Von den kulturlosen Deutschen und der dummen Frau Aydan Özoguz

„Kein Wunder, denn eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar. Schon historisch haben eher regionale Kulturen, haben Einwanderung und Vielfalt unsere Geschichte geprägt.“

Tagesspiegel

Deutschland, das muss man heute erfahren, hat keine spezifisch deutsche Kultur jenseits der Sprache. Die Krauts, also wir Sauerkrautesser wie uns die Engländer gerne nennen, haben keine gemeinsame Kultur, weil es ja nun auch Sauerkraut im ehemaligen deutschen Elsass gibt. In jedem anderen Land der Erde gibt es ebenso viele Kartoffelgerichtsvariationen und jedes andere Land hat in seiner Kochkultur auch grundsätzlich Kartoffeln als Beilage. Bis auf die Franzosen, da ist es ja das Baguette, was aber nur daran liegt das es in Frankreich nicht so viele Brotvariationen gibt wie in einer deutschen Kleinstadtbäckerei. Das Deutsche Frühstück, das sich bis heute durchgesetzt hat, ebenso wie das Butterbrot manchmal abends, ist weltumspannende Essgewohnheit. Eine reine Koch- und Esskultur, wie z. B. in Frankreich, gibt es in Deutschland nicht! Ein Hotelmanager sagte mir mal, er kann an der Auswahl des Frühstücks erkennen ob jemand aus Deutschland, Frankreich oder England kommt. Ach ja, das Bier und unsere Weinkultur, besonders der Anbau von Eiswein, um den uns selbst Frankreich beneidet, möchte ich hier jetzt nicht ansprechen.

In Deutschland gibt es eine besondere Verbundenheit zur Natur. Für uns ist z. B. der Wald sehr wichtig. Ich kann mich noch an den sauren Regen erinnern, an den Waldschutzbericht und alles was unternommen wurde. Die Grünen hatten ihren Siegeszug nicht in Amerika, in Frankreich bis heute nicht, auch nicht in anderen Ländern, sie kamen in Deutschland hoch, denn Umweltschutz ist uns wichtig! Das liegt evtl. daran das wir Deutschen alle eher dazu neigen ein Hypochonder zu sein und alles eher kritisch zu betrachten, auch typisch deutsch. Ebenso ist mein Haus, das ich in Frankreich gebaut habe, als „fabriqué en Allemagne“ bekannt, denn es ist „typisch deutsch“. Es unterscheidet sich, obwohl es besonderen Denkmalbestimmungen unterlag, sehr stark von allem in Frankreich, obwohl es den regionalen Bauweisen angepasst ist.

Wenn drei Deutsche sich zusammenfinden, dann gründen diese einen Verein. Das ist nicht mal in Deutschland so bekannt, doch bis heute gibt es in Deutschland ein Vereinswesen das ich international nicht kenne.

Ich weiß auch nicht ob Frau Aydan Özoguz jemals in Deutschland im Theater war, ob sie Stücke von Shakespeare oder von französischen Autoren kennt. Stücke aus Deutschland versuchen die Realität zu zeigen, während z. B. Franzosen z. B. eher ein Ideal zeigen. Nicht das es heute andere Einflüsse gibt, doch auch hier unterscheidet sich Deutschland in seiner Kultur von anderen.

Wir können gerne einmal in Frankreich zu einer Polizeistation gehen und versuchen eine Anzeige aufzugeben. Freundliche Beamte sind Mangelwahre, ohne einen Anwalt wird es dort schwer in einigen Bereichen überhaupt eine Anzeige aufzugeben, und wenn man kein französisch spricht, so hat man schon schlechte Karten. In Deutschland habe ich es anders erlebt, auch meine französische Exfrau. Man war bemüht, freundlich, vor allem kompetent, was in Frankreich leider auch nicht immer normal ist, und hilfsbereit. Auch das ist ein Teil unserer Kultur!

Über Schule, und die Form des Lernens, die sich in Deutschland ebenfalls unterscheidet, hierzu die Reformen des Schulwesens durch Humboldt, möchte man mit Sozialdemokraten lieber nicht diskutieren, vor allem nicht nach der NRW Wahl. Und man kann nur hoffen das Sozialdemokraten es noch nicht geschafft haben dieses Schulsystem vollends zu zerstören! Auch die politische Kultur in Deutschland ist anders wie in anderen Ländern, war sie zumindest einmal. Doch ich möchte jetzt nicht wieder zu SPD Bashing übergehen.

Wer so, wie Frau Özoguz spricht, der kann einem nur leidtun, denn was müssen das für arme Menschen sein, wenn sie so ganz ohne Kultur aufwachsen, oder wie dumm müssen sie sein diese kulturellen Unterschiede nicht zu erkennen? Mein Sohn wächst zweikulturig auf, er kennt die „Kulturschocks“ die es zwischen Frankreich und Deutschland gibt. Er kann locker damit umgehen, sie erkennen und benennen. Er kann in Deutschland als Deutscher und in Frankreich als Franzose leben. Frau Özoguz kann diese Unterschiede anscheinend nicht erkennen und es ist ihr auch egal dass es andere Menschen können sollen. Wer in einem Land aufsteigen möchte, wer sich integrieren möchte, der muss seine Kultur nicht aufgeben, doch er sollte die Codes kennen die es in der Kultur des Landes gibt in der man lebt! Sonst kann es einem deutschen z. B. passieren dass er in Frankreich pünktlich zu einer Einladung erscheint, und nicht eine 1h später und als total unhöflich betrachtet wird.

Hoffen wir einmal dass diese Dummheit Frau Özoguz nicht daran hindert sich für eine Erweiterung der Bestattungsregeln einzusetzen, so dass Muslime sich nicht der nicht existenten deutschen Bestattungskultur unterwerfen müssen. Doch eigentlich braucht es das ja nicht, da es eine deutsche Kultur nicht gibt. Und ohne eine Kultur braucht es auch keine Integrationsbeauftragte, die dabei helfen soll dass Menschen sich in diese Kultur integrieren. Doch soweit wird sicherlich Frau Özoguz nicht denken, wie auch…

Es gab übrigens einmal Zeiten in denen es eine sozialdemokratische Kultur gab, in der es darum ging das es eine Basis gab die der Führung erzählt hat wo es lang geht. Es gab keinen Kanzlerwahlverein, als den man die CDU unter Kohl verspottet hat. Die SPD war vor nicht all zu langer Zeit einmal die Partei von Willy Brandt und Helmut Schmidt, heute ist es Martin Schulz, Manuela Schwesig und Aydan Özoguz. Die Sozialdemokratie auf dem Weg zur 5% Hürde...

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philip.blake

philip.blake bewertete diesen Eintrag 19.05.2017 13:42:18

Zaphod Beeblebrox

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