Das wäre die Schlagzeile, wenn jemand sich impfen lassen wollte, und der Arzt ihn mit der Begründung abweisen müßte, daß er keinen Impfstoff mehr hätte.

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Das würden auch die Blätter dann empört den politisch Verantwortlichen ankreiden, welche in der Vergangenheit ebenso empört über die Vernichtung übriggebliebenen Impfstoffs berichteten.

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Das ist der Grund, warum die Politik auch aktuell, auf Teufel komm raus, möglichst frühe Impfstoff-Lieferungen vereinbart, und auch möglichst für die komplette Bevölkerung.

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Ja, es spielt sicher auch mit rein, daß die Aussicht auf ausreichende Impfstoff-Versorgung auch die wirtschaftliche Stimmung beeinflußt, und damit auch die wirtschaftlichen Aussichten selbst, aber die Hauptursache dürfte in der Angst vor dem Eklat liegen, und vor dem unweigerlich folgenden politischen Absturz.

Ein Großteil der Corona-Politik in der westlichen Welt dürfte auf dieses Motiv zurückzuführen sein.

Ist dies schon immer so gewesen?

Zum Teil vermutlich schon, wobei man sich in der Vergangenheit vielleicht etwas weniger davon treiben ließ, bzw. das Selbstbewußtsein hatte, seinen Standpunkt auch gegen die Mainstream-Meinung zu vertreten.

Das tun heutzutage nur noch diejenigen, welche extra deswegen in die Politik gingen, mal besser, und mal schlechter.

Ob dies nun rein subjektive Wahrnehmungen sind, und, ob was an der These dran ist, daß der "demokratische Fortschritt" unweigerlich zu dieser Entwicklung führt, könnte vermutlich Bücher füllen, wenn sich jemand fände, der offen genug für derartige Überlegungen wäre, und gleichzeitig die nötige Geduld hätte.

Ich will mich hier erst einmal auf Corona beschränken.

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Auf den Corona-Impstoff bezogen, heißt das:

Sowohl bei Geschwindigkeit, als auch bei der Menge, müßten die Vorgaben aus der Wissenschaft kommen, und diese wiederum müßten möglichst wissenschaftlich-objektiv entstehen, ohne sich von Politik und Medien beeinflussen zu lassen.

Ich könnte mir das etwa so vorstellen:

Um eine Pandemie zu beenden, braucht es ca. 70% Herdenimmunität.

Ein Teil davon wird durch natürliche Immunisierung erreicht, und somit müßte eigentlich eine Impfstoff-Anschaffung für ca. 50% der Bevölkerung reichen.

Da die Impfbereitschaft eher unter 50% liegt, sollte die tatsächliche Anschaffung dann aber ein Mittelwert sein, also eher bei ca. 30% liegen.

Bezogen auf D wären das ca. 20-30 Mio. Dosen, welche ausreichen sollten, vor allem, wenn man nicht bei jedem Engpaß in einer Region in Panik gerät, weil es vermutlich in anderen Regionen Überschüsse gibt.

Die Zeitverzögerung durch solche Verschiebungen zwischen Regionen mit falsch geschätztem Bedarf kann sogar positiv sein, weil zeitlich versetztes Impfen die Wahrscheinlichkeit der Vermeidung von unbekannten Nebenwirkungen erhöht.

Und Nebenwirkungen wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit geben, weil zum einen, in bisher unbekannter Eile am Impfstoff gearbeitet wird, und zum anderen, mit einer bisher unbekannten Impfstoff-Technik.

Das Bewußtsein um diese Risiken beim Corona-Impfstoff dürfte die Bereitschaft im "Folg", sich impfen zu lassen, negativ beeinflussen, und daher dürfte dieser Aspekt des Corona-Impfstoffs eher weniger thematisiert werden.

Einerseits vestehe ich das, und habe es auch bei den bisherigen Maßnahmen, bzw. der bisherigen Kommunikation verstanden, aber andererseits zeigen sich inzwischen auch die Nachteile einer solchen Strategie.

"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er doch die Wahrheit spricht."

Übertreibungen bei Gefahren, Ausmaß, und möglichen Folgen, mögen mitgeholfen haben, das "Folg" zum Maskentragen, Abstandhalten, etc., zu bewegen, aber inzwischen gelten die entsprechenden Aussagen teilweise als Beleg für Verschwörungstheorieen, und bestätigen so eher das Gegenteil der ursprünglichen Übertreibungen.

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Kann sein, daß es etwas naiv ist, die Wahrheit als Strategie zu empfehlen, vor allem, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Wenn man einmal damit angefangen hat, muß man immer weiter machen, und irgendwann fällt es einem trotzdem auf die Füße.

Deswegen wäre ich eher für ein Ende mit Schrecken:

Gebt Eure Fehler zu, erklärt Eure Fehler, steht dazu, und steht auch zu Euren Maßnahmen.

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Michel Skala

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