Frauenvolksbegehren 2.0: Begehren ohne Volk

Von Hellboy

Da sind sie wieder aufgetaucht. Von ganz links. Mit einer neuen Marketing-Idee: ein neues Frauenvolksbegehren. Um Frauen geht es dabei natürlich nicht, sondern um eine Ansammlung linksromantischer Forderungen, die die radikale Linke schon lange vor sich her trägt. Warum dann aber ein Volksbegehren "für Frauen"? Ganz einfach: weil man dann jeden, der das nicht uneingeschränkt unterstützt, als frauenfeindlichen Chauvinisten hinstellen kann. Und unbedarfte Frauen, die sich das nicht einmal oberflächlich ansehen, in einen Konflikt Frauen gegen Männer hineintheatern kann.

Als erstes halten die Barmherzigen ntürlich die Hand auf. Sie sammeln per Crowdfunding Geld für die Kampagne, als deren Proponenten sie sich natürlich auch etwas zahlen werden. Als "Aufwandsentschädigung", und somit ist das ganze ohnehin nur sein eigener finazieller Selbstzweck.

Die Forderungen im einzelnen sind

  • Mindestlohn von 1750 Euro
  • Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Wochenstunden
  • bei vollem Lohnausgleich
  • ganzflächige gratis Kinderbetreuung rund um die Uhr
  • verpflichtende Frauenquote
  • vor allem in den Parlaments-Clubs
  • Märchen vom Gender Pay-Gap

Dass es bei uns längst gleichen Lohn für gleiche Arbeit gibt, und die Unterschide beim Lebenseinkommen viele sehr komplizierte Ursachen haben, haben wir inklusive Lösungsvorschlägen hier bereits ausführlich besprochen: http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/der-gender-pay-gap-ist-ein-kinder-gap/

Warum Quotenregelungen nicht funktionieren, und auch die Frauenquote überall wo sie getestet wurde gescheitert ist, haben wir auch schon bis ins Detail analysiert: http://partypiratesat.createaforum.com/tfpostgender/die-frauenquote-ein-irrweg/

Dort haben wir auch erklärt, wesahlb die flächendeckende Kinderbetreuung an der Finanzierung scheitert, vor allem in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten, wo entweder die Kinder unzumutbare Anfahrtswege in die Betreuung hätten, oder sehr viele Betreuer nur wenige Kinder betreuen würden, was erst recht nicht finanzierbar wäre. Natürlich haben wir nicht vergessen zu erwähnen, daß alle wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, daß Kinder die zuhause betreut werden bessere Chancen im Leben haben. Und in Zeiten der zunehmenden Automatisierung ohnehin immer weniger Arbeit für immer mehr Menschen da ist, und es daher sinnvoller wäre, für die Kindererziehungszeiten mehr Geld anzurechnen, statt Leute auf den Arbeitsmarkt zu treiben, die dann ohnehin nur arbeitslos sind. Das interessiert die radikale Linke aber alles nicht, weil Dogmen sind halt faktenresistent, dafür sind es ja Dogmen.

Das mit dem Mindestlohn klingt natürlch super, aber es hat natürlich auch Gründe, warum es den und eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich nicht längst gibt. Die Linken bringen als Beispiel an dem sie ihre Forderungen illustrieren immer den Friseur. Da heißt es dann: "Glaubt ihr, die Leute würden sich nicht mehr die Haare schneiden lassen, wenn der Friseur auf einmal das doppelte kostet?" Daran merkt man, was für wohlstandsverwahrloste Snobs die meisten Linken sind. Die haben mit den Lebensumständen der wirklich armen Bevölkerung absolut nichts mehr zu tun. Ein Friseurbesuch ist reiner Luxus, und der wird bei finanziellen Nöten immer als erstes gestrichen. Die Haare kann man sich auch in der Familie oder im Freundeskreis gegensitig gratis schneiden. Der Friseur wird weniger Kunden haben, und deswegen Personal entlassen, oder ganz zusperren. Die Friseure die überleben werden die sein, zu denen schon heute die Leute gehen, die sowieso nicht aufs Geld achten müssen, und so wird ein professioneller Haarschitt zum absoluten Luxus, den sich nur die Reichsten leisten können. Friseure stehen hier natürlich nur beispielhaft für zahlreiche Berufe im Dienstleistungsbereich, in denen Frauen überdurchschnittlich beschäftigt sind. Das alles ist für Menschen, die auch nur die geringste Ahnung vom Geschäft und der Wirtschaft haben, völlig banale Logik. Nicht aber für die Kommunisten, die Initiatoren des Volksbegehrens sind, weil das ist ja alles Marktwirtschaft, und deren Abschaffung ist seit jeher ihre eigentliche Absicht.

Das alles hat mit Frauenrechten und Gleichberechtigung natürlich absolut nichts zu tun. Die Versuch der Initiatoren des Volksbegehrens, das irgendwie zu rechtfertigen, sind dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass es über weite Strecken weh tut, das überhaupt nur zu lesen.

Interessant ist die Tatsache, daß sich ausgerechnet im Standard ein guter Artikel zu dem Thema findet:

  • höherer Mindestlohn = Arbeitsplatzvernichtung
  • gegen Gender Pay-Gap gibt es wirksamere Mittel
  • weniger Wochenstunden = höhere Personalkosten

In den Kommentaren entlädt sich natürlich der spontane Volkszorn der bezahlten Systemtrolle, mit den selben alten Unterstellungen gegen und Anfeindungen von Frauen wie der Autorin des Artikels, die zwar erfolgreich und klug sind, und deshalb eigentlich ein Vorbild für alle Frauen sein könnten, aber die halt nicht ideologisch gleichgeschaltet, und somit natürlicher Feind der linken Spackeria sind. Damit führen sie natürlich selber den Beweis, daß es bei diesem ganzen Aufgebot nicht um Frauenrechte und Gleischstellung, sondern ausschließlich um ideologische Indoktrination und Gleichschaltung geht. Umso trauriger ist es, daß sich offenbar aus einem absurden Chorgeist der Frauen untereinander heraus sogar ÖVP-Frauenchefin mit dem ominösen Namen Schittenhelm dazu verstiegen hat, diese Ansammlung linkspopulistischer Unsäglichkeien zu unterstützen. Das ist genau das, was die Initiatoren bezwecken: Frauen die zu dumm sind, ihre Absichten zu hinterfragen und zu erkennen, zu Unterstützern ihrer realitätsfernen und linksromantischen Agenda zu machen. Dass es daran liegt, daß die ÖVP jetzt generell eine linksradikale Agenda vertritt, ist extrem unwahrscheinlich. Bei der frauenpolitischen Sprecherin der Neos wurde es von den Organisatoren nach der Präsentation des Volksbegehrens auf Twitter so dargestellt, als würde sie das auch unterstützen, aber die hat sich das nur angehört. Dann hat sie sich über die Inhalte sehr kritisch geäußert, wie hier zwei Postings weiter nachzulesen ist, das haben sie zunächst "vergessen" zu erwähnen. Mittlerweile beschimpfen die mit dem Frauenbegehren die Frauensprecherin dafür, daß sie den Blödsinn kritisiert. Politische Redlichkeit sieht auch hier anders aus.

Man kann nur dazu aufrufen, das Hirn einzuschalten, und nicht reflexartig "ich bin dabei, ist ja für die armen unterdrückten Frauen, die sich sonst nicht helfen können" zu schreien. Frauen sind bei uns den Männern gesetzlich absolut gleichgestellt, und es gibt zahlreiche Gestze und Regulierungen, die Diskriminierung und Ungleichbehandlung unter Strafe stellen, und Frauen die dem ausgestzt waren Hilfe garantieren. Einige davon wurden seit dem letzten Frauenvolksbegehren erlassen, und damit ist auch die vorrangige Behauptung des Volksbegehrens, es wäre notwendig, weil sich seit dem letzten Frauenvolksbegehren in Sachen Gleichstellug der Frauen nix getan habe, ad absurdum geführt.

Fazit: das ganze ist nur eine groß angelgte Spenden-Keilerei und Gleichschalterei des ideenlosen "Marxismus-Feminismus"-Zirkel. Ein weiterer peinlicher, weil offensichtlicher, Propaganda-Rohrkrepierer der European Left.

Kommentare sind abgedreht, weil es nicht der Artikel des Konto-Inhabers ist. Einwände an Hellboys Twitter spammen: http://twitter.com/hellboyvienna .

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bernhard.buchariensis

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KlausBärbel

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