Wenn die Menschheit den Apfel vom Baum der Erkenntnis zurückgibt, darf sie wieder ins Paradies einziehen?

* soll nach dem Willen von Grünen-, SPD- und FDP-Polikern als Begriff aus dem deutschen Grundgesetz gestrichen/ersetzt werden.

Jetzt, wo ich das schreibe, frage ich mich, ob dies teilweise in der Absicht geäußert wird, um die momentanen *-Unruhen zu besänftigen, analog den vielen Anti*ismus-Kniefällen, welche gerade Konjunktur haben (das Anti*ismus-Knie, als Diagnose :) ).

Daß * als Unterscheidungskategorie für verschiedene Menschentypen bereits 2007 von "der Wissenschaft" verworfen wurde, weil es angeblich keine genetischen Unterschiede gäbe, erfuhr ich irgendwann nach 2016 im Zuge meiner Politisierung.

Ich setze dabei Wissenschaft in "" und schreibe "angeblich", weil ich mir nicht sicher bin, wie objektiv die entsprechenden Wissenschaften waren, weil hinter diesem Verbot von * hauptsächlich gesellschaftserzieherische Motive zu stecken scheinen.

Aus einem, kürzlich zur Verfügung gestellten, Dokument erfuhr ich, daß es bereits in den ´50er Jahren entsprechende Anregungen durch die UN gab, welche dann 2007 von der EU wieder aufgegriffen wurden.

Außerdem sind darin interessante historische Fakten zur Entstehung des Begriffes "*" zu finden, wobei es wohl eine einseitige Konzentration auf die negativen Auswirkungen gibt, und auch dem Mißbrauch der *theorie durch die Nazis die größte Aufmerksamkeit gilt.

Bei mir selber war es, glaub ich, der Geographie-Unterricht in der 5.Volksschulklasse, wo ich die verschiedenen * kennenlernte, und anhand ihrer äußerlichen Erscheinungsmerkmale zu unterscheiden lernte.

Den einzelnen * wurden dabei keine speziellen Wesenszüge zugeordnet, sondern es ging lediglich um das physische Erscheinungsbild, und dessen geographische Verbreitung.

Was ist an dieser Unterscheidung *istisch, welche reale Unterschiede unter dem Oberbegriff * zusammenfaßt?

Später lernte ich, wohl im Rahmen des Geschichtsunterrichts, den Begriff *ismus im Zusammenhang mit der amerikanischen Sklaverei, und den Antisemitismus im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus kennen.

Das weitere Wissen kam dann aus Romanen, Sachbüchern, Zeitungen, der allgemeinen Sozialisierung halt.

Im Alltag spielt der Begriff * ja kaum eine Rolle, sondern kommt nur dann auf, wenn ein Buch, oder ein Film, etc., den *ismus der Vergangenheit thematisiert.

In der Politik hat er wohl schon immer eine Rolle gespielt, mal mehr, mal weniger, aber in den letzten Jahren fast schon exzessiv.

Meistens geht es darum, daß eine * sich benachteiligt fühlt, und dies auf *ismus zurückführt.

Früher gab es sicher auch noch einige alte Gesetzesrelikte, welche *ismus beinhalteten, aber heutzutage sind die * alle gleichberechtigt vor dem Gesetz, was nicht heißt, daß nicht auch heute noch manche Menschen *isten sind, weil sie dies von den Eltern übernahmen, negative Erfahrungen machten, oder sonstwas in der Sozialisation diese Einstellung bewirkte.

Beim einen Menschen wirken eher Vorbilder, beim anderen die Negativbeispiele, und insgesamt kann man in Sachen Erziehung nur sein bestes geben, und auf ein gutes Endergebnis hoffen.

Egal, was man tut, es wird immer wieder *isten geben, auch wenn man den Begriff * abschafft.

Die Unterschiede im Aussehen der einzelnen * werden immer dasein, und sind ein Teil der Vielfalt der Menschheit.

Die extremen Negativbeispiele für *ismus, Holocaust und Sklaverei, können nur erzieherisch vermittelt werden, wenn man die, dahinterstehenden, ungerechten Ansichten zu den verschiedenen * erklären kann, was durch die Abschaffung des Begriffes * eher erschwert wird.

Die Theorie der Befürworter der Abschaffung des *-Begriffes ist, daß eine Gesellschaft, die ohne Kenntnis der *-Unterscheidung aufwächst, auch keine *isten haben wird.

Die Bibel sagt: Am Anfang war das Wort..., und Gott hätte aus diesem Wort etwas schreckliches machen können, aber er tat es nicht, aus freiem Willen.

Und genauso können sich Menschen aus freiem Willen dagegen entscheiden *isten zu sein, WENN sie wissen, was *ismus ist, und WENN sie sich selber als eine * unter vielen gleichberechtigten * begreifen.

Aber dazu braucht es eben DAS WORT *, und die historischen und humanistischen Erkenntnisse, welche DAS WORT * umgeben.

Andererseits kann jemand, der mit dem großen Tabu *ismus alle möglichen neuen Dinge tabuisieren will, es überhaupt nicht brauchen, wenn *imus sich nur auf die Unterscheidung von * bezieht.

Unter diesem Aspekt betrachtet, wären die Motive der Befürworter der Abschaffung des *-Begriffes etwas weniger edel, aber das ist eine andere Geschichte, welche ich eher beim letztenmal thematisierte.

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