"Um die Haltung von Nutztieren in Deutschland zu verbessern, hat der Deutsche Tierschutzbund die Bundesregierung zu einer Extraabgabe auf Fleisch aufgefordert. Verbandspräsident Thomas Schröder sagte: „Parallel zur CO2-Steuer brauchen wir auch eine Fleischsteuer.“ Mit den Einnahmen könnte der Umbau der Ställe finanziert werden. Pro Kilo Fleisch, Liter Milch oder Eierkarton seien es „nur wenige Cents“, argumentieren die Tierschützer.

Wie sinnvoll ist es, Fleisch über diesen Weg zu verteuern – im Sinne des Tierwohls, aber auch zum Einsparen von Treibhausgasen? Im Klimaschutzplan von 2016 hat die große Koalition Ziele für den Agrarbereich vereinbart: Bis 2030 sollen die Emissionen um 31 bis 34 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken."

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article198104111/Fleischsteuer-Union-SPD-und-Gruene-offen-fuer-Verteuerung-von-Fleisch.html

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Fragen/Bedenken:

- Wer bestimmt, was die richtigen Haltungsbedingungen sind?

Der Deutsche Tierschutzbund, PETA, die Veganer?

- Wer überwacht das Einhalten dieser Haltungsbedingungen?

Die bisherigen Verstöße gegen Tierwohlverbesserungen sind auf mangelnde Kontrollen zurückzuführen, und auch darauf, daß die Vorschriften zum Teil am realistischen Bauernalltag total vorbeigingen.

- Was soll es bringen, wenn gleichzeitig der Import von Billigfleisch per Mercosur-Abkommen beschleunigt wird?

Hier würde eine generelle Erhöhung der Mehrwertsteuer bei Fleisch eher wirken, aber wirkt sie dann tatsächlich auch über den Atlantik zurück?

- Wird dabei der tatsächliche THG-Ausstoß gemessen, verhindert und kontrolliert, oder wird nur die Einhaltung zusätzlicher, theoretischer, bürokratischer Vorgaben erzwungen?

Der gestiegene CO2-Gehalt der Atmosphäre KÖNNTE vom Menschen verursacht worden sein, und daher muß alles verhindert werden, wodurch der Mensch CO2 erzeugen KÖNNTE?

„Die Agrarförderung der Zukunft darf nur noch Gelder an Betriebe, die für das Allgemeinwohl, für Natur und Umwelt handeln, zahlen.“?

- Hätte dies nicht schon von Anfang an eine Selbstverständlichkeit sein sollen?

- Wie verträglich ist Hafermilch für die menschliche Verdauung, und kann sie den Ca-Bedarf von Festlandbewohnern decken, die weniger Fisch konsumieren?

Hafermilch ist im Prinzip Haferfeinstaub, der mit Sonnenblumenöl und Wasser vermischt wird, und KÖNNTE die Darmflora durcheinanderbringen.

Parteien:

CDU - extra Fleischsteuer

SPD - höhere Mehrwertsteuer (19, statt 7%) auf Fleisch

Grüne - höhere Mwst + "maximale Viehdichte von zwei Großvieheinheiten pro Hektar."

Linke - "Tierschutz über eine Fleischsteuer regeln zu wollen, die ja auch sozial Benachteiligte zahlen müssten“, sagte Tackmann. Tierschutz sei im Grundgesetz verankert und müsse durch „ordnungsrechtliche Maßnahmen und zielgerichtete Förderpolitik“ durchgesetzt werden. „Da haben Steuern nichts zu suchen.“

FDP - „Der Vorschlag trägt weder zum Tierwohl noch zum Klimaschutz bei, sondern drängt durch eine künstliche Verteuerung deutsche Produkte aus dem Markt“, sagte Hocker. In der Folge würden Verbraucher zu günstigeren ausländischen Produkten greifen. „Dadurch haben wir nicht weniger Nutztierhaltung, sondern stärken die Erzeugung zu niedrigeren Standards im Ausland.“

AfD - „Wenn die Gelder wider Erwarten nicht im Bundeshaushalt versickern, sorgen sie am Ende nur für weitere finanzielle Abhängigkeiten deutscher Landwirte von der öffentlichen Hand“, so Protschka. Er plädiert für ein verpflichtendes Tierwohlsiegel."

NGO´s:

Deutscher Tierschutzbund - Extraabgabe auf Fleisch

Greenpeace - Abgabe am Schlachthof. „Dort könnten pro Tier oder pro Kilogramm Abgaben eingesammelt werden, die dann denjenigen Landwirten zur Verfügung gestellt werden, die ihren Stall artgerechter und ökologischer umbauen wollen“, sagte Hofstetter. Der Verkauf eines Schweins könne zum Beispiel von 180 auf 190 Euro erhöht werden. Die Lebensmittel würden in der Folge fünf, maximal zehn Prozent teurer werden. „Der Verbraucher hält den Preisanstieg aus, und die Tierhaltung wäre deutlich verbessert“, resümiert Hofstetter.

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (NABU) - „Wenn ein Schnitzel einen Euro kostet, wären das bei einem Aufschlag von zehn Prozent weiterhin nur 1,10 Euro. Das ist immer noch sehr billig und reicht als Instrument nicht aus, um den Konsum zu senken.“ Stattdessen träfe es besonders die ökologischen Produkte, deren bereits hoher Preis noch weiter anstiege."

08/15-Verbraucher:

- Tierwohl und CO2-Vermeidung schließen sich teilweise gegenseitig aus, es sei denn, man will freilaufende Rinder mit mobilen Absaugvorrichtungen für Methan versehen.

- nicht jeder Mensch kann auf "Hafermilch" umsteigen, ohne körperliche Einschränkungen, oder sogar Schäden, und ähnlich verhält es sich auch bei dem Fleischkonsum, und daher ist verpflichtendes "fleischfrei", oder Fleisch als Luxusgut keine Option.

- reduzierter und verstärkt bewußter Fleischkonsum wäre mit Verteuerung erreichbar, und würde sowohl dem Tierwohl dienen, als auch den CO2/Methan-Ausstoß reduzieren, wenn sichergestellt würde, daß diese Verteuerung nicht die Taschen einiger weniger füllt, sondern tatsächlich der "guten Sache" dient.

ERGO: Verpflichtende Viehhaltungsstandards bei den inländischen Betrieben, bei gleichzeitiger, und entsprechend hoher Zollbelastung aller Importprodukte, welche diese Standards nicht erfüllen.

In Anbetracht der Nitrat-Belastung sollten die "Nebenprodukte" komplett in Biogas-Anlagen verarbeitet werden, und nicht mehr, oder nur in geringsten Mengen, auf die Felder ausgebracht werden.

ABER: Werden ausländische Produzenten dann tatsächlich mitziehen, oder eher nach anderen Käufern suchen?

Nimmt man sich damit nicht entgültig jegliche Gelegenheit, einen positiven Einfluß auf die Viehhaltungsbedingungen in anderen Ländern auszuüben?

Wenn D sich selbst als Absatzmarkt ausländischer Produkte derart einschränkt, werden dann andere Länder nicht ebenfalls ihre Märkte für den Absatz deutscher Produkte beschränken?

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p.S.1: Der Fleischkonsum ist den Menschen wichtig. ca. 1500 Kommentare unter dem Artikel.

p.S.2: Besser wäre eine europäische Einigung bei diesem Thema, was aber wohl schwer machbar ist.

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