"Schau genau!" würde Helmi beim Betrachten nachfolgenden Bildes sagen, das derzeit dazu missbraucht wird, 'Antifaschismus' generell zu diskreditieren und dämonisieren. Denn, so lautet die Aussage: Antifaschismus produziere - wie nachfolgend zu lesen ist: "seine eigenen Faschisten".

Und dabei gelten offenbar die Gesetze jeder sich nicht der Wahrheit verpflichteten Propaganda, die um jeden Preis als wahr dazustellen versucht, was der eigenen Agenda entspricht. Und das auch dann, wenn es erfunden oder inhaltsverzerrend manipuliert wurde.

Unerheblich deshalb auch, dass dabei ein Foto mit einem Transparent gepostet wird, auf dem - welch unmöglicher Zauber der Physik! - der Verlauf des Schriftzugs NICHT dem Verlauf des Faltenwurfs entspricht.

Schriftzug VS Hintergrund

Schriftzug VS Hintergrund

Abgesehen davon, dass man mit dem generellen Diskreditieren von 'Antifaschismus' mit Fake-Bildern nicht nur eine demokratiefeindliche Haltung zeigt, MedienkonsumentInnen manipuliert und hinter's Licht führt und Holocaust-Überlebenden einen Schlag ins Gesicht versetzt, demonstriert man damit auch Verantwortungslosigkeit.

Verantwortungslosigkeit braucht es nämlich dazu:

- entweder zur Täuschung von LeserInnen bewusst und mit Absicht manipuliertes Bildmaterial in Umlauf zu bringen, um damit zu emotionalisieren und damit Teile der Bevölkerung politisch zu radikalisieren

- oder: einfach so naiv zu sein, alles zu glauben und gänzlich ungeprüft zu 'sharen', was der eigenen Geisteshaltung dienlich ist

- oder auch: sich zum Zwecke der Desinformation und Fake-Verbreitung extra blöd und naiv zu stellen.

In allen Fällen ist es dann auch egal, dass das vermeintl. Magazin '1984' lediglich eine höchst bezweifelnswerte Redaktionsadresse (84 Green Lanes, N16 9AH London) und weder einen Verein, noch ein Unternehmen, noch eine für den Inhalt verantwortliche Rechtsperson im Impressum anführt. - Und wo die mittlerweile vom Verfassungsschutz abgedrehte Verhetzungs-Site 'kreuz.net' als Redaktionsadresse einen Sandhaufen irgendwo in einer US-Pampa angab, so ist's bei der Site '1984' nur Adresse eines Hauses, in der sich ein Tattoo-Studio und 3 Mietappartments befinden.

Diese medienrechtlich nicht rechtskonforme Vorgehensweise dürfte aber die AutorInnen (darunter auch ein FuF Videoblogger) oder Alexander G. nicht stören. Umso mehr nicht, da es sich bei 1984 nicht um seriöse Berichterstattung sondern um eine polit. Agitationssite handelt. Und noch weniger, so Alexander G. im August 2017 vom Amtsgericht Hechingen in Baden-Württemberg wegen "Betrug, Beihilfe zum Betrug und Urkundenfälschung in mehr als 30 Fällen" rechtskräftig verurteilt wurde.

Nicht stören dürfte die Autoren aber auch nicht die Vorgehensweise des vermeintl. Tatoo-Studio-'Magazins'. So teilte Alexander G. im Okt. 2019 mit, dass die Redaktion den Provider wechselte. - Der Grund war defacto, den medienrechtlichen Grundlagen in D zu entfliehen und sich dem Zugriff des Bundeskriminalamtes, in dessen Fokus das Magazin mit verfassungswidrigen Methoden geraten war, zu entziehen.

Darin, dass Alexander G. die verantwortungslosen und verfassungswidrigen Methoden dann "freie Berichterstattung" (die man sich "nicht verbieten" lassen wolle) nennt und das zweifelhafte Medium mit noch zweifelhafterem Impressum gleichsam zum 'Opfer' medienrechtl. Auflagen stilisiert, erklärt auch gleich das eben nicht vorhandene Rechts- und Faktenverständnis von Fake-Medien und ihrer AutorInnen.

Jene, die dann Fakes und Propaganda ungeprüft teilen und damit emotionalisieren und radikalisieren stehen den Produzenten Ersterer in puncto Verantwortungslosigkeit wie dem Nullwert in den Bereichen '(Medien-)Rechtsverständnis und Unrechtsbewusstsein leider um nichts nach.

Traurig und doch fast erheiternd wie auch logisch erscheint als 'Schlusswitz' vor diesem Background, dass Desinformations- und Fake-Produzenten wie deren MultiplikatorInnen höchst aggressiv werden und gar Begriffe wie "Logik" oder "Wissenschaft" missbräuchlich malträtieren, wenn sie von Menschen mit Medienkompetenz weder ernst genommen noch für seriöse DiskurspartnerInnen gehalten werden können. Und - das darf keinesfalls fehlen - sich dann auch noch als Opfer einer vermeintlichen 'Meinungsdiktatur' darstellen.

Münchhausen stehe ihnen mit Pinocchios Segen bei!

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