Diese Aussage kam nicht in Bezug auf Aussehen, Augen-, oder Haarfarbe, oder sonstige genetisch vererbbare Merkmale, sondern auf das Lügen.

Ich dachte sofort: Rassismus.

Ich entgegnete: Das kommt von der Sozialisation. Nun ja, so etwas in der Art, und dann mußten wir weiterschaffen.

Online hätte es wohl einen Sturm der Empörung ausgelöst.

.

"Den seinen gibt´s der Herr im Schlaf."

Mich ließ er deswegen eher nicht schlafen, oder zumindest kreisten meine Gedanken darum, als ich nicht wieder einschlafen konnte.

Ist es Rassismus?

Oder eher Fremdenhass?

Da es nicht um alle Fremden geht, wohl eher nicht.

Kann man von Rassismus reden, wenn es nicht um eine Rasse, sondern um Natonalitäten, oder eine Religion geht?

Ja, ich weiß, die "Rasse" gibt es seit 2007 nicht mehr, und daher dürfte es das Wort Rassismus nicht mehr geben, da es sich davon herleitete.

Da die Abschaffung des Begriffs "Rasse" aber eher aus politischen Gründen erfolgte, wurde wohl auch der Begriff "Rassismus" hinterher nach eigenem politischem Gusto definiert.

Nur ein Nebengedanke - zurück zum Thema:

Rassismus (nach meiner Defintion): Wenn sich jemand aufgrund seiner (genetischen) Herkunft für besser hält, als andere, und daraus irgendwelche Überlegenheitsansprüche herleitet.

Die Aussage "das ist genetisch" hat, im hier behandelten Zusammenhang, oberflächlich erst einmal gar nichts mit Überlegenheitsdenken zu tun.

Natürlich kann man mit etwas Nachdenken herleiten, daß diese Aussage zu einer fremden Gruppe, im Umkehrschluß zur besser-Einschätzung der eigenen führt.

Die Online-Empörung würde dafür wohl kein Nachdenken brauchen, weil die "Haltung" automatisch kommt, und Nachdenken über das "gute" selbst schon böse ist.

Da mir das inzwischen schnurz ist, und ich mich weigere, sowohl die einheimischen "Fremdenfeinde", als auch die eingewanderten "Lügner", alle über einen Kamm zu schern, halte ich die Aussage "das ist genetisch" in diesem Fall für eine Erklärung, eine Falsche zwar (Lügen ist nicht vererbbar), aber eben eine Erklärung für etwas Störendes und nicht Überhöhung des Eigenen.

Zumindest vermute ich diese Selbsteinschätzung.

Die Online-Reaktion darauf wäre wohl "Nazis raus", und die Gegenreaktion wäre wohl "jetzt erst recht".

Ist das jetzt eine naive Erklärung, oder eine berechnende Entschuldigung?

Das wird wohl jeder selbst einschätzen müssen.

.

p.S.1: Beim "behandelten Zusammenhang" geht es um das Vortäuschen von Krankheitssymptomen, gemeinhin "Krankfeiern" genannt.

Unser Gesundheitssystem funktioniert nach dem Solidarprinzip, wie das gesamte Sozialwesen.

Jeder zahlt ein, und jeder wird behandelt, ob er nun weniger, oder öfter krank ist.

Die Solidarität besteht darin, daß derjenige, der seltener krank ist, für denjenigen mitzahlt, der öfter krank ist.

Wenn verstärkt Krankheiten vorgetäuscht werden, im Prinzip gelogen wird, bedeutet das eine zusätzliche Belastung für die Sozialkasse.

Schmerzen lassen sich z. Bsp. schwer nachprüfen, und was sollte die Menschen dann davon abhalten, durch kreatives Schauspiel "krank zu feiern"?

Die Lüge dient dabei ja auch sozialen Zwecken, weil man mehr bei der Familie sein kann.

.

p.S.2: Ist das Lügen vielleicht im Erbgut der gesamten Menschheit verankert?

Sobald das Neugeborene merkt, daß es zu essen kriegt, wenn es schreit, wird es irgendwann schreien, um essen zu kriegen, auch wenn es ihm grad ganz gut geht.

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