Warum sollte man über Adolf Hitler nicht lachen können?

Nazi, du, er, sie, es, Nazis.

Sehr schnell sind manche derzeit wieder mit diesem Wort zur Hand.

Da wird sofort diese Zeit von damals, die Zeit der Nazis, heraufbeschworen.

Aber keine Zeit ist wie die andere.

"Braune Brut", solche Wörter hört man schon wieder vielerorts und viele beschwören sprichwörtlich die Geister der Vergangenheit herauf.

Ich persönlich kann über mich selbst und über vieles lachen.

Auch über das was gerade im Land passiert, jene, die sich Gutmenschen nennen und jene die plötzlich jetzt wieder überall Nazis sehen.

Im Zuge einer Reportage habe ich dieses beigefügte Bild von mir gemacht, gekleidet in der mutmaßlichen Uniform Hitlers.

Danach stellte ich es auf Facebook.

Und schon waren sie da, die selbsternannten Nazijäger.

Die Reaktionen darauf waren unglaublich, auch aus dem eigenen Bekanntenkreis, ja sogar aus der eigenen Familie.

„Wie kannst du nur“? Das passt nicht zu dir, das bist doch nicht du, so etwas macht man nicht.

Aber warum sollte und kann man über Hitler nicht lachen?

Einer meiner Idole, nämlich Charlie Chaplin hat es getan, in seinem Film „Der große Diktator“.

In diesem Film verarscht er sprichwörtlich Hitler und die Menschen lachten und lachen darüber.

Auf dem Bild von mir, habe ich die Original-Uniform aus dem Film von Charlie Chaplin angezogen.

Aufgenommen wurde dieses Bild in Vevey am Genfer See, (Schweiz) in dem Haus in dem Charlie Chaplin, dieser großartige Schauspieler, mit seiner Familie gelebt hat.

Über Adolf Hitler lachen, über die Nazis lachen, warum nicht?

Ich kann ja auch über die derzeitigen Gutmenschen im Lande lachen, obwohl die auch dabei sind, unsere Gesellschaft zu spalten.

Jetzt kommt aber das kuriose.

Auf der Uniform von Charlie Chaplin,sind nur zwei X, und keine Hakenkreuze aufgenäht.

Aber komischerweise sahen viele die dieses Bild von mir betrachteten Hakenkreuze ,sahen Hitler und sahen mich.

Was sagt uns das? Viele sehen immer nur das, was sie sehen wollen.

Aber für mich heißt auch, um das Grauen verstehen zu können, muss man auch darüber lachen können.

Charlie Chaplin hat das gemacht und er hat damit viele Menschen zum lachen gebracht, auch wenn diese Zeit die sie erlebt hatten, sehr grausam war.

Auch viele Juden haben wahrscheinlich deshalb überlebt, weil sie über die Nazis innerlich lachen konnten.

Sie haben sich dem Grauen nicht selbstlos hingegeben.

Lachen heilt auch die Seele, also ich finde, lachen wir auch über Hitler.

Was ein Foto auslösen kann, zeigt aber dieses Bild von mir , plötzlich sieht man nicht mehr den Menschen, sondern das was er für viele verkörpert. Einfach nur das Böse in Menschengestalt.

Lachen können, macht jeden irgendwie zu einer Witzfigur. Wer über Hitler lachen kann, macht ihn klein und unwichtig.

Lachen wir wie Charlie Chaplin über ihn, ich kann es und ich kann sogar über mich selbst lachen.

Und ich persönlich finde auch mein Foto witzig, weil ich, wie eines meiner großen Idole, nämlich wie Charlie Chaplin, auch einmal den großen Diktator darstellen konnte.

Ist doch witzig oder, Hitler als die Witzfigur der Geschichte?

Diese Zeit von damals war natürlich alles andere als lustig, dass wissen wir alle.

Aber wird sie dadurch besser, wenn wir uns jetzt noch diesem Grauen hingeben?

Damit machen wir es wieder mächtig, weil wir das Grauen nicht loslassen, sondern immer wieder von neuen heraufbeschwören.

Angst ruft die Geister der Vergangenheit.

Lachen vertreibt sie.

Es heißt ja, nicht ernst nehmen, lachen.

Man könnte sich ja auch fragen, wer war der größere Clown damals?

Vergessen Sie nicht zu lachen, denn lachen heilt auch Wunden in der Seele.

Wir können die Vergangenheit nicht verändern, aber wir könnten in der Zukunft wieder mehr lachen und uns nicht von den Geistern der Vergangenheit beherrschen lassen.

Man sollte immer und überall so viel lachen wie nur möglich, auch wenn man es wie die Gutmenschen macht, die gehen nämlich zum lachen in den Keller.

Aber immerhin.

Man stelle sich einmal eine Welt ohne die Bösen vor, was würden dann die Guten machen? Vielleicht das Böse neu erfinden?

herbert erregger herbert erregger

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