Betrunkene sagen die Wahrheit

Man sollte keinen Wodka trinken, wenn man ihn nicht vertragt, Herr Strache. Eine bittere Geschichte, hier ist Galgenhumor angesagt.

Einmal habe ich Wodka getrunken in meinem Leben, und daraufhin die ganze Nacht durch Klavier gespielt. Zweihändig! Bis heute weiß ich nicht, wie ich das geschafft habe. Ohne Noten! Jazz? Auf jeden Fall improvisierte Musik. Die Party, die sich um mich herum abspielte, schien das seltsame Geklimper zumindest nicht zu stören. Danach war ich eifersüchtig auf die Kousine meines Freundes, was genauso ein Blödsinn war. Leider habe ich seit damals kein Klavier mehr angerührt.

Strache wird wohl auch keinen Wodka mehr anrühren in seinem Leben.

Die Millionären-Minderheit

Gerade spielt ein Doris Day Film im Fernsehen. „Du magst mich nicht, weil ich einer Minderheit angehöre. Ich gehöre einer Minderheit an. Der Minderheit der Millionäre“, sagt ein Schauspieler. Die FPÖ mag Minderheiten? Seit wann? Auch Sebastian Kurz meinte, die Evangelischen machen ja eh nur vier Prozent aus, die kann man wählertechnisch vergessen. Die Millionärin Heidi Horten hatte vor kurzem eine wirklich tolle Kunst Ausstellung im Wiener Leopold Museum. Sie hat sicher genug Geld, um auch der FPÖ etwas abzugeben. Sie ist die Erbin der Kaufmannsfamilie Horten. Der Immobilienhändler Benko besitzt inzwischen wirklich die halbe Krone. Benko unterstütze die ÖVP und die FPÖ ganz gerecht beide, sagt Strache auf Ibiza. Wie kann ein Immobilienhändler so reich werden? Das ist auch eine Frage. Benko soll ein Kurz-Freund sein. Was ist mit der ÖVP? Kurz trinkt sicher keinen Wodka, sondern Eierlikör von der Oma (Scherz).

Grusel-Medien

Interessant finde ich, wie stark Strache in dem Russen-Video an die Kronenzeitung glaubt. Die FPÖ würde wählermäßig auf 34 Prozent steigen, wenn doch nur die Krone hinter der FPÖ stünde, die FPÖ pushen würde. Au weh. Als Journalistin tut einem das in der Seele weh, wenn Medien und Kapital dermaßen als Verbindung abgehandelt werden. Andererseits sieht man die ganzen Inserate, die Millionen Euro, die in den Boulevard gehen. Andere Medien, die nicht auf Blut, Tod und Sex setzen, werden vernachlässigt. Quote durch Tote. Wer das nicht macht, die schlimmen Ereignisse im Leben von Menschen auf Grusel und Sensation bearbeitet, ist finanziell draußen. Man fragt sich nur, wer von solchem Grusel profitiert? Sind die Wähler wirklich so mediengläubig?

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robby

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G. Szekatsch

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