Zuerst hörte man ,dass es für das Jahr 2016 bisher 22.000 Asylanträge gibt. Heute siehe da, hört man im ORF, dass es auf einmal doch nur 11.000 Asylanträge wären. Die Differenz erklärt sich angeblich daraus, dass viele Flüchtlinge aus einem sicheren Drittstaat wie Ungarn kommen und dorthin zurücküberstellt werden können. Ebenfalls abgezogen dürften Fälle von Familiennachzug und die "nachgeborenen" Kinder werden – also jene Kinder, die erst nach dem Asylantrag der Eltern geboren werden. (Quelle:Kleine Zeitung 31.05.2016)

Sogar Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil wunderte sich über die Zahlen und meinte, er sei eigentlich davon ausgegangen, dass die Zahlen korrekt gewesen seien.

Es geht um Transparenz und um Aufklärung, die Bürger sollen nicht belogen werden. Und dann das? Wie denn, wann dann? Was können wir noch glauben? Das alles nur, damit wir nicht in Panik verfallen?

60.000 Flüchtlinge warten im Moment in Österreich auf ihren positiven Bescheid. Der von der Regierung ausgegebene Richtwert von höchstens 37.000 Asylanträgen für dieses Jahr ist zwar noch nicht erreicht, weil Flüchtlinge aus sicheren Drittstaten zurückgewiesen werden. Dennoch starten die Vorbereitungen für die Notverordnung.

Wer kennt sich da noch aus?

Was ist, wenn die Drittstaaten die Flüchtlinge nicht zurücknehmen? Na ja, dann bleiben sie bei uns, und weiter werden immer mehr Menschen aufgenommen.

Verständlich, dass manche jetzt nachfragen: Wie wird das in der Zukunft wirklich gerechnet mit der Obergrenze?

Oder kann man jetzt sagen, eine Obergrenze ist sowieso sinnlos, angesichts der Flüchtlingsströme, die bald zu uns unterwegs sein werden?

Ich weiß schon: Für viele ist eine Flüchtlings-Obergrenze sowieso ein Humbug. Wie soll man das kontrollieren und in der Praxis umsetzen können. Wird dann an den Grenzen geschossen?

Einiges ist übertrieben, einiges aber auch wirklich nicht machbar für einen kleinen Staat wie Österreich.

Ohne irgendwelche Vorkehrungen an den Grenzen, ohne einer sinnvollen, ehrlichen Flüchtlingspolitik, werden wir als Staat scheitern.

Dazu gehören einfach ehrliche Zahlen, was Flüchtlinge betrifft, und auch, was die Kosten betrifft.

Weiter schummeln, nur um die Bürger ruhig zu halten, das könnte bald einen fürchterlichen Sturm im Land auslösen. Das Thema ist zu sensibel, damit sollte man nicht spielen.

22.000 oder 11.000 Asylanträge im heurigen Jahr- das ist schon ein Unterschied. Auch wenn man diese Zahlen jetzt unterteilt, am Ende wird die Rechnung für uns nicht aufgehen.

Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass wieder geschummelt wurde, dass man uns Bürgern schon wieder Sand in die Augen streut...

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