Kern und die SPÖ: Da stimmt doch was nicht!

ÖSTERREICH/Wien - Was ist mit der SPÖ los? Wollen sich die Roten selbst vernichten? Jeder Funktionär ist doch interessiert, dass er erstens, seine Schäfchen ins Trockene bringt und zweitens, dass er nicht an Macht verliert.

Innerhalb von ein paar Stunden fällt nun dem Herrn Kern nach einem Gespräch mit seiner Famile ein, dass es für ihn so nicht mehr passt und er nach "Europa" wechseln wird. Er ist sich da schon sicher, dass er gewählt wird? Komisch!

Aus dem "Brief" des Herrn Kern – über den man sich nur wundern kann:

Ich habe Politik immer als Möglichkeit und Auftrag verstanden, zu gestalten. Gestalten im Einsatz für diejenigen, die selbst nicht die Möglichkeit dazu haben. Weil sie nicht über genug Einfluss oder Geld oder einfach nur Zeit verfügen. Für diese Menschen sollte die Politik meiner Meinung nach da sein.

Naja, wenn dem wirklich so wäre, dann hätte die SPÖ besser auf das österreichische Volk und die Bedürfnisse eingehen sollen, anstatt gegen die fundierte Kritik des Volkes unter anderem in der Migrationsfrage, anzugehen und jegliche Kritiker als "rechts" zu bezeichnen. Da haben sie sich mit den GrünInnen auf die falsche Seite geschlagen! So ein Pech!

Und es war für mich eine riesige, unbeschreibliche Ehre und ein ganz besonderer Höhepunkt in meinem Leben, Vorsitzender dieser im besten Sinn einzigartigen Partei zu werden. An der Spitze dieser Bewegung zu stehen und diese große, stolze Partei von dieser besonderen Position aus mitzugestalten, wird bis zur letzten Sekunde in diesem Amt eine Herzensangelegenheit für mich sein.

Hier spricht Kern von einer besonderen Ehre und einem Höhepunkt als Vorsitzender in einer "einzigartigen Partei" zu sein und sie mitzugestalten. Wenn ich meine Partei am Volk vorbei gestalte ... wird des wohl nichts mehr werden.

Und von Herzensangelegenheit ist die Rede. Also, wenn es wirklich eine Herzensangelegenheit wäre, dann würde er sich nicht in einer Nacht- und Nebelaktion vom Acker machen! Eigentlich zeigen seine Handlungen genau das Gegenteil, er "sch....." einfach drauf! Denn wenn er mit der Partei keinen Erfolg hat, wenn ihn die Partei nicht zum Star macht, dann doch lieber gar nicht...

Dann kommen ein paar Selbstbeweihräucherungen, was er nicht alles gemacht hat ... auch die erfolglosen Programme wie "Aktion 20.000" sieht er als Erfolg ...

"...und die Renten für MindestpensionistInnen erhöht."

Was man aber nicht wirklich als Erfolg von Herrn Kern verkaufen kann!

"Und zuletzt mit der Festlegung einer Linie in der Integrations- und Migrationsfrage einen Erfolg verbucht, von dem wir als Partei noch lange profitieren werden."

Wo wäre der "Erfolg"? Herr Kurz hat das Migrationsthema in Österreich und Europa im Griff und versucht, illegale Einwanderung zu unterbinden. Wo ist nun der Erfolg von Herrn Kern? Nur vom Reden und Nichthandeln hat sich noch nix verändert! Wenn er Wien damit anspricht, kann ja jeder sehen, wie weit es gekommen ist ... wenn das DER "Erfolg" sein soll, bitte schön!

"Pünktlich nach Fertigstellung des Integrationspapiers und vor dem Parteitag war es für meine Familie und mich nun aber an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Obwohl meine politische Leidenschaft ungebrochen ist, festigte sich in mir der Eindruck, dass es womöglich andere in der SPÖ gibt, die ebenso gut Opposition können wie ich."

Herr Kern hat ein Problem in der Opposition. Wenn andere das nur ebenso gut können wie er.. Mahlzeit?! Der Untergang ist besiegelt! Der Satz müsste heißen, ..., die BESSER Oposition können wie ich!" Denn er kanns nicht!

"Es ist meine tiefe Überzeugung, dass jeder dort stehen und arbeiten soll, wo er dem großen Ganzen und unserem Land am besten dienen kann. Und dieser Ort ist für mich heute, davon bin ich überzeugt, Europa."

Aha, Europa! Da warten sie schon händeringend auf den Herrn Kern, da bin ich sicher (Lachanfall). Wenn er als Kurzzeitbundeskanzler, als Vorsitzender und als Oppositionist versagt, dann brauchen die ihn unbedingt? Anscheinend ist schon alles beschlossen! Er kann am besten dem österreichischen Volk dienen, wenn er irgendwo in die Privatwirtschaft wechselt und ein paar Arbeitsplätze schafft!

"Die Orbans, Salvinis und Straches sind dabei, Feuer an das Haus Europa zu legen. Die Schreckensvision, dass dieser neue Nationalismus zum Zerfall Europas führt, ist leider real."

Natürlich durfte die "Keule" nicht fehlen! Anstatt sich permanent über rechts aufzuregen hätte er doch lieber etwas für die Ärmsten der Österreicher unternommen. Aber auf diese Stimmen ist ja "gesch.....".

DER ERFOLG DER "NATIONALISTEN" IST NUR DEM VERSAGEN DER ANDEREN PARTEIEN GESCHULDET! Wann begreifen Kern und Konsorten das endlich!!!

"Was in den vergangenen Tagen konkret passiert ist, war sicher nicht akzeptabel. Mir selbst wäre ein geordneter Übergang natürlich viel lieber gewesen. Gleichwohl das Geschehene nicht nur in meinem Einflussbereich zu suchen ist, übernehme ich als Parteichef selbstverständlich die Verantwortung dafür."

Warum hatte er es so eilig? Er kann auch Parteichef sein und trotzdem als Kandidat auftreten. Und warum die "Schuld" auf andere schieben? Sehr komisch das ganze. Es hört sich an wie: Ich hätte ja noch gerne gewollt, aber ich durfte nicht mehr!

"Ich darf euch versichern, dass ich nun mit ganzer Energie und größter Leidenschaft dafür kämpfen werde, dass die SPÖ bei der kommenden Europawahl Erster und die Sozialdemokratie in Europa gestärkt wird."

Sozialdemokratie in Europa Erster? Da muss es sich um eine Wahrnehmungsstörung handeln. Noch nie waren die erster und werden es auch die nächsten Jahrzehnte nicht werden. Warum schreibt er etwas, wovon er schon vorher weiß, dass dies unmöglich eintreffen wird?

Fazit

Wenn man sich nun dieses ganze Statement ansieht, tropft es von Selbstbeweihräucherung und von Erfolgen, die nicht von Herrn Kern erreicht wurden. So wie er nicht müde wurde, den Erfolg der ÖBB sich selbst zuzuschreiben, obwohl sich dieser Erfolg auf die vielen Milliarden an staatlichen Zuschüssen begründet, denn Herr Kern wollte die ÖBB sogar privatisieren.

Mir fehlt bei SEINEN Erfolgen nur noch das Thema "12 Stunden arbeiten" für das er eingetreten war und dann dagegen demonstrierte, denn dies ist zweifelsohne SEINE IDEE gewesen, die die blautürkise Regierung dann letztendlich nur umgesetzt hatte.

Komisch bleibt, warum er von einer zur anderen Stunde "freiwillig" geht und die Schuld anderen zuschreibt?

In diesem Sinne

"Bleibt's spannend!"

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