Die romantisierte Tragödie und die knallharte Realität.

Man kann sagen, so ticken viele Menschen. Man unterlegt eine Tragödie mit Musik und einer Liebesgeschichte, und schon fließen die Tränen. Das ist dann die Welt vieler sogenannter Gutmenschen. Nur nicht die Welt für die, die die Realität sehen wollen.

Dazu gibt es zwei Beispiele.

Man nehme Hollywood und mache daraus einen Film.

Beispiel EINS: Das Schiff die "Titanic".

Kaum eine Schiffskatastrophe hat die Menschen so erschüttert, die Herzen so bewegt, wie der Untergang der Titanic. Es war in der Nacht zum 15. April 1912, als der Luxusdampfer, der als unsinkbar galt, in den eisigen Tiefen des Meeres versank.

Am Ende waren es etwa 1.517 Opfer, die der Zusammenstoß mit dem Eisberg gefordert hatte. Tatsächlich waren vor allem Frauen und Kinder sowie Passagiere der ersten Klasse gerettet worden. Insgesamt überlebten rund 700 Menschen die Katastrophe.

Man betone noch mal:

Tatsächlich waren vor allem Frauen und Kinder sowie Passagiere der ersten Klasse gerettet worden.

DAS IST WAHRES HELDENTUM UND WAHRE GERECHTIGKEIT UND REALITÄT.

WURSCHT- Hauptsache es diente der Sache, und dem Profit.

Hollywood machte daraus, verpackt in eine Liebesgeschichte, und mit cooler Musik unterlegt, ein taugliches rosarotes Drama für die Tränendrüsen der halben Menschheit. Da können sie so richtig mitweinen die Menschen mit Herz. Da zeigt sich wahres Heldentum, eingefärbt in eine riesige rosarote Wolke.

Beispiel Zwei.

Die tragische Versenkung des SCHIFFES "Wilhelm Gustloff"

Sie kennen dieses Schiff nicht, nie gehört????

Kurz nach 21 Uhr am 30. Januar 1945, rund 60 Kilometer vor der Pommerschen Küste. Der sowjetische Kommandant Alexander Marinesko nimmt in seinem U-Boot "S-13" einen gewaltigen Truppentransporter durch sein Periskop ins Fadenkreuz. Er hält das abgeblendet und in Begleitung des Torpedoboots "T-36" fahrende Schiff für ein Kriegsschiff. Um 21.15 Uhr schießt Marinesko einen Torpedofächer auf die "Gustloff" ab. Schon der erste Torpedo trifft und reißt das Vorschiff backbord auf. Sofort bekommt das Schiff acht Grad Schlagseite. Der zweite explodiert im Schwimmbad des Schiffs.

An Bord des Schiffs sind über 10.000 Menschen, überwiegend Frauen und Kinder. Nur einige Hundert Passagiere sind Soldaten.

Die Flüchtlinge auf den unteren Decks des hoffnungslos überfüllten Dampfers haben keine Chance. Über 10.000 Menschen versuchen sich gleichzeitig zu retten. Viele werden auf den Gängen zu Tode getrampelt. Die Masse schiebt, drückt und boxt sich nach oben. Dort ist das Deck bereits vollkommen überfüllt und der Kampf um die viel zu wenigen Rettungsboote voll entbrannt. Die Boote sind vereist und können nicht zu Wasser gelassen werden.

Rund 1.200 Menschen können beim größten Schiffsunglück aller Zeiten gerettet werden, doch mehr als 9.000 finden den Tod - sechsmal so viele wie beim Untergang der "Titanic".

Keine Liebesgeschichte, keine schöne Hintergrundmusik- einfach grauslich.

So hat man dieses Schiff und seine über 9000 Toten eher vergessen.

Kein Hollywood, keine rosaroten Wolken, kein Weinen und Klagen.

Und genauso ist es auch Heute.

Viele Menschen verdrängen die Realität, und erschaffen sich ihre Eigene. Ein Taka-Tuka-Land sozusagen.

Was sich aber geändert hat: Jene wollen allen anderen, die sehr wohl die Realität sehen und leben, das Leben neu erklären.

Multikulti à la Hollywood, unterlegt mit schöner Begleitmusik.

Das dritte Schiff in diesem Artikel ist Europa- nicht das Kreuzfahrtsschiff, sondern das Land – die gesamte EU. Wenn die EU absauft, weil viele die EU wie die Titanic für unsinkbar halten, in ihrer Arroganz und verträumten rosaroten Multikultidenkweise, dann wird es nichts nützen, danach darüber zu weinen.

So tickten die sogenannten Gutmenschen, jene Menschen, die bei dem Film Titanic weinen, aber die Geschichte der "Wilhelm Gustloff" nicht einmal lesen, geschweige denn darüber nachdenken. Jene, die nicht bemerken, dass der Nachbar in seiner Wohnung gestorben ist, sich aber sehr wohl mit ganz Afrika verbrüdern wollen. Ja, so ist das mit der "romantisierten" Tragödie und der knallharten Realität.

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