Man glaubt gar nicht, wie viele Menschen davon betroffen sind, aber mutig und verzweifelt nach dem Prinzip, ein Indianer kennt keinen Schmerz, durchhalten.

Immer wieder treffe ich auf Freunde, Bekannte oder Mitmenschen, die in ihren Herzen fürchterlich leiden. Auch in den Beiträgen von Fisch & Fleisch, finden sich solche verzweifelnden Zeilen. Man ist davon manchmal auch nicht ausgenommen. Niemand ist davor geschützt, diese Krankheit, die sich Liebe und Sehnsucht nennt zu bekommen.

Jetzt wäre es natürlich einfach, wenn es dagegen Tabletten gäbe. Sehnsucht und Liebe, dieses Gefühl kann schön, aber auch grausam sein. Oft erwischt es dich unerwartet, man nimmt es zuerst gar nicht wahr. Doch plötzlich ist alles anders. Man kann nicht schlafen, nicht essen, man quält sich, man ist unsicher und sucht nach der Hoffnung.

Da gibt es so viele verschiedene Beispiele.

Jeder hat da sicher welche zur Hand. Natürlich geht es dabei auch um das Besitzenwollen, um das berühren können, um das finden und begreifen. Sicher sagt man auch, dass wahre Liebe nicht besitzen will, dass man die Sehnsucht befriedigen kann, aber helfen solche Aussagen wirklich weiter?

Manchmal versuche ich mich hineinzuversetzen in dieses Leiden. Meistens geht es um die Liebe zweier Menschen. Es geht um Verlust, um Angst, um dieses nicht verstanden werden.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, das es viele gibt, deren Herzen so vereist sind, dass man einfach nicht mehr an sie herankommt. Sie leben in ihrer eigenen Welt und behaupten, dass sie gar nicht unglücklich sind.

Sie wollen nur in Ruhe gelassen werden. Sie sind einige Male verletzt worden, deshalb verschließen sie sich, bei jeder Annäherung, auch wenn sie noch so gut, so liebevoll und noch so ehrlich gemeint ist. Natürlich, ich persönlich finde das egoistisch, da man wegen einiger weniger, viele andere dafür büßen lässt.

Aber das ist so.

Es gibt genug solcher Gefühlskontrollfreaks, das man sich fragt, ob es wirklich noch sinnvoll ist ehrliche Gefühle zu haben. Da sind dann auch noch so viele Missverständnisse, die aber zu erklären völlig unmöglich sind. Denn alles was man sagt, ist nur ein weiterer Versuch dem Verschlossenen weh zu tun. Da läuft man gegen eisige Wände.

Ich finde es immer schade, wenn durch Missverständnisse, durch das sprachlich nicht verstanden werden, dann so viel Leid passiert.

Manchmal ist es dann besser aufzugeben, einfach loszulassen, sonst geht man dabei selbst zugrunde. Jeder hat eine andere Auffassung von Glück, von Liebe, vom Leben.

Was für den einen Poesie ist, ist für den anderen Humbug. Wer von der wahren Liebe spricht, ist ein Träumer, wer vom Herzen und von der Seele spricht, wird nicht verstanden, von einem Menschen, der nur seinen äußerlichen Körper liebt. Eigennutz und Egoismus wird oft als Liebe erklärt.

Das mit der Sehnsucht verhält sich aber anders. Sehnsucht, kann man auch nach einem Ort, nach einem Gefühl, nach der Vergangenheit, aber natürlich nach einen Menschen haben. Aber die Sehnsucht hält uns wach, gibt dem Alltag etwas besonderes. Sehnsucht treibt uns vorwärts, etwas zu tun, etwas zu verändern, etwas schönes zu finden. Sicher kann man unter der Sehnsucht auch leiden.

Aber wenn ich die Sehnsucht nicht kenne, wie soll ich dann das Glück finden?

Man könnte viele Bücher darüber schreiben, über die Sehnsucht und über die Liebe. Wurde auch schon gemacht, aber es sind Themen, die uns immer wieder berühren.

Schön wenn man in solchen Stunden einen Freund an seiner Seite hat. Man könnte einen ganzen Ozean füllen, mit den Tränen über diese Gefühle. Viele Jahre später, fragt man sich dann, nach dem „Warum“.

Warum war man damals so naiv, so blöd, so einfältig, so traurig, so blind, so sehnsüchtig und verliebt?

Naja, wer das beantworten kann, steht über diesen Dingen. Es lebe die Liebe und die Sehnsucht, denn sie macht uns menschlich.

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Petra Freifrau vom Frankenwald

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