Man muss es nicht wissen, aber es ist uraltes Wissen.

Am 27. Februar 2017 begrüssen die Tibeter das Jahr 2144, das im Zeichen des Vogels (Hahn) im Element Feuer steht. Das Feuer-Vogel-Jahr verspricht viel Dynamik und Aktivität, denn der Vogel gilt als clever und ist ständig in Bewegung. Das Element Feuer versprüht zudem jede Menge Energie für Kreativität und Lebensfreude und verstärkt die Kraft des Vogels.

Der tibetische Kalender folgt einem 60-Jahre-Zyklus, der sich aus den 5Elementen (Feuer, Wasser, Wind, Erde, Raum) und den 12 Tierzeichen(Maus, Ochse, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Schaf, Affe, Vogel, Hund, Schwein) ergibt.

In der tibetischen Kultur werden zu wichtigen Ereignissen, wie dem Neujahr (tib.: Losar), Gebetsfahnen gehisst. Auch bei uns geniessen diese eine grosse Beliebtheit. Man sieht sie mittlerweile immer öfter an Terrassen oder in Gärten.

Die Gebetsfahnen wiederspiegeln mit den fünf Farben die fünf Elemente Feuer (rot), Wind (weiss), Erde (gelb), Wasser (grün), und Raum (blau). Die aufgedruckten mythischen Symbole verkörpern die vier Himmelsrichtungen und die menschliche Seele im Zentrum.

Alles ist vom Zusammenspiel der fünf Elemente abhängig. Ohne Erde entsteht nichts, das Element gibt allem die Form. Ohne Wasser besteht kein Zusammenhalt und keine Vermehrung. Ohne Feuer (Hitze) gibt es keine Reifung. Ohne Wind gibt es keine Bewegung und ohne Raum keine Ausdehnung.

Die fünf Elemente bilden auch die Grundlage der Traditionellen Tibetischen Medizin (TTM), insbesondere der Anatomie, Pharmakologie, Ernährungslehre, Diagnose sowie der Behandlungsmethoden. Ob Makro- oder Mikrokosmos, alles setzt sich aus diesen fünf Grundkräften zusammen und korrespondiert miteinander. Um die Gesundheit zu wahren und Krankheiten zu heilen strebt die TTM das innere Gleichgewicht der Kräfte im Körper an. Wenn ein Element im Übermass vorhanden ist oder ein Mangel besteht, kommt es zu Beschwerden.

Oft sind die Gebetsfahnen zudem mit Mantras bedruckt. Der Wind trägt diese für das Glück aller Lebewesen in die Welt hinaus. Durch die Vereinigung der Energien stellen die Fahnen das Gleichgewicht der Elemente wieder her. padma.

Dieses alte tibetische Wissen ist nicht die alleinige Wahrheit, aber dieses Wissen wäre ein Weg, um zu sich selbst zu finden, und den Sinn des Lebens etwas besser verstehen zu können.

Niemand sollte jeden Tibeter jetzt als heilig erklären, noch vor jedem Stein aus dem Himalaya in Ehrfurcht niederknien, so wie es viele westliche Heilsucher oft darstellen.

Das ist nur“ ZÜMA“, wie die Tibeter sagen, nur „Schein“, um mehr sein zu wollen.

Es gibt viele Wege, um zu sich selbst zu finden, der tibetische wäre einer davon.

Nicht das Äußerliche ist wichtig, nicht die materiellen Dinge, nicht Titeln und Auszeichnungen.

Wer bist du wirklich, welcher Mensch bist du wirklich, und was machst du aus diesem Wissen.

herbert erregger herbert erregger

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entwirren

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philip.blake

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Petra vom Frankenwald

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