„Krieg ist einfach geil.“

Diesen Blog habe ich vor kurzen geschrieben. Dabei ging es um die Air Power in Zeltweg, und um Fluggeräte mit der neuesten Technik, die hauptsächlich für den Krieg verwendet werden.

Aber es gibt noch viel mächtigere Waffen, das Wort und die Sprache.

Damit beginnt eigentlich ein Krieg.

Nicht umsonst schleudert man jemandem die Antwort in das Gesicht, man vernichtet ihn sprichwörtlich, man beleidigt, man sagt was man denkt.

Wörter sind mächtige Waffen - sie können heilen, aber auch töten.

Gesprochene oder geschriebene Wörter, ganz egal, in welcher Sprache.

Auch im Internet, in den sozialen Netzwerken, so auch auf der Meinungsplattform F&F.

Ich persönlich nehme mich da nicht aus, ich verwende Wörter, um geliebt oder gehasst zu werden.

Wer lange genug schreibt, weiß auch, wie gut das funktionieren kann. Im Internet noch einfacher, noch leichter, da ist niemand, dem man in die Augen sehen muss.

Da kann man verletzen, man kann beleidigen, man kann sogar jemanden in die Verzweiflung treiben.

Wörter können aber auch liebevoll sein, sie können schmeicheln, dich liebkosen, dich verwandeln, dich auf Wolken tragen, dich verzaubern, deine Sinne verwirren, deine Gefühle in Wallungen bringen, dich aggressiv machen, aber auch innerlich beruhigen.

Wörter können Selbstvertrauen geben, dich aufrichten, Mut machen.

Sie können dich aber auch in die Hölle schicken.

Kein Wort ist nur achtlos dahingesagt, oder geschrieben.

Wörter zu formulieren, zu sprechen, zu schreiben, zu lesen und zu antworten, macht unsere Gefühle bildhaft.

Man kann damit einen Krieg beginnen oder wir können damit auch Frieden schließen.

Wer schon länger auf der Plattform F&F schreibt, konnte das bewusst mit verfolgen, wie sich die Sprache, das Wort das man verwendet, verändert hat.

Da wird wörtlich geschossen, da wird für blöd erklärt, da wird beleidigt und verurteilt.

Die Sprache verwandelt sich, wie das reale Geschehen um uns.

Zorn, Hass, Arroganz, Überheblichkeit, gescheit und dumm bewerfen sich mit Wörtern.

Was bleibt ist, wie in der Realität,verbrannte Erde.

Man meldet, denunziert und löscht den Anderen, den man gar nicht wirklich kennt.

So einfach funktioniert das heute.

Und dann fühlt man sich gut und überlegen dabei und steigert damit das eigene Selbstwertgefühl.

„Am Anfang war das Wort“, und es war gut.

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Margaretha G

Margaretha G bewertete diesen Eintrag 07.09.2016 19:00:13

pirandello

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