Die große Gefahr Deutschlands - des Durchschnitts!

Besonders, wenn es um die Wissenschaft und unsere Zukunft geht. Das Streben nach dem bequemen Durchschnitt, das Kategorisieren und das ewige Vergleichen großer Vergleichsgruppen muss bereits im Kindergarten, in der Schule, an den Universitäten, in der Wirtschaft, in allen Berufszweigen bekämpft werden.

Eine Jugend, die sich vor dem Anderssein und vor harter Arbeit fürchtet, wird wenige Antworten auf die Fragen der Zukunft entwickeln können. Hat sich diese Angst einmal beim Kleinstkind festgesetzt, ist es sehr schwer, sie wieder loszuwerden. Unsere Kinder haben diese Angst sicher nicht in ihren Genen! Wir als Gesellschaft haben vielleicht versagt, indem wir ihnen Anpassung, Mitläufertum, ja den Durchschnitt viel zu oft vorgelebt haben. Ein Konzept der Linken in Deutschland – um Chancengleichheit zu ermöglichen – indem sie sportliche Wettbewerbe in den Schulen weglassen, erzeugt, auch wenn nicht direkt gewollt – schwachen Durschnitt aller beteiligten Kinder.

Es sind nicht unsere Gene, es sind unsere Meme, die unseren Kindern die Verherrlichung des Einer-von-vielen-zu-Sein in die Wiege gelegt haben. Ein bequemes Leben, ein ruhiges Leben, ein unauffälliges Leben ist doch auch für den Einzelnen nicht wirklich erfüllend, so es da nicht noch mehr gibt. Aber Eltern, Schulen, Betriebe lieben viel zu oft unauffällige Kinder, Schüler, Mitarbeiter. So wenig es für den Einzelnen doch eigentlich erstrebenswert sein kann, so gefährlich ist es für uns alle, weil es keine Spitzenleistungen fördert oder fordert und daher keine Antworten für die Zukunft parat hält.

Der österreichische Physiker von Weltruf Prof. Anton Zeilinger hat einmal bei einem gemeinsamen Kongress, wo es auch um Zukunftsfragen gegangen ist, zu mir gesagt: „Die bestbezahlte Berufsgruppe eines Landes sollten seine Pädagogen sein.“ Und er hat recht. Eltern und Lehrer, schon ab dem Kindergarten, müssen den nächsten Generationen die Angst vor dem Anderssein und davor, durch vollen Einsatz Perfektionierung in einer bestimmten Sache zu erzielen, nehmen. Sie müssen (neben anderen) außerdem das wir brauchen werden, um in Zukunft wieder viel treffsicherer besondere Leistungsvoraussetzungen zu entdecken und ihren Trägern zu ermöglichen, sie durch harte Arbeit in eine besondere Leistung umzusetzen.

Sie müssen ihren Schützlingen zeigen, wie sie sich intrinsisch motiviert zu einem Flow-Zustand vorarbeiten können. Ich weiß, das ist nicht einfach. Aber wir haben keine Alternative. Und die Pädagogen sind unsere effektivste Waffe gegen den Durchschnitt, sie sind der kräftigste Hebel, den wir für Veränderungen einsetzen können. „Verpflichtender Kindergarten“, „verpflichtende Sprachkompetenz“, „Gesamtschule“, „Zentralmatura“, „Zugangsbeschränkungen an den Universitäten“, „effizienteres und zugleich billigeres Studium“, „bildungsferne Schichten zur Bildung führen“ oder „lebenslanges Lernen“ sind alles immer wieder polarisiert zur Diskussion stehende Werkzeuge.

Sie sollten uns alle recht sein, wenn sie zu einer höheren Treffsicherheit bei der Entdeckung individueller Leistungsvoraussetzungen und einer effizienteren Förderung der Umsetzung dieser Begabungen durch harte Arbeit in individuelle Leistungen führen. Wenn sie das nicht leisten können, sollten wir sie alle von den nächsten Generationen, dem einzigen Kapital für unsere Zukunft, fernhalten. Darüber sollten wir allen Ernstes - nachdenken!

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trognon de pomme

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Jeff

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