Wenn die Rede davon ist, dass Bob Dylan zu seinen Wurzeln zurückkehrt, dokumentiert dies das Album „Good As I Been To You“ am deutlichsten. Dylan scheint an einem Punkt angelangt zu sein, wo ihm die modernisierte Fassung alter Songs wichtiger erscheint als die Kreation neuer Songs.

Dylan gibt sich auf den dreizehn irischen und amerikanischen Folk-, Blues- und Countrysongs pur, eingespielt nur mit seiner wieder klarer klingenden Stimme, akustischer Gitarre und Mundharmonika.

Dylan bleibt sich und seinen Favoriten treu. Er singt, wenn auch nicht mit selbst formulierten Worten, über Aussteiger und Underdogs, die nicht anders können, als gegen den Strom zu schwimmen. Das Album versprüht seinen größten Charme, wenn Dylan ihn mit belegter Stimme vermittelt.

Christof Graf

Verknüpft durch den rauen, strapazierten Charakter der Stimme und den Fatalismus der auf der Gitarre gefundenen Melodien lösen sich die einzelnen Songs zu einer einzigen Story auf: Zu Variationen jener Geschichte argloser Menschen, die zu einer beschwerlichen Reise ins Unbekannte aufbrechen, und von den fürchterlichen Enttäuschungen, die sie erleben, wenn sie am Ziel ihrer Reise angelangt sind.

Greil Marcus

Erscheinungsdatum: 2. November 1992

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