Vor einiger Zeit hatte ich ein interessantes Gespräch mit meinen Kindern. Sie fragten mich, welche Apps ich damals als Kind auf meinem Handy hatte.

Ich musste laut lachen. Dann erklärte ich, dass es damals kein Handy, keinen Computer und nur 3 Fernsehprogramme gab die erst ab 17:00 Uhr zu senden begannen. Das erste Spiel über den TV war eine große Box mit 2 Kabelfernbedinungen und einem Drehknopf der den Balken nur nach oben oder unten bewegte. Diese erste Konsole war das damals bahnbrechende "Pong" Tennis. "Ping" und "Pong" waren die einzigen Töne.

Nintendo-Online.de

Sie sahen mich mit großen Augen unverständlich an!

"Was habt ihr dann den ganzen Tag gemacht?" war die nächste Frage. Ich erklärte ihnen, dass wir damals immer in der Natur unterwegs waren oder bei Freunden Musik hörten.

"Was war mit Netflix oder Amazon?" war dann die dritte Frage. Als ich sagte, dass es nicht einmal einen Videorekorder gegeben hatte und der erst aufkam als ich ca. 13 war staunten sie nochmals.

Siemens.com

Es war für sie unverständlich und nicht nachvollziehbar, da heute Handyspiele, Netflix, Amazon usw. zum Standard gehören. Vom echten Leben ablenken ist die heutige Maxime. Nur nicht mit sich selbst beschäftigen.

Segen und Fluch zugleich!

Meiner Ansicht nach sind Internet und Handy die größten Erfindungen/Entwicklungen die die Menschheit in den letzten Jahrzehnten, in dieser kurzen Zeit, hervorgebracht hat. Sie sind sehr wohl Segen aber auch Fluch der Menschheit!

Wir leben in einem Informationszeitalter das ich nicht mehr missen möchte. Wir, die ohne all das aufgewachsen waren, ist es ein wahrer Segen. Doch die heutige Generation kann sich ein Leben ohne all dies nicht vorstellen und dies wäre der Fluch. Es ist für die heutige Generation auch undenkbar auf all das zu verzichten. Wie sollen sie dies auch verstehen, wenn sie diese Zeit nicht selbst erlebt haben. Ebenso kann ich mich nicht in die Nachkriegsgeneration hineinversetzen.

Wenn ich früher eine Frage zu einem bestimmten Thema hatte, musste ich in einem Buch nachschlagen, sofern vorhanden. Wenn nicht, dann einen Erwachsenen fragen oder in die Bücherei gehen und hier suchen. Nur eine einzige, nicht alltägliche Frage bedeutete oft einen Aufwand von mehreren Stunden. Heute ... Frage oder Thema in Google eingeben und schon hab ich in Millisekunden mehrere Möglichkeiten zur Wahl.

Früher musste man auf "seinen" Lieblingsfilm warten, bis er irgendwann gesendet wurde oder später dann, ein Video ausleihen. Bei Serien musste man zum Sendezeitpunkt zu Hause sein um den Anschluß nicht zu verlieren. Heute: Schaue ich wann und vor allem wo ich will "meinen" Film oder "meine" Serie. Öffentlich rechtliches Fernsehen, sehe ich mir schon seit 2 Jahren nicht mehr an. Wenn man einmal Abstand gewonnen hat und sich ansehen kann was man möchte und wann es einem am besten passt, fragt man sich wirklich, wer sich diese Sender überhaupt noch ansieht! Abgesehen von der Themanwahl der diversen Sendungen - Volksverdummung pur!

Mein erstes Autotelefon war ein Siemens P1 (Mobiler) Festeinbau mit Hörer, der an der Konsole verbaut war. Empfang hatte man nur in Großstädten und 1 Minute telefonieren kostete umgerechnet ca. 3 Euro. Mir war es dann immer irgendwie peinlich wenn ich an der Ampel stand, telefonierte und die anderen Autofahrer blöd zu mir starrten. Heute - unvorstellbar! Es ist alles so normal geworden! Ach ja, das absolute Highlight des P1 war die Mobilität! Man konnte es sogar Mobil verwenden :) Der Akku hatte glaub ich 3 Kg!

Siemens.com

Wie groß und schwer sind unsere Handys heute? Damals konnte man mehr schlecht als recht damit telefonieren, ja NUR telefonieren! Auch für meine Kinder sorgte das Bild für Gelächter!

Die Informationsflut!

Wie ich schon oft geschrieben habe, mussten die Leser und Seher den Nachrichten glauben was sie ihnen mitteilten.

Damals in den 30er und 40er Jahren, glaubten die Menschen auch was sie im Radio hörten. Bei den meisten gab es keinen Zweifel an der Korrektheit der Meldungen. Später in den 60er bis in die 2000er Jahre war dies nicht anders. Wenn die "Tagesschau" um 20.00 Uhr diesen Bericht brachten, dann war es so! Es gab keinen Zweifel! Die Generation ohne Computer, glaubt heute immer noch alles was diese Nachrichtensender bringen. Aber diese Generation stirbt langsam aus, dann wird es noch schwieriger für die öffentl. rechtlichen auf ihre Glaubwürdigkeit zu beharren.

Dabei hat die bereits in den 30er Jahren begonnene Propaganda bis heute nie aufgehört! Es ist heute das Problem der öffentlich rechtlichen, da ihre Berichte regelmässig über das Internet überprüft werden können und regelmässig werden sie bei den Lügen ertappt. Es werden uralte Aufnahmen als Aktuell gesendet um den Lügen mehr Wahrheitsgehalt zu bieten. Nicht umsonst kam der Begriff "Lügenpresse" auf!

Einzige Ausrede: "Propaganda machen immer nur die Anderen!"

Heute können sich auch die Kinder "Allumfassend" informieren. Es steht ihnen die gesamte Welt offen. Nur das heute ein Kampf um die kommende Ideologie der Kinder stattfindet. "Brainwashing" und "Framing" findet auf eine andere Art und Weise statt als vor 70 Jahren. Auf eine modernere und viel subtilere Weise. Schon im Kinderfernsehen werden sie mit nachweislichen Falschinformationen gefüttert um sich dieser Ideologie schon frühzeitig anzuschliessen.

Bekanntestes Beispiel für Brainwashing und Framing ist die "Friday For Future" Bewegung der Kinder, von denen ca. 30% wirklich daran glauben.

Ja, die Zeiten haben sich geändert, aber die Methoden sind letztendlich gleich geblieben. Der Unterschied: Damals waren wir noch Kinder die sich keine Sorgen oder Gedanken um die Zukunft machen brauchten. Heute werden schon die Kinder in den Sumpf von Lügen, Propaganda, Politik und Brainwashing hineingezogen. Ablenkung vom persönlichen Umfeld durch Handy, TV und Computer sind heute normal. Schwächen des Skeletts durch mangelnde Bewegung bei der heutigen Generation, sind ebenso normal geworden!

Ich bin froh, dass ich als unbedarftes, beschütztes Kind aufwachsen konnte. Nie musste ich mich mit den diversen, meist imaginären, Gefahren für die Welt beschäftigen. Dies werden meine Kinder leider so nicht mehr erleben können! Schade drum!

In diesem Sinne

"Bleibt´s spannend!"

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