Solche Songs wird es nicht noch mal geben. Und heute schon gar nicht. Das ist Fakt.

Bob Dylan, 1993

Die Welt mag schiefgelaufen sein, aber es gibt Zeugen, gab sie schon immer – man muss nur werden sie sie. Mit einer Stimme, deren gespenstische Ortslosigkeit selbst etwas Maskenhaftes hat, verschwindet Dylan hinter den Originalen, die er zugleich heraufbeschwört.

Thomas Gross

Dylan schwelgt im blinden Fatalismus der Musik, in ihrer unbegrenzten Fähigkeit zu Erneuerung angesichts von Verzweiflung und Elend. Die hohlen Attitüden, die seine Stimme geknebelt und seine Sinne abgestumpft hatten, sind beiseite gelegt worden, und an ihre Stelle sind Ernst, ein rabenschwarzer Humor und eine schonungslose Nüchternheit getreten.

Howard Hampton

Das erneute Vermessen einer untergegangenen Welt, die insgeheim stets präsent gewesen war und bloß den richtigen Zeitpunkt abgewartet hatte, einer Welt, die ihre Warnungen vor langer Zeit ausgesprochen und immer ein Wissen davon beinhaltet hatte, welchen Gang die Dinge am Ende nehmen würden. Die Musik handelt von Lust und Niederlage – einer Lust, von der man in diesem Fall nie wusste, wann sie beginnen würde, und einer Niederlage, von der man wusste, dass sie nie enden würde.

Greil Marcus

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