Manchmal ist da eine Sehnsucht nach gewissen alten Werten. Vielleicht hat auch Weihnachten etwas damit zu tun. Dieses sich erinnern, an die Kindheit, an Familie, an Gerüche, an Bräuche, an Gegebenheiten, die heute unwichtig geworden sind.

pixapay pixapay

Es sind gar nicht so wenige Menschen, die das Gefühl haben, dass da etwas verloren gegangen ist, etwas, das auch uns einmal heilig war.

Das Bemerkenswerte, das Einfache, das Stille. Es fehlt vielen dieser Ort, um einmal ankommen und sich fallen lassen zu können. Vieles ist so anders geworden.

Da waren mal Werte, die gelebt wurden, da war Wertschätzung und Anerkennung. Vielleicht ist es genau das, auf das uns Weihnachten wieder hinweist. Das Andere zu sehen, und das scheinbar Unwichtige zu beachten.

Was vergangenen Generationen noch wertvoll war, ist für uns oft wertlos geworden. Es sind oft Kleinigkeiten. Man lebt sie nicht mehr, man kennt Bräuche nicht mehr, sie bedeuten nichts mehr. Es scheint so, als hätten wir einige unserer Wurzeln einfach durchgeschnitten. Viele Menschen sind zu einer gesichtslosen Masse geworden. Das, was aber bleibt, ist diese Sehnsucht, und diese Verlorenheit, die viele überspielen, weil man meint, die Zeiten sind modern geworden. Modern, was immer das auch sein mag, es hat viele Menschen verloren gemacht.

Verloren wie kleine Lichter, die im Wind des Lebens unruhig flackern.

Fast nichts mehr hat noch eine Gültigkeit, da ist keine Verlässlichkeit, kein Ur-Vertrauen. Diese Welt ist der Veränderung unterworfen, so wie auch unerer Leben. Und so hat die Zeit immer schneller zu ticken begonnen. Viele hasten hinterher, und haben auch kein Vertrauen mehr zu sich selbst. Familie, Heimat das sind leere Begriffe geworden.

Das Wort Heimat ist für viele sogar negativ geworden, denn viele sagen es grenzt Andere aus.

Aber da ist auch diese Sehnsucht nach dem Althergebrachten, zumindest bei manchen. Das macht anderen wiederum Angst, denn ein Teil der Vergangenheit ist für viele etwas Dunkles und hat mit Schuld zum tun.

Was dabei aber vergessen wird: Alles, was uns einmal wichtig war, darf nicht mehr gelebt werden. Denn viele glauben, man muss heute ein Weltenbürger sein, Multikulti- und man darf sich nicht mehr einengen lassen von einer Kultur mit dem Begriff "Heimat"

So hat vieles seine Gültigkeit verloren. Doch die innere Sehnsucht danach, die ist geblieben, auch wenn man es noch so verdrängt.

Alles, was uns einmal wichtig war, ist noch immer da, nur wir haben verlernt, es noch zu sehen und zu spüren.

Es sind diese alten Werte, die diese Leere füllen könnten, die viele beherrscht und traurig macht. Man müsste diese Werte nur zulassen.

herbert erregger herbert erregger

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