Die Aufrufe der SPÖ-Spitze dazu, radikal zu denken, sind offensichtlich ein Appell an die Jugend, die eine starke Tendenz zum Linksextremismus hat. Mit diesem Appell an die Jugend als letztes Aufgebot, um das rote Wien zu verteidigen, drängt sich allerdings eine Parallele auf: die letzten Tage bzw. Wochen im Nazi-Führerbunker, als Hitler und die Nazis dazu übergingen, Kindersoldaten einzusetzen, damals allerdings, um ein braunes Wien zu verteidigen, kein rotes.

Dazu passen auch intensive VSStÖ-Verteilaktionen von weit linkem Material an der Uni Wien, das z.B. Rosa Luxemburg zitierte. In der Woche nach der Nationalrats-Wahl, also offensichtlich auf die Wien-Wahl 2020 abzielend.

https://www.spiegel.de/geschichte/hitlers-kindersoldaten-wie-die-ss-minderjaehrige-rekrutierte-a-958278.html

Wenn die Erwachsenen den Karren unrettbar in den Dreck fahren, sollen Kindersoldaten die Sache retten; hier im Bild die 15-jährigen Kindersoldaten, die nach dem Tod von Millionen von erwachsenen Männern aus Deutschland und Österreich die Alliierten aufhalten sollten. Kurioserweise war ja die SPÖ die treibende Kraft dahinter, dass die SPÖ-ÖVP-Koalition im Jahr 2008 das Wahlalter auf 16 Jahre senkte; während die ÖVP zustimmte in der Hoffnung, dass 16-Jährige Pensionsreformen im Sinne der ÖVP erleichtern würden, stimmte die SPÖ wohl zu im wahrscheinlich richtigen Kalkül, dass 16-jährige anfälliger seien für Faschismushysterie, was insbesondere in Wien auch wegen der dortigen LehrerInnenschaft weitgehend aufging.

Der Appell der SPÖ-Spitze, radikal zu denken, ist wohl eine Aktivierung der vielfach radikal denkenden Jugend, und hat so gesehen eine seltsame Parallele zu den letzten Tagen im Nazi-Führerbunker.

Eine seltsame "1945=2020"-Parallele (1945 als letztes Jahr der NSDAP, 2020 als Jahr der Wien-Wahl), die in der SPÖ gar nicht gerne gesehen wird, wo nur "1933=2000"- oder "1933=2017" (die beiden Beginnjahre der schwarz-blauen Koalitionen) zitiert werden dürfen.

https://www.spiegel.de/geschichte/hitlers-kindersoldaten-wie-die-ss-minderjaehrige-rekrutierte-a-958278.html

Auch auffallend: die Zusammenhaltsparolen; Meinungsvielfalt und Individualismus ist verboten. Zusammenhalt wird vorgeschrieben.

Auch der Slogan: "In Wien SPÖ wählen !" ist befremdlich, schwingt doch irgendwie mit "In den Bundesländern nicht SPÖ wählen!", was die Wählerinnen und Wähler allerdings sowieso schon die längste Zeit machen, in Tirol und Vorarlberg sind die Stimmenanteile der SPÖ einstellig.

Dass die Zusammenhaltsparolen der Inbegriff jeder Kriegsführung sind, wie zum Beispiel das SSSS (Samo sloga Srbina spasava; Nur Einheit rettet Serbien, Parole aus den jugoslawischen Kriegen der 1990er Jahre), scheint die SPÖ dabei gar nicht zu stören. Vielleicht ist genau diese kriegsähnliche Zusammenhaltsparole die letzte geglaubte Chance der SPÖ, den Untergang zu vermeiden.

CC / Modzzak https://de.wikipedia.org/wiki/Samo_sloga_Srbina_spasava#/media/Datei:Graffiti_on_destroyed_house_in_Brod,_RS.jpg

Hier SSSS-Parolen ("Nur Einheit rettet Serbien" ) auf einem zerstörten Wohnhaus im Bosnienkrieg.

Vielleicht war der letzte Bewohner ja ein dissidenter Serbe, der sich gegen die Kriegspolitik einsetzte.

Parteien, auch und vielleicht insbesondere sozialdemokratische Parteien können untergehen: ein Beispiel dafür war die italienische PSI (Partito Socialista Italiano), die lange Zeit Ministerpräsidenten stellte, und in den 1990ern ins Nichts zusammenschrumpfte, von ca. 34,4% (1976, also den Höhepunkt genau in der Kreisky-Ära) auf ca. 2% (1994).

Die Zusammenhalts- und Einigkeitsparolen der SPÖ ähneln auch sehr den Parolen der Putin-Partei "Einiges Russland".

Währnd die SPÖ bzw. die SPE Sanktionen gegen die Putin und andere Vertreter der Putin-Partei "Einiges Russland" verhängt hat, praktiziert sie selbst genau dieselben Zusammenhalts- und Einigkeitsparolen, die sie im Falle der Putin-Partei "Einiges Russland" als Autoritarismus oder Totalitarismus kritisiert.

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