USA: Der Angriff auf die Demokratie geht auch uns etwas an

In der größten Demokratie der Welt marschiert ein durchgeknallter rechtsextremer Mob ins Abgeordentenhaus. Eine Land, dass rund um die Welt militärische Stützpunkte unterhält, schafft es nicht, ein paar Hundert aufgepushte Faschisten aufzuhalten, und das am Tag einer bedeutenden Sitzung, in der die Präsientschaftswahl besiegelt werden soll. Über das Versagen der Sicherheitskräfte in Washington dürfen sich die Amerikaner den Kopf zerbrechen. Über den Angriff auf die Demokratie sollten wir uns alle Gedanken machen.

Bei der politischen Einordnung herumzueiern, bringt nichts. Der Angriff auf die Demokratie ist in erster Linie eine rechte Angelegenheit. Donald Trump hat rechtsextreme Gruppen seit Monaten bei Laune gehalten, sein Lob für die "Proud Boys" und ähnliches Gesocks klingt uns allen noch in den Ohren. (Dass die Demokratie andernorts auch von islamistischer Seite angegriffen wird, sei der Vollständigkeit halber erwähnt. Bei den konkreten Vorfällen in Washington spielt das aber keine Rolle.)

Wir schei... auf das Parlament

Dass mit Donald Trump einer der bislang mächtigsten Männer der Welt einen Angriff auf die Demokratie nicht nur in Kauf nimmt, sondern ihn auch anstachelt und verharmlost, ist ein fatales Zeichen. Selbst in der Videpobotschaft mit dem "Go home" an seine Radaubrüder zündelt Trump. Er hält wie ein Trotzkopf die Mär am kochen, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Er kritisiert mit keinem Wort den Angriff auf das Haus der Demokratie und die Repräsentanten, lediglich mögliche gewaltsame Auseinandersetzungen gegen die Polizei scheinen ihm ein Dorn im Auge. Zwischen den Zeilen lesen wir: "Auf das Parlament 'schei....' wir, aber passt auf, dass den Polizisten nichts passiert dabei."

Wir werden genauer hinsehen müssen

Die Demokratie ist immer ein zartes Pflänzchen, um das man sich zu kümmern hat. Sie ist immer in Gefahr von denen, die mit der Sense kommen und sagen, Hauptsache die Wiese ist schnell gemäht. Machen wir uns nichs vor: Demokratie ist anstrengender und komplizierte als eine autokratische Herrschaft - von der Trump träumt, und das vermutlich nicht alleine. Die Anzahl der Menschen, die sich einen starken Mann wünschen, der unabhängig vom Parlament agieren kann steigt in den westlichen Demokratien stetig. Nicht weil die Menschen böse sind, sondern weil sie überfordert sind von der Komplexität der Welt und dem Diskurs darüber mit Rede und Gegenrede in gewählten Häusern. Was wir im Auge behalten müssen: das sind die rechten Parteien hierzulande die mit Leuten wie Trump liebäugeln. In den Reihen der AfD zum Beispiel frohlockte manchen Franse des rechten Narrensaums zu den Bildern angesichts der Bilder aus Washington.

Warum sind die alle so potthäßlich?

Eines muss ich auch noch loswerden. In bin zwar dagegen, Menschen nach ihrem Äußeren zu bewerten, aber die Häßlichkeit der Kapitolstürmer ist mir dann doch aufgefallen. Männer mit ungepflegten Bärten, schlecht geschminkte uind adipöse Soccer Mums und vor allem Figuren in seltsamer Cosplay-Panier, die aussehen als häte sie zuviel "Herr der Ringe" geguckt und sich nicht zwischen der Garderobe von Elfen und Zwergen entscheiden können.

Ronile/pixabay https://pixabay.com/photos/statue-of-liberty-new-york-statue-267948/

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