Vom klimaschlafwandeln und anderen Wissenschaften

„Adipositas: Hohe Relevanz für Krebs“ titelte das deutsche Ärzteblatt 2015 und schreibt weiter „Im Rahmen der Kongresse der europäischen und amerikanischen Krebsgesellschaften (ESMO und ASCO) wird die Adipositas sogar als „das neue Rauchen“ bezeichnet und könnte bald an der Spitze der vermeidbaren Krebsrisikofaktoren stehen.“ Die Frage, die sich stellt und durch Begleitstudien sicherlich untersucht wird, kommt der Krebs durch das Übergewicht, oder z. B. durch die mit dem Übergewicht einhergehende ungesunde Ernährung?

Trotzdem gibt es im linken Spektrum eine Fetshamingbewegung, die solche Studien nicht zur Kenntnis nimmt, denn es gibt ja „diverse“ Studien, die das Gegenteil belegen. Solche Studien werden immer dann herangezogen, wenn es darum geht, Dicksein als normal zu verkaufen, übrigens meist von dünnen Menschen. Das soll nun nicht heissen, dass man Dicke beleiden darf, jeder soll leben wie er will. Doch ganz so locker ist Dicksein nun leider nicht.

Das Problem am Setup dieser Studien ist oftmals, sie nehmen Gewicht zum Zeitpunkt des Todes. Das bedeutet, ist ein Mensch mit Übergewicht an Krebs erkrankt, so nimmt er im Laufe der Krankheit ab. Zwar ist die Todesursache dann Krebs, das Gewicht evtl. aufgrund der Krankheit und der Therapien stark gesunken, aber das Gewicht zum Todeszeitpunkt ist nicht mehr übergewichtig. Genauso kann man hier andere Risikofaktoren, wie z. B. Rauchen, außer Acht lassen und so Faktoren die gesundheitsschädlich sind, aber auch dazu führen eher weniger Gewicht zu haben, nicht zu berücksichtigen. Das Ergebnis ist eine schöne Quatschstudie, die dann von der Lebensmittellobby großzügig verteilt wird.

Ebenso wie heute unbestritten ist, dass Rauchen gesundheitsgefährdend und die Studienlage hierzu eindeutig ist, gibt es trotzdem Volhonks mit Doktortitel, die das Gegenteil behaupten. Genauso wie es in den 90er Jahren Studien gab, die behauptet haben, Rauchen sei nicht ungesund. Auftraggeber meist Lobbyverbände der Tabakindustrie. Irgendwo findet sich immer ein „Wissenschaftler“ der bereit ist irgendeinen Mist für Cash zu verbreiten. Das Ziel immer das Gleiche, Verwirrung stiften. Meist im Auftrag von Lobbygruppen wie Zigarettenherstellern, Nahrungsmittelherstellern, der Kohleindustrie etc.

Sehen wir uns mal das große Greta Thunberg Gestreite hier an und gehen mal in die Details zum Klima rein und nehmen diesen Blog.

Dort wird uns dann eine Gruppe von 12 Wissenschaftlern präsentiert, die nicht an den Klimawandel glauben. Auf dem Schaubild gibt es z. B. Bob Carter, der für das “Institute of Public Affairs” in Australien arbeitet, das nichts weiter als ein privater Think Tank ist. Geldgeber dieses Institutes sind z. B. Hancock Prospekting, die sich z. B. irgendwas mit Mining und Agriculture machen, also Mienen und Landwirtschaft und somit zur Kohlelobby zählen. Die Argumentation von Carter bezieht sich darauf, dass der Klimawandel in den acht Jahren nach 1998 nicht fortgeschritten ist, was sich als Quatsch erwiesen hat. Obwohl seine Aussage wiederlegt ist, muss er in dieses Schaubild rein, weil es ja so viele gibt, die super Argumente gegen einen (menschlich beeinflussten) Klimawandel haben.

Der nächste auf der Liste ist Dyson Freeman, Mathematiker und theoretischer Physiker. Also irgendwie durch Studium ein ausgewiesener Klimaexperte. Dyson glaubt übrigens an den menschengemachten Klimawandel (haben wer nicht gewusst wa?). Er tut das was viele Wissenschaftler machen, er übt Kritik, was nun ganz normal ist. Ein wissenschaftlicher Grundsatz lautet, es wird solange gestritten bis Konsens erzielt wird. Freeman glaubt, die vorgelegten Modelle treffen nicht zu. Eine ausgewiesene Arbeit zu seiner Kritik sucht man vergebens. Er findet auch, das Modell unseres Klimas sei zu komplex, aber er hat verstanden, dass eine Erwärmung keine Probleme bereitet.

Der nächste auf dem Schaubild ist John Christy, ein ausgebildeter Klimatologe. Auch dieser bestreitet NICHT das es einen Klimawandel gibt, sondern auch er zeigt nur auf, dass die angegebenen Modelle seiner Meinung nach zu hoher Werte angeben. Ganz interessant ist hierbei, dass Christy nicht den Temperaturanstieg als solchen bestreitet, er sieht darin nur keine Bedrohung für die Menschheit. Noch interessanter ist, er führte für die Centre Daily Times 2014 aus, dass „die Komplexität des Klimas nur unzureichend verstanden sei“, ups hatten wer schon. Und dank dieses sehr komplexen, von uns nicht verstandenen Zusammenhänge, die unser Klima beeinflussen, hat Christy in der Forschung festgestellt, dass er die Modelle der Kollegen nicht bestätigen kann. Alles zu komplex, um es zu verstehen, aber es passiert schon nichts, das habe ich simuliert! Ährlich und versprochen Alter!

Nun könnte man durch die Liste gehen und so jeden der dort aufgeführten Wissenschaftler (oder auch Nichtwissenschaftler wie Carter) hier genauer untersuchen. Unter anderem taucht z.B. auch der Nobelpreisträger in Physik Ivar Giaever auf. Dieser sprach anstatt über sein Forschungsgebiet in Lindau auf einem Treffen von Nobelpreisträgern lieber über Temperaturanstig. Eine Aussage von ihm ist:

"Globale Erwärmung ist eine Pseudowissenschaft … von 1880 bis 2013 stieg die Temperatur von ca. 288K (Kelvin) auf 288,8K (0,3%) [...] die Temperatur bleibt erstaunlich beständig"

Was nun interessant ist, damit steht Giaever nun diamental gegen alle vorherigen Wissenschaftler, von denen zwei den Temperaturanstieg nicht leugnen, und einer sagt, dass es seit 1998 der Klimawandel nicht fortgeschritten ist. Womit man nun sagen kann, unter den Wissenschaftlern die von Klimaleugnern als Referenz herangezogen werden, gibt es nicht einmal einen Grundkonsens.

Doch zurück zu unserem Nobelpreisträger (wir erinnern uns, es gab in Deutschland mal Nobelpreisträger die arische Physik einführten), der hier in Kelvin (K) rechnet. Somit ist seine Aussage, die Temperatur ist von durchschnittlich 14,85 Grad C (=288 K) auf 15,65 Grad C (=288,8 K) gestiegen etwas verdunkelt. Die Temperatursteigerung ist also 0,8 Grad, egal ob in Kelvin oder Celsius.

Das 2 Grad Ziel, auf das die Friday for Future Demos anspielen, beinhaltet, das bis 2100 die globale Erwärmung seit der Industrialisierung (also diese 1880 eben unter 2 Grad zu halten. Ich finde es da spannend, wenn ein Physiker hier Zahlen rannimmt, und behauptet das 0,8 Grad ein sehr stabiler wert sind, da es ja nur 0,3% seien. Nun mal für alle Antimathegenies unter uns, Kelvin ist im Prinzip nichts weiter wie Grad Celsius, nur dass alle Werte um 273,15 verschoben sind. Somit ist der Nullpunkt von Grad Celsius bei 273,15 Grad Kelvin. Durch diesen höheren Basiswert erreiche ich einen statistischen Wert von 0,3%. Würde ich mit Celsius rechnen, hätte ich eine Verschiebung von 5%. Das alles, weil ich mit einem anderen Basiswert (also 14,85 im Vergleich zu 288) rechne.

Giaever erhielt den Nobelpreis für seine experimentellen Entdeckungen betreffend des Tunnel-Effektes bei Halb- und Supraleitern. An dem Tag, an dem er über Klimawandel sprach, hatte er wohl eine Störung in seinen Synapsen oder eben einen Tunneleffekt.

Weiter geht es im obigen Blog mit folgenden 3 Aussagen:

1. Es wäre als Klimakiller NICHT primär vom CO2 die Rede (darüber gibt es keinen Konsens),

RICHTIG, denn primär ist von Treibhausgasen die Rede. Hierzu dann mal Wikipedia:

Treibhausgase (THG) sind infrarotaktive Spurengase, die zum Treibhauseffekt beitragen und sowohl natürlichen als auch anthropogenen Ursprung haben können.

Hierzu zählen auch Methangas, das z. B. beim Furzen (nein die Hirnfurze einiger Klimaleugner sondern das Gas nicht ab) produziert wird und das Distickstoffoxid (der Triavialname ist Lachgas, das man alternativ zur Lektüre von Klimaleugnern nutzen kann), die als langlebige Gase geführt werden und deren Konzentration in der Athmosphäre ansteigt (wikipedia).

Über diese Gase, den Anstieg in der Atmosphäre und den dadurch verursachten Anstieg der Temperaturen gibt es einen Konsens.

2. Danach kommt was so Leugner immer machen, ein ABER, oder wie hier ein nebulöses AUCH. Menschen könnten auch Einfluss haben auf den Temperaturanstieg. Das ist so Quatsch, denn zum Konsens gehört, dass der Klimawandel von Menschen befeuert wurde. Hierzu z. B. Doran/Zimmerman (2009), die folgende Frage stellten:

„Meinen Sie, dass menschliche Aktivitäten einen entscheidenden Einfluss auf die Veränderung der durchschnittlichen globalen Temperaturen haben?“ Diese Frage wurde von 82% der Teilnehmer bejaht. Hierunter in der Gruppe der Klimatologen eine Zustimmung von 97%, ups!

Natürlich gibt es auch andere Einflüsse auf das Klima. Jeder Vulkanausbruch kann zu Veränderungen führen. Nur Wissenschaftler die nicht zu 100% plemplem und absolute Vollhonks sind, würden das bestreiten. Der Konsens besteht darin, dass der Mensch SIGNIFIKANT Einfluss auf den Klimawandel hat! Guckst DU hiesu:

The Scientific Consensus on Climate Change

Von krasse Proffesorin Naomi Oreskes mit voll krasse Studie zu, gab es viele Studien die den obigen Konsens voll scheisse fanden?

Guckst Du auch voll Krass bei ‚Expert credibility in climate chang‘, Anderegg (2010) oder guckst Du auch bei Verheggen et all (2014).

Und auch voll Krass gibt es NULL (in Worten Null, nix, nada, zero…) Studien, die den Anstieg der Erderwärmung im 20Jhd. physikalisch erklären können, wenn man den Faktor Mensch raushält.

Doch machen wir bei den Klimaleugnern weiter:

3. Es waren niemals 97 Prozent aller Wissenschaftler, denen dieser ohnehin sehr weit gefasste, oben beschriebene "Konsens" zugesprochen werden kann. Dies ist eine gezielt verbreitete Fake-News (gestartet von Präsident Obama), die selbst im - in dieser Hinsicht wohl unverdächtigen - Spiegel entlarvt wurde.“

Auch hierzu nochmals die obigen Studien, wo eben genau DIESE Zahlen auftauchen! Und unverdächtig und Spiegel? Ey, Leute da schreiben Typen wie Margarete Stokowski, die behaupten auf'm Oktoberfest würde es so feucht fröhlich zugehen, wie in Köln zu Sylvester. Die sind nun schon oberverdächtig. Weshalb ich nun auf diesen Artikel nicht eingehe, denn den Spiegel lese ich nicht mehr.

Dann kommt noch, es wurden 2/3 der Studien außen vorgelassen, weil sie KEINE Aussage zum menschengemachten Klimawandel gefasst haben. Hier wird dann auf Cook et all (2013) verwiesen.

In dieser Studie erwähnen 2/3 der untersuchten Studien nicht explizit einen Zusammenhang zu Klima und Menschen. Somit gehen die Untersuchenden davon aus, das die Studien vom menschlich verursachten Klimawandel ausgehen.

Es gibt sicherlich auch 1000 Studien im Bereich Biologie, Paläontologie etc. die nicht explizit aufführen, dass sie sich auf die Evolutionstheorie beziehen. Hier zu behaupten, es könnten auch Studien sein die Kreationismus befürworten, würde einen Lachanfall im Fachbereich hervorrufen und ist natürlich Quatsch! Aber bitte, ich habe die Studie oben aufgezeigt, immer ran an die Buletten und die Ausgangsstudien untersuchen. Ansonsten, ALLE vorhergenannten Studien belegen genau den GLEICHEN Sachverhalt!

Und nun kommt es, es gibt 31.000 (in Worten: ganz ganz superduper viele) Wissenschaftler, die den Konsens NICHT unterstützen. Boa, 31.000 Wissenschaftler? Geht man mal auf die Quatschseite, so habe ich mal die Unterzeichner nach Namen aufgerufen. Hier mal die ersten Unterzeichner (Buchstabe A), Hervorhebung durch mich.

Earl M. Aagaard, PhD, Charles W. Aami, Roger L. Aamodt, PhD, Wilbur A. Aanes, M. Robert Aaron, Ralph F. Abate, Hamed K. Abbas, PhD, Wyatt E. Abbitt II, Bernaard J. Abbott, PhD, David J. Abbott, MD, David M. Abbott Jr., Donald W. Abbott, Douglas R. Abbott, Eugene Abbott, Frank D. Abbott, Paul Abbott, Ursula K. Abbott, PhD, Refaat A. Abdel-Malek, PhD, Albert S. Abdullah, DVM, Alan E. Abel, MD, Jason Abel, Janis I. Abele, Joseph M. Abell, Robert E. Abell, Gene H. Abels, MD, Philip H Abelson, PhD*, Wayne Aben, Jerrold Abernathy, Marshall W. Abernathy, Grady L. Ables, Earl Arthur Abrahamson, PhD, Alan V. Abrams, MD, Carl M. Abrams, Robert C. Abrams...

Man kann nun die Unterzeichner in 3 Gruppen einteilen. Eine, die nur mit dem Namen dort steht. Eine zweite Gruppe, diese führen den Zusatz PHD, also Philosophie, was auch für Theologie stehen kann. Ich wette 10 zu 1, dass ein Teil dieser PhD sicherlich auch an den Kreationismus glaubt. Gruppe 3 ist hier MD (Medicinæ Doctor) und sind somit Mediziener. Der DVM ist übrigens Veterinärmediziener. Also alles ganz ausgewiesene Wissenschaftler, die sich Jahrelang mit Klimawandel beschäftigen und hier sowas von klare Aussagen treffen können.

Wer also behauptet, er selbst ist auf der richtigen Seite, weil er gaaaaanz gaaaanz viele Superduperwissenschaftler auf seiner Seite hat, und weil es ganz superduperviele Wissenschaftler, sogar mit Nobelpreis gibt, die den Klimawandel ablehnen, und diese Gruppe sich auch noch für intelligenter hält, dann lasst Euch gesagt sein: Holt Euch nen Schraubendreher, den werdet Ihr brauchen!

Doch gehen wir mal davon aus, dass es eine Wahrscheinlichkeit der Größe X gibt, die angibt, dass ein Klimawandel keinen Einfluss auf das Leben der Menschen auf unserem Planeten hat (evtl. auch, weil der Klimawandel nicht eintritt). Wie hoch muss X sein, damit wir KEINE Maßnahmen gegen einen Klimawandel ergreifen müssen? 10%, 50% 90%? Oder anders ausgedrückt, die Klimawissenschaft sagt, wir spielen russisch Roulette mit einer Magazinpistole. Einige andere Wissenschaftler sagen, ist nicht schlimm, es ist nur eine Patrone im Magazin (und für die Vollchecker, ich weiß dass Russisch Roulette mit dem Revolver gespielt wird 😉)

Womit ich nun nochmals zu den Tabakrauchern übergehen möchte. Ein gewisser Herr Singer hält es für nicht gesichert, dass Passivrauchen zu Lungenkrebs führen kann. Singer ist auch so ein Klimawissenschaftler und geht beim Klima davon aus, dass wir alles noch nicht verstanden haben (kennen wir ja, zu komplex, passiert ergo also nix). Doch er hat verstanden, dass der menschliche Einfluss nachrangig ist. Nichts neues also.

Und ehe mich jetzt hier die Falschen liken, man kann es den Klimaleugnern leider nicht verdenken, wenn sie solchen Verschwörungstheorien anhängen. Solange es „Wissenschaften“ wie Gender Studies gibt, die nichts, aber auch rein Garnichts nachweisen müssen, sollte man Klimaleugner nicht zu stark belächeln. Ebenso wie es politische pseudo Stiftungen gibt, die ähnlich den Klimaleugnern irgendwelche Quatschwissenschaftler engagieren, die nur die Aufgabe haben Studien zu erstellen, die zwar den Namen nicht verdienen, aber die politische Meinung der Partei unterstützen.

Obwohl ich die Genderstudies für politisch gesteuerten Quatsch halte, für deren Gegenbeweis ich gar 1000 Euro biete, halte ich es für nicht möglich, dass es staatliche Einflüsse gibt, die dazu führen die richtige Wissenschaft soweit zu beeinflussen, dass diese kollektiv in irgendwelche Quatschmodelle verfällt. Doch dank den Gender Studies, die sich einen Dreck drum scheren ihre Quatschstudies durch valide emp. Untersuchungen zu belegen, nimmt in anderen Bereichen die Hysterie auch zu. Doch im Gegensatz zu Gender Studies gibt es im Klimabereich genug valide Modelle und eben keine Untersuchungen die zu validen anderen Erklärungen eines Klimaanstiegs kommen.

Sorry, habe nun leider keine Zeit mehr und muss meine homöopathischen Globuli einnehmen.

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