Sommerferien – Schulferien – endlich ist die Schule vorbei.

Viele Schüler sind froh, ihre Lehrer zwei Monate nicht mehr zu sehen, und auch umgekehrt. Alles in Ordnung, alles cool.

Wären da aber nicht diese roten Zahlen im Zeugnis. Sagen wir, die 4 geht ja noch, aber eine 5, das ist schon sehr ungerecht, oder? Aber was machen, Nachhilfe im Sommer? Aber Nachhilfe ist sehr teuer für die Eltern, die oft eh jeden Cent zweimal umdrehen müssen.

Wer ist nun schuld, die Schüler oder die Lehrer? Es sind wahrscheinlich immer die anderen, oder beide, oder niemand?

Im Schnitt gaben steirische Eltern seit den letzten Sommerferien pro Kind 630 Euro für Nachhilfe aus. Rund 15000 SchülerInnen benötigten bezahlte Nachhilfe, die gesamtkosten beliefen sich steiermarkweit auf stolze 9,4 Millionen Euro.

SCHÜLERINNEN WÜRDEN Nachhilfe benötigen, um das alltägliche Lernpensum bewältigen zu können! Das geht aus der Nachhilfestudie der IFES im Auftrag der Arbeiterkammer hervor.

Quelle:AK

Anhand dieser Zahlen fragt man sich unweigerlich, ob die Lehrpersonen mit ruhigem Gewissen in ihren Sommerurlaub gegangen sind?

Fast die Hälfte der betroffenen Eltern gaben an, durch diese Kosten, "sehr stark oder spürbar" belastet zu sein und erwarten seitens der Schulen strukturelle Maßnahmen und Veränderungen, um den viel zu hohen Nachhilfebedarf einzudämmen.

Verbockt ein Mitarbeiter in der Privatwirtschaft die Erfolge des laufenden Jahres in seiner Firma- ist er wahrscheinlich erledigt.

Lehrpersonen gehen neun Wochen in den Sommerurlaub- und das mit einem ruhigem Gewissen. Niemand ist schuld- na ja die Schüler selbst- oder vielleicht doch die LehrerInnen?

Aber was dagegen machen? LehrerInnen arbeiten in einem starren Schulsystem- da ist Eigenverantwortung wenig gefragt.

Nachhilfestunden schon- aber nur gegen Bezahlung. Schüler konzentrieren sich oft sehr auf ihr Handy, auf Party und Spaß, Lernen ist da oft schon eine blöde Sache.

So bleiben die Eltern übrig, die schauen müssen, wie sie ihren Nachwuchs weiter bringen, damit sie später in der freien Wirtschaft überleben können. Den LehrerInnen ist das oft egal, den Schülern oft nicht bewusst.

Die Kosten für Nachhilfe bleiben an den Eltern hängen. Und niemand fühlt sich verantwortlich. Was passiert dann da in den Schulen das ganze Jahr?

Dazu ist ja der Unterricht da, damit die Schüler etwas lernen, das sie am Ende ein erfolgreiches Zeugnis nach Hause bringen können.

Bemerkt man das in den Schulen nicht, wenn Schüler hinterherhinken im Unterricht- und mit schlechten Noten das Jahr abschließen werden?

Komisch, in der Privatwirtschaft brennt der Hut nach kurzer Zeit, wenn sich die Zahlen negativ entwickeln.

Na ja, wer ist jetzt schuld- die Schüler oder die LehrerInnen- oder die Dummheit?

Oder man könnte die kostenlose Nachhilfe in den Sommerferien und Ganztagsschule forcieren.

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Margaretha G

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liberty

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