"Für 100.000 Euro bringen sie dich auf den Mount Everest".

In 50 Tagen Vorbereitungszeit oder in 21 Tagen mit Höhendruckvorbereitung schon zu Hause, bringt dich heute eine Outdoor Firma auf den Mount Everest, den höchsten Gipfel dieser Erde.

herbert erregger herbert erregger

2018 - 40 Jahre Jubiläum für Reinhold Messner und Peter Habeler ohne Sauerstoff auf den Everest.

Vor 40 Jahren, am 3. Mai 1978, stand mit Robert Schauer der erste Österreicher auf dem Dach der Welt. Expeditionsleiter und ebenfalls auf dem Gipfel war der Tiroler Wolfgang Nairz.

Ich befinde mich gerade auf dem Berg und Abenteurfilmfestival in Graz, und treffe da diese alten legendären Bergsteiger.

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Sie waren damals im Everest Basislager am Kumbu Eisfall fast die einzige Expedition. Heute, im Mai, 2018 findet man in diesem Basislager mehr als tausend Bergsteiger, die auf einen Gipfelsturm warten.

So hat sich vieles verändert. Geld, Sauerstoff, ein vorbereiteter Klettersteig mit Sherpas, und gutes Wetter, und man steigt auf den Mount Everest. Hatten die Sauertstoffflaschen damals noch ein Gewicht von 8 Kilo, so geht das heute mit 4 Kilo. Auch die Ausrüstung hat sich verbessert.

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So gesehen, ist es nichts Besonderes mehr, auf den höchsten Berg unserer Erde zu steigen. Ich war selbst einige Male dort beim Everest. Der Berg ist immer derselbe. Gewaltig, furchteinflößend, majestätisch .

Von der Nordseite, in Tibet, sah ich den "Tschomolungma" – die Göttin, die Mutter der Erde, wie Einheimische den Everest nennen, das erste Mal.

Auf fast 6.000m Höhe war er für mich zum Greifen nahe, und doch so unendlich weit weg. Es war nicht nur irgendein hoher Berg, er war das Dach unserer Welt.

Im Süden, in Nepal nennen die Einheimischen den Everest „Sagamatha.“

So stehe ich vor dem Everest und schaue, höre meinen Atem, mein Herz klopft in der dünnen Luft, und ich spüre das Leben wie es kommt und geht.

Ich spüre die Würde der Natur und der Schöpfung, und auf einmal weiß ich, was wichtig ist, um wirklich Mensch zu sein. Im Himalaya fühlen sich die Menschen dem Universum näher und sind dabei zufrieden. Sie sehen sich nur als Wanderer auf dieser Welt. Wir Menschen kommen und gehen.

In einem Ticketbüro in Kathmandu lese ich noch auf einem Plakat: "Auf den Gipfeln der Berge wirst du nur soviel Glück finden, wie du mitbringst."

Aber einmal im Leben sollte man über seine eigenen Grenzen hinausgehen. Viele dieser Bergsteiger haben es getan, und es hat ihr Leben für immer geprägt. Glauben Sie mir, ich war selbst dort im Himalaya, Sie werden nur still schauen, und es niemals mehr vergessen.

Gehen Sie einmal an ihre persönliche Grenze, bevor es zu spät dafür ist. Man wird es niemals vergessen.

Es gibt viele Orte, um mit der Seele hinüberzublicken in eine Welt von der wir oft träumen, aber nicht mehr daran glauben, dass es sie wirklich gibt.

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