Jetzt ist herausgekommen, wer die Kampange gegen Soros ursprünglich gestartet hat.

„Unsere Kampange hat niemanden zum Antisemiten gemacht, der nicht vorher schon einer war“, verteidigte sich Birnbaum vor kurzem in einem amerikanischen Medium. Birnbaum war Berater von Reagan und George Bush senior und er startete mit den Anschuldigungen gegen Soros. Der Nachfahre einer Familie, die genug Verwandte im Holocaust verloren hat, gegen einen, der mit seinem Vater und finanziellen Abenteuern ungarische Juden retten konnte und ebenfalls Familie verlor. „Haltet die Wähler in konstanter Angst“, war laut Medienberichten Birnbaums Ratschlag an Politiker, um traumhafte Stimmengewinne einzufahren. Kommt einem bekannt vor. Warum macht der das? Das ist die starke Energie von Nachfahren von Extrem-Traumatisierten, die sich nicht selten Bahn bricht in Obsessionen und Fixierungen.

Angebliche „Soros Karawane“

Vierzig Millionen kostete die Ungarn die Anti-Soros Kampange. Soros konnte sich nicht wehren. „Je mehr er zurückgeschlagen hätte, desto mehr hätte er ja unsere Behauptung gestützt, er mische sich in die Politik ein“, sagte Birnbaum. Wie fies und boshaft. Birnbaum gilt auch als der Erfinder des israelischen Premiers Netanjahu, einem anderen Extremtraumatisierten, dessen Bruder der einzige war, der bei einem terroristischen Anschlag getötet wurde. Netanjahu verfolgt bis heute wirkliche und angebliche Terroristen und hat den Großteil seiner Politik auf dieses eine Ziel ausgerichtet.

Netanjahu vermittelte dem ungarischen Orban Birnbaum und dessen Chef Finkelstein als Berater. Die machten fröhlich weiter in ihrer politischen Ausnutz-Kampange. Mit schrecklichen Folgen. Propagandisten machen sich, wie auch beim Mord am Danziger Bürgermeister, zumeist nicht klar, was ihre Parolen in den Gehirnen von Menschen "mit Schaden" anrichtet. Soros erhielt eine Briefbombe. Kurze Zeit später tötete ein Mörder in den USA elf jüdische Menschen in einer Synagoge. Der Mörder berief sich auf das Internet und eine angebliche „Soros-Karawane“.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/1013392_Wie-das-Feindbild-Soros-erschaffen-wurde.html?em_cnt_page=2

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