Digitale Revolution – Nichtstun ist keine Option

Die bereits vorhandenen Auswirkungen der digitalen Transformation (DT) sind zu keinem Zeitpunkt spürbarer als jetzt. Mittelständische Unternehmen, vor allem aus Österreich, sind dabei am meisten gefährdet in der Nahrungskette nach unten zu rutschen. Vielen Entrepreneuren ist gar nicht bewusst, wie viele Existenzen durch Digital Illiteracy bedroht sind, dabei birgt die globale Digitalisierung Potenzial sie als riesige Chance zu ergreifen.

Aufmerksame und wirtschaftlich Interessierte haben es bereits erkannt, die heutigen Big Player – allen voran jene aus Silicon Valley – sind im Begriff die Spielregeln zu ändern. IT-Konzerne zählen mittlerweile zu den wertvollsten und einflussreichsten Unternehmen der Welt, wie einst Großbanken oder Lebensmittelhersteller. In einem noch nie dagewesenen Ausmaß lassen sich Daten informationstechnisch aufbereiten, speichern und verarbeiten. Schlagwörter wie BigData, Cloud Computing, Blogging oder Social Media sind allgegenwärtig und prägen die New Economy genauso wie die in Mitleidenschaft gezogene Old Economy. Diese Entwicklung sprengt bisher gelebte Konventionen, Wirtschaftsbeziehungen, ja sogar eine gesamte Ökonomie und schafft völlig rigorose Innovationen, Vernetzungen, Denkweisen.

Social Media, Suchmaschinen und App-Hersteller erreichen exorbitante Massen an Leuten, welche vor kurzem kaum jemand in dieser Qualität erreichte. Die Nutzung der digitalen Instrumente ist für Unternehmer aller Branchen unverzichtbar, und in manchen Fällen entscheidet sie sogar über sein oder nicht sein. Vor allem in Österreich besteht bei vielen KMU akuter Handlungsbedarf um den Anschluss nicht zu verlieren. Dabei sollten grundlegend die gesamten Prozesse und Geschäftsmodelle auf Aktualität geprüft werden, ist doch vieles digital optimierender zu bewältigen. Die Nummer eins am Rüstungsplan für die DT ist allerdings nicht die Adaptierung der Produktions- oder Verwaltungsprozesse  - hier bestehen zu jeder Zeit die Möglichkeiten, die mannigfaltigsten Tools zum Einsatz kommen zu lassen -  sondern der Ausbau von dem was am Ende des Tages das Bares einbringt:  „SALES“

Das Fundamentalste um unternehmerisch fit für die DT zu werden ist die Anpassung der Distributionspolitik. Einen Verkaufsprozess zu digitalisieren wird essentiell, das dies kein Marketing Hype ist verdeutlichen nachfolgende Fakten:

- Im Jahr 2015 sind bereits 25 Milliarden Geräte im Netz, das sind mehr als es Menschen gibt.

- 13 Millionen Facebook-User sind  mobil in Deutschland jeden Tag aktiv. Zum Vergleich, die Tageszeitung Bild erreicht täglich 12,6 Millionen.

- Rund ein Viertel ihrer Online-Zeit verbringen User heute mit Social-Networking

Unternehmer die den Trend der vierten industriellen Revolution zu wissen nutzen, werden sich am Markt gegenüber ihren Mitbewerben durchsetzen. „The Winner takes it all“ hat Abba im Jahre 1980 bereits gesungen und dies ist aktueller denn je. Social Media sind heute eine der größten Partner für die Beschaffung von geschäftsrelevanten Daten und einer der Vorreiter der DT. Alleine die Reichweite von erfolgreichen Online-Marketern und Firmen ist so groß, das diverse Printmedien nur grün vor Neid werden können. Die exponentielle Verbreitung der Social Media verändert das Leben privat als auch geschäftlich mehr als das Radio seit dem letztem Jahrhundert. Aber auch die dazu gehörenden Komponenten wie Bloggs, YouTube, Business Plattformen, Online Shops, Suchmaschinen, Websites etc. sind Instrumente die in Kombination und richtiger Anwendung ein nicht wegzudenkender Machtfaktor sind. Als Unternehmer die Realität mit der österreichischen Lieblingsfloskel „des haben wir immer so gmacht“ zu ignorieren, bedeutet durch Machtverschiebung zwischen Konsument und Unternehmer ins Hintertreffen zu gelangen.

Ein Beispiel aus der Praxis: in einer mittelgroßen Stadt gibt es 10 Tischler. Du googelst beispielsweise nach „Tulln Tischler“. 10 Davon sind im Herold Telefonbuch, 5 in den Kontaktvorschlägen von Google und 2 haben zusätzlich zur eigenen Website einen Blogg mit aktuellen Projekten, Fotos und YouTube Videos zu Handwerker Tipps.

Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit werden die 2 Tischler das Geschäft machen, welche sich eine Online-Marke und Bekanntheit geschaffen haben.

Egal ob Bäcker, Installateur, Immobilienmakler, Friseur, freiberufl. Versicherungsvertreter oder Restaurantbesitzer – ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die Online Präsenz. Werde ich (schnell) im Netz gefunden? (…welchen Content kreiere ich, wie kommuniziere ich, kann ich meinen Produktnutzen digital verbreiten etc.). Um nachhaltiges Wachstum sicherzustellen, wird es sich kaum ein Unternehmen leisten können, auf digitale Strategien zu verzichten, digitale Transformation ist kein Marketing-Hype

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Silvia Jelincic

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fischundfleisch

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