nur) für ihn knapp werdende Gut Geld zukünftig nur noch für die Deckung von elementarsten Bedürfnissen ausreicht. So bleibt auch keine Geld mehr übrig für Autos, Reisen oder Hobbies und der CO2-Fußabruck eines Jeden sinkt erheblich. Zumindest würde dies zur Klimahysterie und in die Agenda der lebensfremden Agitatoren passen. Mit der Ausgestaltung der Preise für Lebensmittel und an der Tankstelle, der Preise für Gas und Strom, der Besteuerung und den gesetzlichen Auflagen, die inzwischen alle Lebensbereiche erfaßt haben, ist man da ja auf einem guten Weg beim Geldentzug. Und das nie enden sollende Geschehen um einen gewissen Virus passte auch in diese Richtung. Und den Rest besorgen dann die als Nutznießer der Politik auftauchenden Spekulanten, die auch dann über die Markthebel unserer Geldbörsen leeren, wenn der echte Mangel noch gar nicht eingetreten ist. Und auch gar nicht eintreten muß.

Noch als Randbemerkung zum Naturwald: Die aktuellen Waldbrände sind ja der CO2-Reduktion und Feinstauberzeugung wohl auch eher abträglich. Wird eigentlich das wie Zunder brennende Totholz inzwischen andernorts den Bürgern zur Nutzung zugänglich gemacht?

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Tourix

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philip.blake

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