Hier wurde ja viel über die Heinsbergstudie geschrieben. Man kann als Virologe sicherlich einiges aus der Studie herausziehen oder den Fragen, die diese Studie aufgeworfen hat, nachgehen. Und Fragen gibt es genug.

Eine der Fragen für mich wäre, warum ist die Ansteckungsrate für Personen, die im gleichen Haushalt leben so gering? Warum liegt sie in 2 Personenhaushalten bei ca. 50%, aber bei Haushalten mit 4 Personen bei 25%? Oder gibt es gar Fehler bei der Datenerfassung, Testung etc.? Weitere Untersuchungen werden hier sicher Klarheit bringen. Auch das jeder 5. Infizierte keine Symptome zeigt, ist für die Wissenschaft interessant. So wird hier das Virus verbreitet, ohne dass der Betreffende etwas merkt.

Doch hat diese Studie auch einige gravierende Schwächen, so z. B. die vielzitierte Sterberate. Kurz zusammengefasst kann man sagen, die in der Studie angegebene Sterberate ist Quatsch. Zum einen wissen wir anhand der Übermortalität in stark betroffenen Gebieten, dass es eine erhöhte Dunkelziffer gibt. Doch selbst wenn dies nicht der Fall ist, bei einer so kleinen Zahl von Toten, kann eine Veränderungen von ein bis zwei Toten, die Sterberate komplett verändern. Und solche Abweichungen gibt es immer wieder in der Statistik.

Klar, diese Aussage treffe ich nur, weil ich ein Idiot bin, ein systemhöriger Knecht! Leider befinde ich mich hier in Einklang mit dem Statistikprofessor Matthias Schmid, der folgendes aussagt:

„Bezüglich einer Hochrechnung auf Deutschland müssten zusätzliche statistische Unsicherheiten auch im Zähler der IFR-Schätzung berücksichtigt werden. Dies war einer der Gründe für die Beschränkung auf lediglich eine kurze theoretische Beispiel-Hochrechnung in der Diskussion des Papers.“

Matthias Schmid ist übrigens auch so ein Systemknecht, der die Wahrheit nicht sehen will! Ups, er ist der an der Studie beteiligte Statistiker? Dieses Arschloch fällt Streeck in den Rücken! Und ehe jemand kommt mit, Schmid spricht von der Gesamterkrankung und nicht der Mortalität. Diese errechnet man anhand der Anzahl der Toten.

Doch auch der Systemknecht Streeck sagt zu dieser Zahl: „Das muss man natürlich immer ein bisschen mit Vorsicht genießen, es ist eine Schätzung“. Wir hatten es ja bereits, Statistik is a Bitch, who will never ever…

Aber jut, zurück zur Studie. Nimmt man jetzt hier die Korrekturen vor, so kann man folgende Aussagen abgeben:

„Die Dunkelziffer lässt sich damit durch die Heinsberg-Studie nicht präziser schätzen, als das schon mit bisherigen Studienergebnissen möglich war. Das Robert Koch-Institut (RKI) beispielsweise verweist seit mehreren Wochen bereits auf zwei Studien, die zur Dunkelziffer zu sehr unterschiedlichen Erkenntnissen kommen.“

Ich erspare mir, hier auf die anderen Kritikpunkte der Studie einzugehen. Denn in dieser Zeit, in der ein Virus neu ist, alle Forscher unter Druck stehen, werden viele Fehler gemacht. Und die Kritik der Wissenschaftskollegen hilft allen Forschern ihre Ergebnisse zu verbessern. Und daran sind gute Wissenschaftler interessiert. Die Ergebnisse solcher Studien als Absolut nehmen, und über solche Zahlen streiten, das tun nur dumme Trolle im Internet…

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Claudia56

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