Das ist die Frage, die derzeit die internationalen Medien interessiert und beschäftigt.

Ein interessanter Aspekt an dieser Frage, die derzeit die internationalen Medien dominiert, ist die Tatsache, dass die EU, das selbsternannte Friedensprojekt keine Rolle spielt, weil sie sich selbst aus dem militärischen Spiel genommen hat und aussenpolitisch-militärpolitisch für niemanden von Interesse ist. Obwohl rein formal und theoretisch die GASP (die gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik) die EU hätte stärken sollen, ist realpolitisch das Gegenteil der Fall: es ist fast so, als würde die EU gar nicht existieren; die Position der EU interessiert niemanden, weil sie zu einer militärischen Lösung nichts beitragen kann und will; die EU ist so gesehen das Paradebeispiel für einen handlungsunfähigen, gescheiterten Staat, was um so erstaunlicher ist, als die EU rein von der Wirtschaftskraft her die bedeutendste Macht der Welt sein sollte, auch fähig, die effektivsten Kriegsmaschinerien der Welt zu finanzieren.

Mit diesem Friedensprojekt-Blabla hat die EU sich in eine politische Sackgasse begeben, aus der sie nun nicht mehr herauskommt, auch deswegen, weil ein Kurswechsel alle politischen Eliten der EU diskreditieren würde.

Russland/Putin hat es auf gewisse Art und Weise geschafft: durch die durchaus grausame, aber eben erfolgreiche Beteiligung am Syrienkrieg ist Russland ein ernstzunehmender Spieler in der internationalen Politik geworden, die immer und sehr wesentlich Kriegspolitik war und ist, auch wenn verrückte pazifistische Eliten in der EU das Gegenteil behaupteten und behaupten.

Eine naheliegende Antwortmöglichkeit auf diese Frage: "Was werden Putin und Netanjahu Putin für einen Irankrieg bieten ?" ist natürlich: die Aufhebung der seit fünf Jahren scheiternden Krim-Sanktionen, die bescheuerte und gescheiterte EU-Politiker und -innen wie Juncker, Merkel, Cameron und Hollande angefangen haben, oder so.

Die Situation ist genau dieselbe wie 2003 im Irakkrieg Robert Kagan attestierte: die Europäer sind von der Venus, die Amerikaner sind vom Mars.

Die Europäer, insbesondere die europäischen Damen taugen für attraktive Gruppenfotos bei internationalen Konferenzen, für wirklich realpolitisch-militärische Lösungen taugen sie nicht, das können nur die US-Amerikaner und vielleicht die Briten, die eben wegen der militärischen und sonstigen Unfähigkeit der EU aus der EU ausscheiden mussten.

CC / Mariusz Kubik https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Kagan#/media/Datei:Robert_Kagan_Fot_Mariusz_Kubik_01.jpg

Während die EUropäer in pazifistischer Schönheit politisch sterben, bestimmen die USA die Weltpolitik: Robert Kagan brachte das vor ca. 20 Jahren mit seiner Metapher auf den Punkt: "Die Europäer sind von der Venus, die US-Amerikaner vom Mars".

Wobei Venus die Göttin der Schönheit und Mars der Gott des Krieges ist. Und die Bewohner verschiedener Planeten oft nicht einmal miteinander kommunizieren können und wollen.

Auf eine gewisse Art und Weise sind die USA eine wunderbare Nation: handlungsfähig, pragmatisch, zu keiner Kapitulation bereit und nicht in realitätsfremdem Pazifismus verhaftet.

Der EU hingegen passiert dasselbe, was der österreichisch-ungarischen Monarchie im Krimkrieg von 1853-1856 passierte: weil sie auf Neutralität und Nichtbeteiligung an allen Allianzen bestand, machte sie sich Alle zu Feinden und wurde von niemandem mehr ernstgenommen.

CC / Staff Sergeant Louis R. Lowery, USMC, staff photographer for "Leatherneck" magazine https://de.wikipedia.org/wiki/Iwojima#/media/Datei:First_Iwo_Jima_Flag_Raising.jpg

Die USA gewinnen die Kriege und bestimmen die Weltpolitik seit vielen Jahrzehnten; hier Hissen der US-Flagge auf Iwo Jima im Rahmen der Niederringung Japans 1945

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