Was die Grünen machen, wenn sie mehr Dreck wie Argumente haben…

Wir kennen alle Meldungen wie diese:

„Neonazi-Gruppe listet jüdische Geschäfte auf - Staatsschutz ermittelt“ oder „Weitere Liste mit tausenden Namen bei Neonazis entdeckt". Das Ziel solcher Listen ist klar, die Personen auf dieser Liste sollen eingeschüchtert werden. Innerhalb der eigenen Organisation sollen Menschen als Staatsfeinde verleumdet werden. Natürlich gibt es solche Listen nicht nur bei den Nazis, auch Linke, und hier reicht ein Blick in die Stasiakten, sind keinen Deut besser.

Nun reiht sich auch die Grüne Partei mit der parteieigenen Heinrich Böll Stiftung in diesen Reigen ein und hat das Internetportal Agent*In.org geschaffen, auf der ganz offen gegen Journalisten und andere Kritiker Stimmung gemacht wird. Da werden bekannte Journalisten wie Harald Martenstein (Zeit) oder Bettina Röhl (Tochter von Ulrike Meinhof/Freie Journalistin) genauso an den Pranger gestellt wie Familienmitglieder von „ganz bösen“ Feminismuskritikern, z. B. Klaus Kelle, Journalist und verheiratet mit Birgit Kelle.

Dort findet man dann Einträge wie den von Bettina Röhl: „Bettina Röhl schrieb im April 2005 für die Zeitschrift Cicero drei antifeministisch geprägte Texte: …“ Weiter heißt es dann: „In diesen Texten kritisierte Bettina Röhl den Feminismus der 1970er Jahre und das Konzept Gender Mainstreaming.“ Man möchte hier dann ein „UND?“ einwerfen, ist das jetzt in Deutschland verboten und was möchten uns die Macher dieser Seite hier sagen? Was wäre denn an der Kritik von Frau Röhl falsch oder nicht stimmig? Doch zu solchen geistig weitgreifenden Arbeiten reicht es bei den drei Seitenmachern nicht.

Im Beitrag von Klaus Kelle z. B. findet sich nur, dass dieser mit Birgit Kelle verheiratet, Mitglied der CDU ist, für diverse Verlage tätig war und, jetzt kommt es: „Klaus Kelle hat, so der Soziologe Andreas Kemper, Kontakte zu den Legionären Christi.“ Der „Soziologe“ Andreas Kemper, selbst einer der Mitautoren des Prangers und überall dort zu finden, wo man gegen Feminismus-Kritiker Stimmung macht, behauptet nun, dass Herr Kelle Kontakte zu den Legionären Christi hat. Willi Brand und Helmut Kohl hatten übrigens Kontakte zur undemokratischen DDR Führung, die Grünen hatten Kontakte zu Kinderschändern (und der Soziologe Andreas Kemper hat somit Kontakte zu einer Organisation die Päderasten nahe stand) und Polizisten Kontakte zur kriminellen Szene. Für Kemper ist Kontakte haben das neue "Mitglied sein". Somit läuft nun alles darauf hinaus, dass Klaus Kelle ein konservativer Journalist ist, und oh Graus, mit der Feminismus-Kritikerin Birgitt Kelle verheiratet ist. Da haben die Kinder von Frau Kelle ja noch mal Glück gehabt dass sie hier nicht gleich mit in Sippenhaft genommen wurden.

Auch sehr interessant der Beitrag zu Harald Martenstein, der kurz vor diesem Pranger noch folgendes gesagt hat:

„Wegen eines kritischen 'Zeit'-Artikels über die Genderforschung wurde ich von der den Grünen nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung als NPD-nah eingestuft. Und diese Grünen hatte ich, verdammt noch mal, davor rund zehn Mal gewählt.“

Auch hier wird der "böse" Martenstein dann als „ein deutscher Journalist, der heteronormative Positionen vertritt“ bezeichnet. Warum es nun schlimm ist heteronormative Positionen zu vertreten, und wo Martenstein das nun gemacht hat, erfährt man natürlich nicht. So schreiben die „Agent*Innen“ zwar: „In dem Artikel "Schlecht, Schlechter, Geschlecht" kritisierte Harald Martenstein die Gender-Forschung als "Antiwissenschaft"“ und geben hier sogar als „sachliche“ Erwiederung an:

„Isabel Collien, Inga Nüthen, Heike Pantelmann und Ulla Bock kritisierten diese Gegenüberstellung als einen Vergleich von Äpfel mit Birnen.“

Die vier Ladys, alle irgendwas mit Genderpopender an deutschen Unis, haben dann auf der Seite der Humburg Universität in Berlin den Beitrag: „Geschlechterforschungspolemik im Sommerloch oder "Ich röhre, also bin ich" veröffentlicht. Wie man an dieser Überschrift schon sehen kann, es handelt sich um einen persönlichen Angriff auf den Journalisten ("Position weitgehender Unkenntnis des Forschungsfeldes", "will der Querulant sein, der Querschläger", "der Opfer bringt, für sich, für alle Männer" etc. pp.) um dann zu sagen, „(w)as weiß Martenstein schon von den Erkenntnissen und internen Debatten dieses Forschungsfeldes? Schockierend wenig."

Das mag stimmen, doch nach diesem Beitrag, immerhin eine Antwort auf die Unwissenschaftlichkeit des Studienganges, wissen wir immer noch nicht mehr. Dabei müsste es doch gerade für Mitarbeiterinnen an Hochschulen im Bereich Genderstudies so einfach sein hier eine Liste von bahnbrechenden Veröffentlichungen zu bringen, die belegen wie wichtig dieser Studiengang doch für das Fortbestehen der Menschheit ist, oder zumindest wo die Genderstudies einen Beitrag zur Wissenschaft geleistet haben. Doch leider reicht es selbst bei Professorinnen der Genderstudies nicht mal hierfür, womit sie indirekt die These von Martenstein (GenderStudies ist unwissenschaftlich) belegt haben.

Nun leben wir hier in der BRD zwar nicht in der Nazizeit, noch in der DDR und durch einen solchen Pranger wird sicherlich nicht das Recht auf Meinungsäusserung eingeschränkt. Wenn jedoch Menschen die sachliche Kritik an politischen Verhältnissen äußern von Parteien, in mit Steuergeldern bezahlten Stiftungen, mit Marine le Pen, Akif Pirinçci oder Björn Höcke in einem Atemzug genannt werden, dann geht es nur darum anderen Kritikern zu zeigen, was ihnen blühen wird, wenn sie gleiches tun. Es geht darum eben nicht auf die Kritik einzugehen, sondern die Kritiker zu beschmutzen. Um auf die Kritik einzugehen, müsste man Argumente haben, für das Vorgehen der Böll Stiftung mittels eines Prangers braucht man nur Dreck. So wie es aussieht, haben sie bei den Grünen mehr Dreck wie Argumente…

Oder um es nochmals mit den Worten von Martenstein zu sagen:

„Bei Themen, die mit Political Correctness zu tun haben, Feminismus oder Genderforschung zum Beispiel, zuckt man in den Redaktionen aber schon zusammen, auch beim Thema Islam. Ich habe immer schreiben dürfen, was ich will. Ich frage mich nur, ob ein junger, unbekannter Kollege das Gleiche schreiben dürfte.“

Oder ob der junge Journalist sich traut das Gleiche zu schreiben, wenn hernach nicht auf die Kritik eingegangen, sondern sein Ruf beschmutzt wird. Hoffen wir das die Grünen schnellstmöglich aus dem Bundestag fliegen, damit sie für solch antidemokratischen Dreck keine Steuergelder mehr erhalten.

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