Der großartige Blog von Josef Huber hat mich inspiriert, mich selbst einmal mehr, mit meinem eigenen Leben auseinander zu setzen und mir über meinen momentanen Standpunkt Gedanken zu machen.

Seit Jahren setze ich mich bewusst konstruktiv mit meinem Leben und den Alltäglichkeiten auseinander um mein Leben so zu verändern, gestalten, dass ich mehr und mehr in einem Gefühl der Zufriedenheit lebe. Die Wertigkeiten verschieben sich und verändern meist auch die Sichtweise auf bestimmte Dinge mit denen ich permanent konfrontiert werde.

Am Morgen aufstehen und ein Gefühl der inneren Ruhe zu verspüren, war lange Zeit nicht möglich. Schon in den ersten Minuten des Tages kreisten die Gedanken um all die Dinge und Geschehnisse die sich gestern ausserhalb von mir abspielten oder vielleicht heute abspielen könnten. Lange Zeit war mein Geist komplett auf das Außen fokusiert und ich konnte nicht mehr sagen, was ICH eigentlich möchte und wie ICH mich fühlte. Der Abend wurde mit diesen eher negativen Gedanken beendet und am Morgen folgte eine nahtlose Fortsetzung als ob dazwischen nicht ein paar Stunden Schlaf gewesen wären. Eine geistige Abwärtsspirale die mich in meinem Alltag auch geistig zu behindern drohte - musste ich wieder verändern.

War ich doch jahrelang als Trainer für "Positives und konstruktives Denken" in einigen Ländern unterwegs. Da ich dies selbst (er)lebte und (ver)spürte waren meine Vorträge und Seminare auch autenthisch und sehr viele Menschen besuchten diese Tage. Ich lebte die ABSOLUTE Zufriedenheit IN MIR und auch gegenüber meinem Umfeld. Ein Gefühl des absoluten Gleichmuts. Wer dies nie erlebte, kann auch nicht verstehen wie sich dies anfühlt.

Doch private Veränderungen brachten plötzlich andere Aspekte in mein Umfeld und mir war es nicht mehr möglich in meiner Ruhe, Gelassenheit und Zufriedenheit zu leben. Da ich die absolute Eigenverantwortung lebe, konnte ich all dies auch nicht an Andere abschieben und sie dafür verantwortlich machen.

Natürlich war auch dies ein Lernfaktor, den ich aber beim besten Willen nicht integrieren konnte. So fiel ich aus meiner Ruhe und Zuversicht und lebte irgendwie das Leben, das meine Teilnehmer lebten und durch mich verändern wollten. Ich konnte plötzlich meine eigenen Ratschläge nicht mehr beherzigen und wollte bewusst ab diesem Moment auch keine Vorträge und Seminare mehr veranstalten, da ich mir als Lügner vorgekommen wäre. Einer der Wasser predigt und Barolo säuft, oder so ähnlich. Einer der nicht mehr autentisch vor den Menschen steht, selbst nicht leben kann was er da erzählt usw...

Plötzlich waren all die "unwichtigen" und destruktiven Dinge und Geschehnisse aus dem Umfeld in den Fokus geraten. Die Gedanken kreisten darum und ließen sie nicht mehr los.

Was mir bestens geholfen hatte waren meine Blogs. Ich weiß wie ich funktioniere und daher musste ich den ganzen "Mist" einfach nur einmal rauslassen und gut wars. So dachte ich! Doch mit den darauf folgenden Kommentaren, tauchte ich wieder in eine Energie ein, die ich in diesem Moment schon für "Erledigt" betrachtete. Es dauerte auch eine ganze Weile bis ich dies selbst erkannte! Langsam Schritt für Schritt entfernte ich mich und konnte Geschehnisse die mich wirklich lange ärgerten mit anderen Augen sehen. Nicht dass sich meine persönliche Sicht geändert hätte, aber meine Gefühle wurden Tag für Tag ausgeglichener und ruhiger. Das Annehmen und das Bewusstsein das ICH es nicht verändern kann, hat geholfen. Hatte ich doch früher eine Lebensregel:

"Ich rege mich nur über Dinge auf, die ich verändern kann!"

Wer sich näher mit diesem Satz auseinandersetzt, wird begreifen, dass es nichts gibt was einen Menschen dazu bringt sich aufzuregen.

Ein Blog wie der oben beschriebene, macht nachdenklich, wie kurz doch so ein Leben ist. Wer möchte nicht 90... 100... 120... Jahre alt werden? Jeder denke ich! Doch wenn ich mir heute vorstelle, ich steh im Jenseits und werde gefragt wie mir mein Leben gefallen hat und ob ich Glücklich und Zufrieden war, macht mich dies nachdenklich. Doch in solch einem Moment sollten geistig die Glücksmomente und die Zufriedenheit über allem stehen. Nicht zu vergessen all die Menschen in unserem direkten Umfeld! Kinder, (vielleicht) Eltern, Freunde und Partner.

Zuerst komme ICH!

Nicht egoistisch gemeint, natürlich stehe ich immer hinter meinen Kindern und Eltern zurück, keine Frage. Es geht um das geistige. Es geht um meinen geistigen Focus, der zu 100% bei mir selbst liegen sollte! ICH muss mich wohl fühlen und ICH muss diese gleichmütige Ruhe in mir verspüren und leben, dann kann ich diese auch auf mein Umfeld übertragen. Es liegt IMMER nur an MIR selbst und niemals an irgendeinem anderen Menschen!

ICH muss mit wirklich offenen Augen durch meinen Alltag wandeln und mich nicht über die 5 "Neger" im Park ärgern sondern über die Blütende Natur erfreuen. Das positive sehen und bewusst (er)leben ist das Wichtigste. Den Fokus auf das richten was mich erfreut, auf das was mir "Gut tut"!

Die meisten Menschen laufen wirklich mit geschlossenen Augen durch die Welt. In meinen Kursen machte ich lange Zeit einen ganz einfachen Test um den Menschen zu beweisen wie Blind sie sind:

Ich fragte sie nach der Mittagspause zuerst, wie der Stoff/das Muster ausgesehen hat auf dem sie mittags gesessen sind. Ein wahrer Spaß, denn nur ein absolut geringer Teil konnte dies wirklich sagen. Es ist nicht wichtig, ja es ist sogar Sch...egal was der Stuhl für eine Farbe hatte, aber es zeigt, dass wir eher Blind durch das Leben laufen.

Seit Wochen schränke ich die Sozialen Medien ein und irgenwie ist plötzlich der Eifer verflogen. Auch "Corona" war ein wichtiger Schritt. Viel Zeit zum Nachdenken was mit dem Gleichmut passiert ist. Wie eine Zufriedenheitskontrolle hatte ich dies in meinen Gedanken erlebt. Wie war mein Leben? Wie ist mein Leben jetzt? Was möchte ich noch (er)leben? Alles sehr spannende Fragen die zu einer inneren Ruhe führen können und sollten.

Meine Eltern beide aktuell "Krank" und ich lebe 553 km weit von Ihnen entfernt! Eine geistige Erfahrung dies es zu meistern gilt! Wäre ich doch jede Sekunde gerne zur Stelle! Auch hier gilt, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und den Fokus auf Positives zu legen! Ein permanentes Verweilen in destruktiven Gedanken was passieren könnte wenn ich nicht da bin, gilt es zu verhindern. Zu erkennen, es ist im Moment nicht möglich und dies begleitet von positiven Gedanken hilft!

Das Leben bringt jede Sekunde Herausforderungen die wir meistern müssen. Nur WIR selbst entscheiden WIE wir mit diesen umgehen. Es liegt an jedem Selbst!

In diesem Sinne, es war mir ein Bedürfniss

"Bleibt´s spannend!"

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