Auf der Höhe der Flüchtlingskriese, als unsere Bundesregierung total die Kontrolle verloren hat, kam Beatrix von Storch auf die glorreiche Idee doch notfalls von der Schusswaffe gebrauch zu machen. Dass von Storch nun von vielem, über das sie spricht, keine Ahnung hat, ist bekannt. Wie sollen ein paar Grenzschützer eine Gruppe von tausend und mehr Flüchtlingen aufhalten? Mit Maschinengewehren auf Unbewaffnete schießen? Von den rechtlichen Konsequenzen, auch Verstößen gegen das Völkerrecht, einmal abgesehen, natürlich eine Schnapsidee. Und natürlich regten sich die Linken darüber auf. Gefährdung von Menschenleben, übrigens auch der eigenen Polizeikräfte, war noch der geringste Vorwurf.

Nun verhält es sich anders, die Sea Watch 3 mit ihrer Kapitätnin Rackete läuft in den Hafen von Lampedusa ein und schießt sich, um bei obiger Bildsprache zu bleiben, den Weg zur Hafenmole frei. So zumindest vermittelt es ein Video, das im Netz kursiert. Nun ist solchen Videos immer mit Misstrauen zu begegnen, denn oft sieht man nicht die ganze Wahrheit. Man erkennt die Sea Watch 3, welche seitlich zur Mole fährt, wo ein kleines Schnellboot der Küstenwache liegt. Die Sea Watch touchiert das Schnellboot, welches daraufhin die Mole verlässt und sozusagen die Flucht nach vorne antritt.

Nun kennen wir natürlich die Vorgeschichte nicht, war die Sea Watch bereits beim Anlegemanöver, während das Schnellboot sich zwischen Mole und Sea Watch legte, wenn ja, wie viel Zeit hatte die Sea Watch zum reagieren und um ein Ausweichmanöver zu starten? Oder war ein eine bewusste Provokation der Sea Watch 3, die mit ihren 650 Bruttoregistertonnen ein solches Küstenschnellboot, dessen Rumpf wesentlich dünner gearbeitet ist (falls er überhaupt aus Metall ist), leicht zerdrücken kann. Auf dem Video sieht man sogar ein Besatzungsmitglied des Polizeibootes, das in Panik auf den Kai springt. Somit also keine so ungefährliche Aktion, die das „Rettungsschiff“ (!) Sea Watch 3 hier durchgeführt hat. Vor allem ist unverständlich, warum Italien sich nicht Garantien von anderen Ländern geben lassen hat, die versprachen die Flüchtlinge aufzunehmen und selbst hier auf einen Show Down zugesteuert hat. Doch die Aktion der Sea Watch 3 entschuldigt das nicht!

Doch anstatt nun erst einmal einen kühlen Kopf zu bewahren, laufen die Knallchargen in beiden politischen Lagern Amok. Ob man das komplette Ignorieren eines Urteils des Menschenrechtsgerichtshofes, die Gefährdung von Menschenleben auf dem Polizeiboot, Sachbeschädigung, überschreiten der staatlichen Autorität in Italien etc. pp. nun einen kriegerischen Akt nennen muss, sei dahingestellt. Doch selbst in Deutschland würden wir hier von Wiederstand gegen Vollstreckungsbeamte reden. Doch auch auf der anderen Seite laufen viele gerade Amok.

Das bisher schlimmste habe ich zu diesem Vorfall gelesen habe waren Dinge wie „das arme Kriegsschiff ging nicht mal unter“, also heititei, alles halb so wild, gefolgt von Triaden über böse weiße Männer, die sogar billigend Tote in Kauf nehmen. Bei allem Entgegenkommen, aber hier hat die „Rettungsorganisation“ billigend zumindest die Gefährdung der Besatzung des Polizeibootes in Kauf genommen. Eine akute Gefahr für die Menschen an Bord der Sea Watch 3 hat zu keiner Zeit bestanden, denn genau dies wurde im Urteil des Menschenrechtsgerichtshofes festgestellt. Unter anderem auch deshalb, weil kranke und schwangere bereits von Bord gelassen und in Lampedusa versorgt wurden. Doch egal, geht es um die eigene Sache spielen solche Fakten keine Rolle. Viele andere Häfen hätte die Sea Watch 3 in kürzester Zeit anlaufen können, doch das wollte Rackete nicht und hat genau auf diesen Show Down hingezielt. Sie verhält sich damit übrigens genauso, wie die bösen weißen Männer, die sie anprangert, sie geht auf Konfliktkurs, egal was es auch kostet. Das Manöver der Sea Watch 3 war beabsichtigt und der Konflikt, egal wie das Schnellboot selbst manövriert hat, von vornherein eingeplant.

Die einzige Frage, die sich hier stellen kann, ist, wie viele Menschenleben kann man in Kauf nehmen, um eine Rettungsaktion durchzuführen. Für Frau Rackete sind es mindestens die 6 Besatzungsmitglieder auf dem Polizeiboot. Wer das verniedlicht mit, das arme kleine Boot ist nicht mal untergegangen, sollte jedenfalls mal über seine Form Humanismus nachdenken, ehe er andere anprangert.

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