Ein Artikel heute bei der WELT "Übertragung durch die Luft? Was wir über die Verbreitung der Viren wissen"

Anfangs dachte ich:

Häh?

Gerade in der kalten Jahreszeit ist die feuchte Atemluft sehr gut sichtbar, und daher finde ich es durchaus logisch, daß direktes Einatmen, oder Augenkontakt mit dieser feuchten, corona-bewehrten Atemluft eine andere Person durchaus anstecken kann.

Am Ende des Artikels wird dann die Menge der, auf diesem Wege übertragenen, Viren ins Spiel gebracht, und da macht dann der südkoreanische Versuch durchaus Sinn.

Dieser Versuch, welcher in diesem Artikel wegen der Beschäftigung mit der Frage nach der allgemeine Luftübertragung von Corona erwähnt wird:

"Im Labor in Cheongju wurden nicht infizierte Frettchen mit infizierten in denselben Käfig gesetzt, nach zwei Tagen ließ sich das Virus in allen Tieren nachweisen. Die Tiere bekamen leichtes Fieber, husteten zwischen dem zweiten und sechsten Tag und zeigten reduzierte körperliche Aktivität.

Frettchen, die in einem gesonderten Käfig in der Nähe gehalten wurden, in den nur die Umgebungsluft der infizierten Frettchen über einen Luftstrom eingeleitet wurde, entwickelten weder Fieber noch Husten oder sonstige Symptome.

Allerdings, und das ist wichtig: Im Kot und in der Nasenschleimhaut der Tiere in den entfernten Käfigen konnte RNA des Virus nachgewiesen werden. Bei einem Frettchen fanden die Forscher nicht nur das Virus, sondern sogar Antikörper dagegen – das bedeutet, dass das Immunsystem bereits aktiviert, der Erreger im Körper also durchaus als potenzielle Gefahr eingestuft worden war.

Das Fazit der Südkoreanischen Wissenschaftler lautet dennoch: „Es bedarf eines anhaltenden direkten Kontakts“ für eine relevante Übertagung. Ganz ausschließen könne man eine Übertragung durch die Luft aber nicht."

bringt mich jedoch auf eine andere Idee, und zwar wegen dieser Passage:

"Bei einem Frettchen fanden die Forscher nicht nur das Virus, sondern sogar Antikörper dagegen – das bedeutet, dass das Immunsystem bereits aktiviert, der Erreger im Körper also durchaus als potenzielle Gefahr eingestuft worden war."

Ein Bekannter arbeitet an einer hiesigen Klinik, welche, wie überall auf Corona priorisiert hat, im Büro.

Vor kurzem gab es an seinem Arbeitsplatz eine Anweisung, die Bürofenster geschlossen zu halten, weil die Abluft der Klima-Anlage von Corona-Stationen in dem Bereich endet.

Die feuchte Atemluft, bzw. die feinen Tröpfchen, in welchen das Virus überleben kann, fliegen beim Ausatmen nur eine kurze Strecke, sinken zu Boden, und trocknen dort, wodurch das Virus dann nach einiger Zeit ebenfalls stirbt.

In dem Cheongju-Versuch haben die Frettchen im selben Käfig sich gegenseitig direkt angehaucht, während die Tröpfchen aus der Atemluft, die in den anderen Käfig geleitet wurde, an den Leitungen hängenblieben und trockneten, wobei die Viren starben, so daß die weitergeleitete Atemluft nur tote Viren enthielt???

Könnte man dies durch weitere entsprechende Versuche erhärten, ließe sich aus diesem Prinzip vielleicht so eine Art "Luftimpfung" entwickeln.

Natürlich ist mir bewußt, daß diese Luft durchaus auch noch einzelne überlebende Viren ernthalten könnte, aber deswegen würde man ja die zusätzlichen Versuche machen.

Ist die Idee total daneben?

p.S.1: Der WELT-Artikel wurde inzwischen in den Plus-Bereich verschoben, und so kann ich nur mein Wort geben, daß mein Zitat stimmt. ;)

p.S.2: Mir kam inzwischen zu Ohren, daß Corona-Tote nicht obduziert werden. Das kann ich eigentlich nicht glauben, weil das eigentlich das Selbstverständlichste ist, was ich bei solch einer neuen Pandemie erwarten würde.

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