Verlegts den Wiener Gürtel unterirdisch!

Statt teuer einen Tunnel unter das Lobauer Naturschutzgebiet zu bauen und die Nackerten in den Abgasen badengehen zu lassen, könnte man doch die achtspurige Stadtautobahn unterirdisch führen. Die ganzen Anrainer hätten länger zu leben.

Die Lebenserwartung aller Bewohner Wiens, die rund um den Gürtel leben, würde sich drastisch erhöhen, wenn die Stadt Wien den Gürtel - eine achtspurige Stadtautobahn, auf der nonstop Hunderttausende Autos unterwegs sind - unterirdisch verlegen würde. Extrem-Feinstaub, der das Leben verkürzt, ade. Man müsste die Abgase halt nicht direkt wieder in das dicht besiedelte Gebiet mit den günstigen Mieten ableiten, sondern irgendwohin, wo sie schneller aus der Großstadt verweht werden können. Warum müssen denn in einer Millionen-Großstadt einzelne Männer - denn in jedem Auto sitzt nur ein einziger Mann drin - die anderen Menschen dermaßen terrorisieren? Weil rund um den Gürtel eh nur arme Menschen leben, die mit den derzeit notwendigen FFP2-Masken versuchen, den Feinstaub-Schaden zu begrenzen?

Öffnet die unterirdische Führung

Jemand, der in der Wiener Unterwelt Verbot erhielt, weil die Stadt Wien selber die Dritte Mann-Führungen durchführen und die Touristen abcashen wollte, erzählte mir, dass unterirdisch genug Platz wäre, um den Gürtel unterirdisch zu führen. Er hat das selber gesehen. Ich weiß nicht, woran so ein Projekt damals scheiterte. Wahrscheinlich an dem Autowahn dieser Stadt, in der Autofahrer den öffentlichen Raum fast vollständig okkupieren und allen anderen Menschen die Luft abschnüren. Wien ist quasi in den 70er Jahren steckengeblieben, als Autos noch als Statussymbol galten. Es wäre gar nicht schwierig, diese unterirdische Führung zu öffnen, und die Autobahn auf Kosten von Kindern, Frauen und PensionistInnen zu verändern, sagte mir der von der Stadt Wien verfolgte Mann, der mit Klagen eingedeckt wurde.

Wunderschönes FKK-Gebiet

Für Nichtwiener: Die Lobau ist derzeit ein wunderschönes Gebiet, in dem klassischerweise, wenn die Freibäder zusperren, alle weiter in kleinen Naturteichen baden gehen können. Oft ist es auch im Oktober noch warm genug. Viele FKKler lieben es dort. Ich selbst war einmal vor Jahrzehnten dort spazieren und eine Dogge und mein Mischling stöberten die Spechtler hinter den Büschen auf. Die Hunde dachten wohl, die Typen verstecken sich extra für sie.

Wenn in der Lobau das Grundwasser abgegraben wird für den Tunnelbau, will ich gar nicht wissen, wie die Teiche und Bäume in Zukunft aussehen werden. Außerdem: Wie läuft es mit der Entlüftung? Wo kommen die Entlüftungsrohre rauf? Wenn es dort ständig nach Abgasen stinkt, ist die Freude der Großstadtbewohner über die Natur nicht mehr so groß. Schon, dass die Donauinsel entlang die Autobahn so laut zu hören ist, ist mühsam. Bei der Alten Donau muss man auch eine Autobahn überqueren. Wozu so Unmengen von Autos in einer Stadt, in der fast alles locker zu Fuß oder mit der Straßenbahn erreichbar ist?

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