Damals, als sie begannen die Menschen zu unterstützen waren sie Gold wert! Die Gewerkschaften hatten zu diesen Zeiten sehr viel für die Arbeiter erreicht! Ohne sie gäbe es noch eine 7 Tage Woche und 5 Tage Urlaub im Jahr.

Doch heute? Dienen sie nur noch sich selbst?

Da ich beruflich mit den Tarifverträgen der verschiedenen Branchen beschäftigt bin, habe ich einen groben Überblick was da läuft. Auch wenn ich in einer "Arbeitgeberposition" bin, ärgere ich mich regelmäßig wenn ich mir die verschiedenen Tarife ansehe. Im Moment passt der Kollektivvertrag für den Handel, am besten in unsere Zeitschiene!

Von ein paar "100dertern" haben sie gefasselt, für die Menschen, die wirklich das Leben während des Lock Downs im Land aufrecht gehalten hatten. Während wir ALLE zuhause gesessen waren, waren es diese Menschen die arbeiten MUSSTEN! Sie waren in dieser Zeit nicht minder wichtiger als Ärzte!

Meines Wissens haben die alle noch nix gesehen, ausser ein paar Einkaufsgutscheine ihres Arbeitgebers. Was machen die Gewerkschaften? Nix! Ja, die faseln etwas in den Medien von 1.000 € für jeden Handelsarbeiter aber dies sind auch nur Lippenbekenntnisse! Es soll ja keiner auf die Idee kommen sie wären unnütz!

Zur allgemeinen Info, ein Groß- und Einhandelsarbeiter hat einen Kollektivlohn von 9,89€/Std im ersten Jahr. Die Staffelung geht bis zum 18. Jahr(!) mit einem Stundenlohn von 10,44€(!). Bisher stieg der Stundenlohn jedes Jahr um 20 bis 25 Cent. Bis 2011 hieß die Kat. II übrigens noch: "Arbeitnehmer mit schwerer körperlicher Tätigkeit (Arbeiten, bei denen regelmäßig oder zumindest überwiegend schwere Lasten befördert werden)".

Nur mal zum Vergleich!

Ich habe leider nur Zahlen von 2006 gefunden: "ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer verdient 12.968 Euro pro Monat, seine Vizepräsidentin Renate Csörgits kommt auf 13.837 Euro und der Leitende Sekretär Richard Leutner auf 12.000 Euro!"

"Gegenüber ÖSTERREICH verteidigt sich der SP-Politiker. Er halte sich an alle ÖGB-Beschlüsse. Sein Arbeitsaufwand sei zwar groß: „Es geht sich aber aus.“ Auch bei der Gehaltsobergrenze gebe es kein Problem. Bezahlt seien nur die Jobs im Gemeinderat (5.870 Euro brutto) und bei den ÖBB (2.025 Euro brutto). Alle anderen Funktionen mache er ehrenamtlich."

Beim "Lohnspiegel" kann sich jeder selbst ausrechnen was er als FUNKTIONÄR verdienen würde!

Dass man die Gewerkschaften NICHT MEHR ERNST NEHMEN kann, haben schon viele Arbeiter und Angestellte begriffen. Das ganze "Verhandeln" treibt dann seltsame Blüten wie eine Verlängerung der Kündigungszeit bei Arbeiter von 14 Tage auf 6 Wochen! Und dafür lassen sich sich noch feiern? Standesgemäß mit Champagner?

Ach ja, es trifft ja nicht nur den Handel, sondern auch z.B. die Tischler! LGr III: Facharbeiter/in mit LAP oder Professionist/in mit LAP 9,49€/Std!!!

Da gibts noch hunderte Beispiele!

Scheiß auf die Gewerkschaften, es liegt an der Politik hier etwas zu ändern!

In diesem Sinne

"Bleibt´s spannend!"

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