Schief schauen - 1 Faustschlag - 1 Toter - 350,-- und kein Strafprozess

Es ist besser, Sie lesen es selbst. Zu leicht könnte der Verdacht aufkommen, der gerardhos spinnt schon wieder. Der und seine Gerichte.

Es ist nicht nur der Anlass, der einem 17-jährigen das Leben gekostet hat: Er hat ein Mädchen schief angeschaut.

Es ist nicht nur die richterliche Entscheidung: Gegen einen Beteiligten wird gar nicht ermittelt und dem anderen, der zuschlug, ein Strafprozess erspart, wenn er Euro 350,-- zahlt.

Es ist nicht nur der vorherige Versuch, die Akte überhaupt gleich zu schließen: Das Opfer wurde rasch zu einem Drogentoten gestempelt.

Es ist alles zusammen.

Ein Bub geht in die Disco. Und kommt nie wieder heim. Und von Anfang wird mit viel Aufwand versucht, keinen Aufwand entstehen zu lassen.

Sind Menschleben der Justiz erst dann etwas wert, wenn die Medien darüber schreiben? Dann werden gleich zwei oder drei Gutachten über einen Täter eingeholt? Da muss man es genau wissen. Wenn aber die Möglichkeit eine hohe ist, dass ein Opfer bald wieder aus den Medien verschwindet, dann heißt es, Schwamm drüber. Akt geschlossen.

Holzer hat vor Kurzem davor gewarnt, Druck auf die Rechtsprechung auszuüben. Damit war der politische Druck auf die Höchstgerichte gemeint. Der Druck auf die Justiz, wieder mit Vernunft und Verantwortung zu arbeiten, dagegen kann nicht hoch genug sein.

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Leitwolf

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Markus Andel

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