Die Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich will sich mit Hilfe der Nationalratwahl 2017 Aufmerksamkeit verschaffen

Wie auf der neuen Homepage der Atheistischen Religionsgesellschaft in Österreich zu lesen ist, möchte sie mit Hilfe der Nationalratwahl 2017 auf sich aufmerksam machen und den österreichischen Politikern einige Fragen stellen.

Ob es sich bei der Atheistischen Religionsgesellschaft in Österreich überhaupt um eine Religion handelt, sei jedenfalls mal dahin gestellt. Aufmerksamkeit ist bekanntlich Alles, auch für Atheisten, die sich selbst als Mitglieder einer selbst erschaffenen Religion vermarkten wollen.

Bisher sind Atheisten und Atheistinnen generell jedenfalls eher antireligiös und speziell antikirchlich in Erscheinung getreten.

Jedenfalls will die Atheistische Religionsgesellschaft jedenfalls folgende Fragen von den österreichischen Parteien beantwortet wissen:

1. Der Bevölkerungsanteil der Konfessionslosen und der AtheistInnen steigt und die Gesellschaft wird immer vielfältiger. Wie wünschen Sie sich – auch im Sinne eines europäischen Integrationsprozesses – den Umgang von Politik und Gesellschaft mit weltanschaulichen, religiösen und anderen Minoritäten?

2. Die Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich (ARG) strebt die Eintragung als religiöse Bekenntnisgemeinschaft an. Werden Sie es befürworten, dass dieses Verfahren von Seiten des dafür zuständigen Kultusamts mit einem hohen Ausmaß an behördlicher Transparenz durchgeführt wird?

3. Würden Sie in staatlichen und öffentlichen Stellen, in denen bereits andere Religionsgemeinschaften seelsorgerisch tätig sind (z.B. im Bundesheer, bei der Polizei, in öffentlichen Krankenhäusern, …), auch eine Atheistische/Humanistische Seelsorge zulassen, sofern die Kriterien dafür erfüllt sind?

4. Wie denken Sie über den Wunsch nach einem einheitlichen staatlichen Religionsrecht für alle Religionsgemeinschaften nach möglichst gut begründeten, allgemeinen und einheitlichen Kriterien?

5. Wie denken Sie über die derzeitigen Sonderstellungen von Religionsgemeinschaften im staatlichen Recht, etwa im Kindergarten- und Schulrecht?

6. Wie denken Sie über den Wunsch nach einer Beendigung der Ungleichbehandlung von religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen im staatlichen Recht, etwa im Hinblick auf die Ungleichbehandlung von konfessionellen und nichtkonfessionellen Privatschulen?

7. Vervollständigen Sie bitte diesen Satz: Die [Namen der wahlwerbenden Partei/Liste einsetzen] ist eine gute Wahl für AtheistInnen und säkulare HumanistInnen, weil …

Quelle: https://atheistisch.at/2017/09/04/fragen-an-die-spitzenkandidatinnen-der-nationalratswahl-2017/

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