Dünne Kriegsknochen und die Fortsetzung kolonialer Wirklichkeiten

Knochen entwickeln sich unterschiedlich - in Friedenszeiten und im Krieg über Jahrzehnte.

Es ist schwierig, wenn westliche Wissenschafter europäische Methoden anwenden, um Menschen aus weit entfernten Kriegsgebieten zu untersuchen. Das erinnert mich schon bissl an den alten Rassensaal im Naturhistorischen Museum. Es gab eine Pyramide. Unten die schwarzen Menschen, dann die "gelben" und ganz obendrauf war ein Blonder mit blauen Augen... Wurde geschlossen. Und auch stark an den Kolonialismus, in dem schrecklich lustvoll alle möglichen Vermessungen an Menschen durchgeführt wurden.

Knöcherne Kriegsfolgen

Übrigens ist es klar, dass Kriege, Hungersnöte etc. die Knochen von Menschen verändern. Es entwickeln sich, bedingt durch die Lebensumstände, nicht alle Knochen gleich.

Die Bosnierinnen hatten nach dem Krieg Gebärmutterkrebs, die halb verhungerten Kriegskinder des Zweiten Weltkrieges im Alter vermehrt Osteoperose.

Tschetschenische Kinder haben oft Knochenkrebs.

Tausende Flüchtlinge werden nach westlichen Knochen und deren Alter eingeschätzt, die natürlich durch die Friedenszeiten und das gute Essen gleichmäßig entwickelt sind.

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rahab

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berridraun

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