Erinnern wir uns an Utoya?

Vor ziemlich genau zehn Jahren ermordete der Rechtsextremist Andreas Breivik in Norwegen 77 Menschen. Acht Menschen starben bei der Explosion einer Autobombe im Zentrum Oslos. 69 Menschen ermordete Breivik wurden auf der Ferieninsel Utoya. Die Opfer wurden nicht beliebig ausgewählt. Der Anschlag in Oslo richtete sich gegen den sozialdemokratischen Regierungschef Jens Stoltenberg. Das Massaker auf Utoya richtete sich gegen die Teilnehmer eines sozialdemokratischen Ferienlagers. 32 der 77 Ermordeten waren Kinder. Ihre "Schuld": Breivik warf der Sozialdemokratie eine Islamisierung des Landes vor.

Vor der Tat versandte Breivik ein rassistisches Manifest im Umfang von 1.500 Seiten mit neurechten und identitären Positionen. In diesen Kreisen ist Breivik längst Kultfigur. Ein beleibtes Meme von Rechtsextremisten in den sozialen Medien zeigt einen zerkirschen Breivik, und legt ihm die Worte in den Mund: "...und dann war die Munition alle." Verbreitet hat dieses Meme unter anderem ein auf Facebook unter rasch wechselnden Nicknames agierender Mann, dem recht gute Beziehungen zu Küssel, Sellner, aber auch zur FPÖ nachgesagt werden. Der echte Name und die Nicknames der Person sind der Bloggerin bekannt.

10 Jahre nach Utoya sollten wir uns daran erinnern, wer unsere Zivilisation bedroht. Es sind nicht nur Islamisten, die unter der Annahme, ihre Religion sei anderen überlegen, Morde an Unschuldigen rechtfertigen.

Es sidn auch Rechtsextremisten, die unter der Annahme, für ein weißes, autochtones oder islamfreies Europa zu kämpfen, Morde an Unschuldigen rechtfertigen.

Diese beiden Extreme sind sich sehr nahe.

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Dieter Knoflach

Dieter Knoflach bewertete diesen Eintrag 24.07.2021 16:37:44

thomas schweighäuser (ex Gotha)

thomas schweighäuser (ex Gotha) bewertete diesen Eintrag 24.07.2021 14:48:17

berridraun

berridraun bewertete diesen Eintrag 24.07.2021 13:54:55

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