Wo ist auf einmal der ganze Hass hin? Oder Infantilisierung der Politik

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ (Angeblich Albert Einstein)

Diesen Satz würden die meisten Menschen mit Sicherheit unterschreiben. Doch gerade in der Kommunikation und Argumentation sieht dieses ganz anders aus. Uns allen stehen die gleichen Argumente zur Verfügung, wir alle tauschen hier die gleichen Informationen aus und alle kommen zu unterschiedliche Meinungen. Es gibt sicherlich Meinungen die sich überschneiden, doch gibt es hier diverse Lager zwischen den Extremen. Wir alle bewerten diverse Argumente anders, sind in einigen Bereichen verbohrt oder lassen je nach Sichtweise bestimmte Einwürfe nicht zu etc. pp. Somit kommt jeder zu seiner eigenen Sichtweise bei einem Thema. Dies ist natürlich nicht weiter schlimm und bestimmt unsere Demokratie seit 1948. Nur in Diktaturen gibt es keine Kompromisse und es darf nur eine Meinung, die der führenden Schicht, zählen.

Wie man einen Diskurs verhärtet

Es gab Zeiten, in denen gab es eine noch sehr gemäßigte AfD. Klar waren die Positionen dieser AfD rechtskonservativ. Trotzdem fingen erste Zeitungen an, die AfD als Nazis zu beschimpfen. Das hat natürlich den Vorteil, dass man sich mit den Argumenten der Gegner nicht auseinandersetzen muss. Denn es gilt auch heute noch, mit Nazis spricht man nicht und arbeitet mit ihnen auch nicht politisch zusammen. Man bietet ihnen erstmal keine Bühne für ihre kruden Thesen. Doch von Nazipositionen war die AfD noch weit entfernt, ist aber seit dieser Anfangszeit immer weiter nach rechts gerückt. Und auf einmal gab es keine Steigerungsformen mehr die AfD zu beschreiben. Die AfD von Bernd Lucke hatte nicht viel zu tun mit der von Weidel, Gauland und Höcke, die wir heute haben. Solche Überzeichnungen verharmlosen den Nationalsozialismus und drängen die Mitglieder immer weiter zusammen. Oft, so wie auch in der AfD, bekommen dann die wirklich Rechtsextremen die Oberhand.

Ähnliches ist der Piratenpartei passiert, die sich den Vorwurf der Frauenfeindlichkeit gefallen lassen musste, weil sie auf eine Frauenquote verzichtete. Obwohl unter 20% Frauen in der Partei, sollten diese per Quote gefördert werden. Das kann man sicherlich so sehen, ist aber nicht zwingend frauenfeindlich. Trotzdem wurde dies von fast allen Medien wiederholt, so gerät dann eine kleine Partei in Nöte und geht an inneren Kämpfen zugrunde. Natürlich waren nicht nur diese Vorwürfe am Untergang Schuld, doch führten auch dieser zu einer Spaltung innerhalb der Partei.

Diese Ablehnung, andere würden es Hass nennen, führt auf der anderen Seite auch zu einer Verschärfung des Diskurses, und so breitete sich hier dann der linksversiffte Gutmensch als normale Bezeichnung für politisch Andersdenkende, Gegensatz zum Nazi, ein. Diese Bezeichnung gab es schon vorher, doch Polarisierung führt zu einer weiteren Polarisierung und einem inflationären Nutzen solcher Abwertungen. Es ist müßig, wer angefangen hat, es ist jedoch wie im Kindergarten, „Blödmann“, „Selber Blödmann“, „Frau Lehrer, der hat Blödmann zu mir gesagt“!

Der Nichtdiskurs von Netzfeministinnen

Man kann diese Diskrusverschärfung sogar an bestimmten Beispielen klar erkennen. Jasna Strick, Mitbegründerin des Aufschreiquatsches und Hardcorefeministin, erstellt eine Liste, in der sie Comics von Erzählmirnix einteilt in „Maskupositionen“, „Versuch feministische Arbeit/Positionen lächerlich zu machen“, „Behauptung von Sexismus gegen Männer“, „Rassismus und Bagatellisierung rechter Ideologie“, „Fatshaming“. (Leider sind die Comics in der Liste nicht mehr öffentlich, hier kann man aber noch einige erkennen).

Was für ein Quatsch diese Aufteilung nun ist, darauf möchte ich nicht eingehen. Das solche Listen dazu genutzt werden, um einen Shitstorm zu starten, wird hingenommen oder gar gewünscht. Bitte, hier handelt es sich ja nicht um Hass, sondern darum, das Böse zu bekämpfen! Das Problem, die Comics von Erzählmirnix sind so beliebt im Netz, dass sie von Feministinnen bis hin zu bösen Maskulisten gelesen werden. Womit Strick eine militärische Regel nicht beachtet hat, vor einem Angriff zu prüfen ob die eigenen Kräfte ausreichen, um sein Ziel zu erreichen.

Somit kam es wie es kommen musste, Erzählmirnix befand sich in einem Shitstorm von Stricks Followern. Diese Aktion wurde natürlich von den Followern von Erzählmirnix so nicht gutgeheißen, und Jasna Strick befand sich in einem Gegenshitstorm. Und da Erzählmirnix nun einmal mehr Follower hatte, war das Ergebnis abzusehen. Selbst andere Feministinnen, wie die Bloggerin Onyx, die bei Jasna Strick nachfragen wo da nun das Problem sei, bekamen nur die Antwort, „lies halt die Liste“. Weiter schreibt Onyx, dass weitere Nachfragen dann ebenfalls mit Angriffen/Beleidigungen gegen Sie quittiert wurden. Klar, wie kann man auch nicht der Meinung von Jasna Strick sein? Das erklärt, warum Jasna Strick nun auf einmal aus allen Wolken fällt, weil die Journalistin Katrin Rönicke auf der Veranstaltung „DARE“ diesen Fall anspricht. Sie kann nicht verstehen, wie Rönicke sich FÜR Erzählmirnix ausspricht, anstatt nun stramm feministisch an ihrer Seite zu stehen. Denn Jasna Strick ist es hier natürlich die einer „Hasswelle“ ausgesetzt ist.

Blödmann, selber Blödmann, Frau Lehrerin der hat Blödmann zu mir gesagt!

Die Bloggerin und Feministin Tante Jay hat in ihrem Blog noch weitere, ähnliche Aktionen von Strick aufgeführt.

Unter denen, die den obigen „Hasswellen“ Tweet von Jasna Strick retweeten, ist @Lasersushi aka Yasmina Banaszczuk. Auch Banaszczuk, seinerzeit als „Frau Dings“ mit 2000 Followern unterwegs, hat ähnliches vollbracht. Sie wollte Lob, weil sich die Einführung eines gefeierten Textes eines Journalisten sich irgendwie ähnlich anhörte wie einer ihrer Text. Wobei die Aussagen so banal waren, dass die Jugend halt immer schon anders war, und oft deren Welt von den Erwachsenen nicht verstanden wurde. Darauf foppte der Internetblogger Pallenberg Banaszczuk mit einem tweet, sie foppte zurück und irgendwann fragte Banaszczuk Pallenberg

„fappst du dir eigentlich die ganze Zeit einen drauf mich vergeblich zu dissen oder bist du einfach so ein nervender Zeitgenosse?“

Fappen ist Jugendsprache von 1950 und bedeutet so viel wie, sich einen runterholen.

Pallenberg schreibt daraufhin einem Dritten:

„ich gebe zu Ich habs getan aber nur damit @Frau Dingens das auch mal erlebt hat“

Was Pallenberg nun genau meint mit ich habs getan, ist aus dem Kontext nicht ersichtlich, trotzdem schreibt Frau Dingens an ihre Follower:

„Meint ich müsste das ‚auch mal erleben‘ dass sich jemand einen auf mich runter holt“.

Auch hier kam es wie es kommen musste, Pallenberg bekam Nachrichten wie ihm die Beine zu brechen, Banaszczuk bekam tweets auf denen ihr ein Zeitgenosse mitteilte auf ihr Profilbild gefappt zu haben.

Sehr interessant ist auch ein Text vom Gymnasiallehrer Lucas Schoppe, der schreibt:

YasminaBanaszczuk berichtet in ihrem bereits zitierten Broadly-Text überrascht:

<< Die über 100 Anrufer wollten lieber über Inhalte diskutieren, als zu beleidigen. Bei den beiden teilnehmenden Journalistinnen bot sich ein ähnliches Bild. >>

Das kann aber nun natürlich nicht bedeuten, dass das, was als Hass erscheint, möglicherweise manchmal einfach das Bedürfnis nach einer kontroversen Diskussion ist.Banaszczuk schließt ihren Artikel mit der Mahnung,

<< sich nicht von dem freundlichen Auftreten der Anrufer beeindrucken zu lassen: ‚Mit Trollen und Hatern ist es wie mit Rassisten sonst auch: ‚Ach, das ist doch der Thomas. Eigentlich ist das ein ganz Netter.' >>

Hier geht es also nach dem Prinzip „Wichser“, „selber Wichser“, „Frau Lehrerin der hat Wichser zu mir gesagt“, und beim nächsten Kind dann, „warum sagt der nicht Wichser zu mir? Der verstellt sich nur!“

Vom Blocken als Segen für die Menschheit

Wir befinden uns alle in einer Öffentlichkeit, in der viele verschiedene Meinungen existieren. Jeder glaubt natürlich, dass seine Meinung die richtige ist. Doch findet der Spiegelblogger Sascha Lobo das Blocken von Menschen im Internet als Segen und schreibt ein „Lob auf das Blocken“. Im Teaser schreibt er:

„Blocken ist Freiheit: Nervige, pöbelnde, hasserfüllte Stimmen aus der eigenen Wahrnehmung zu entfernen, gehört zu den wichtigsten Kulturtechniken in sozialen Netzwerken. Nur Ahnungslose halten Blocken für Zensur.”

Noch 2011 schrieb Lobo noch der Filterblase eine Mitschuld an der Radikalisierung von Breivik zu. Jetzt schreibt er für das Blocken, also ausschließen, von Menschen und Meinungen. Es ist natürlich längst bekannt das soziale Medien polarisieren und oftmals keine vernünftige Diskussion herauskommt. Sicherlich hat auch jeder das Recht vor nervigen, pöbelnden und hasserfüllten Stimmen verschont zu werden.

Er geht in seinem anschliessenden Prodcast auf, huch, Kritik der Netzfeministin YasminaBanaszczuk ein. Sie hatte ihm vorgeworfen den Anteil des Feminismus an der „jüngeren Historie des Blockens“ unterschlagen zu haben. Woraufhin Lobo eine halbe Stunde auf die KritikBanaszczuk eingeht. Banaszczuk selbst hat natürlich tausende Twitterer geblockt, meist „unlustige Männer“. Im Prinzip blockt sie selbst alles, was nicht ihrer Meinung entspricht, was ja nun auch, zumindest nach dem bisherigen, anzunehmen war. Wiederspruch, zumindest bei @Lasersushi (so ihr Name nach der Fappigate), zwecklos. Für Lobo ist dies dann ein Ausdruck einer armen marginalisierten Frau, die nicht anders kann. Es ist bekannt, das im Internet gerade Feministinnen alles wegblocken, was ihnen nicht in den Kram passt. Und natürlich sind Maskus, also Väterrechtler so wie ich, menschlicher Abschaum.

Das Banaszczuk einfach alles wegblockt was ihrem geistigen Horizont überschreitet, kommt Lobo nicht in den Sinn. Er spricht zwar kurz an, dass es etwas anderes ist, wenn ein 200 Followern blockt, oder ein großer Account das tut. Auch auf Böhmermann, der locker lustig mit seinem 2 Millionen Follower Account Blocklisten durch die Gegend schiebt (und sich auch sonst so verhält und alles wegblockt was ihn kritisiert, auch @Lasersushi), scheint Lobo nicht groß zu stören. Ein Akt der Notwehr!

Noch extremer wird es, wenn Bundesbehörden User blocken. Was solche Sperren für Auswirkungen haben, zeigt der Blogger und Twitterer Lotusritter. Er selbst setzt sich dafür ein auf Opfer von Kindsmissbrauch aufmerksam zu machen. Er kämpft dabei aber oftmals gegen das vorherrschende Täter/Opferbild, dass meist Männer/Väter im Visier hat. Schon aus seiner eigenen Erfahrung weiß er, es kann auch die Mutter sein. Hier eckt er natürlich mit vorherrschenden Meinungen von Feministinnen an und kritisierte auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die ihn daraufhin einfach geblockt haben.

Nun hat blocken auf Twitter noch einen anderen Nebeneffekt, der geblockte kann selbst nichts mehr lesen, was der Account schreibt. So kann z. B. @Lotusritter nicht mehr lesen welche Verlautbarungen das Ministerium verbreitet. Er ist somit aus dem Diskurs ausgeschlossen und hat kaum noch Möglichkeiten Kritik zu üben. Sicherlich ist auch dass ein Grund warum viele Politiker und Künstler einfach alles wegblocken, was sie kritisiert.

Hier werden dann, weil es ja einfach Hater sind, Menschen aus dem Diskurs rausgenommen, die Kritik üben. Doch kommen wir zurück zu Kulturtechnicken, diesmal zu einer wichtigen. Donald Trump ist anscheinend jemand der Lobo voll und ganz zustimmen würde, was das Blocken betrifft. Zumindest in den USA darf nach einem Gerichtsurteil ein Amtsträger nicht mehr blocken. Ein Hurra auf die Demokratie!

Doch gehen wir über zu Gretha Thumberg und den alten weißen Männern. Natürlich ist es schön, wenn bei einem Gipfel ein kleines Mädchen von Schweden 3 Tagen mit der Bahn anreist, um eine Rede zu halten. Wenn dieses Mädchen dann aber von der Presse wie eine Heilige aufgebaut, und jede Meinungsäußerung über Tage kritiklos in der Tagespresse weitergegeben wird, dann muss man auch mit Kritik rechnen. Diese kam z. B. vom CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, der nach einer solchen Zeitungsmeldung twitterte:

„Greta Thunberg findet deutschen Kohlekompromiss „absurd“ - Oh, man... kein Wort von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit. Nur pure Ideologie * Arme Greta!”

(an der Stelle des * ist im Originaltweet ein Affe, der sich die Augen zuhält)

Künast kontert darauf: „Sie werfen das einer 16 Jährigen vor, dass sie auch mal an die Zukunft ihrer Generation denkt angesichts der Probleme die sie erben? Das ist sowas von gefühlskalt + unchristlich! @CDU @FridayForFuture“

Hier steigt dann ein CDU Parteikollege ein, und sagt, der Kohleausstieg dürfe nicht nur eindimensional betrachtet werden. Künast kontert, deshalb braucht es die Jugend, damit deren Interessen auch vertreten werden, sonst bleibt es eindimensional. Wir stellen also fest, für Künast sind zwei Personen, die das Gleiche sagen, dann mehrere Dimensionen, wenn sie unterschiedlich alt sind.

Alexander Tietz-Latza, ebenfalls Grüne, schrieb:

„Eine 16-Jährige mit Vision & Weitblick gebasht von einem Generalsekretär mit Realitätsverweigerung.“

Beide Grüne haben sicherlich nur vergessen zu erwähnen, dass

1. Die Grünen diesen Kohlekompromiss, der an Realitätsverweigerung grenzt, als richtigen ersten Schritt gelobt haben.

2. Haben die Grünen vergessen zu erwähnen, dass wir die CO2-Probleme auch deshalb in dieser massiven Stärke haben, weil Deutschland aus der Atomkraft ausgestiegen ist. Wobei allen klar war, dass hier Kohle dann länger genutzt wird.

Und hier muss man Greta Thunberg nun wirklich loben, sie sagt nicht einfach etwas dahin, sondern erkennt Zusammenhänge. „Ich persönlich bin gegen Atomkraft, aber nach dem IPCC könne sie tatsächlich ein kleiner Teil einer großen, neuen Co2-freien Energielösung sein“ Hier wurde es dann sehr ruhig in den Reihen der Grünen. Mit der gleichen Panikmache, mit der man nun beim Klima agiert, hat man schon die Ängste der Menschen bei der Atomkraft genutzt, um auszusteigen.

Auch hier schaffte man es, anstatt Sachargumente auszutauschen, alles über Emotionen zu fahren. Das hier „gestandene“ Grüne sich feige hinter einem kleinen Mädchen verstecken, um wichtigen Fragen zur Versorgung des Landes nicht beantworten zu müssen, ist ein anderer Punkt. Das hier Künast mit ihrer ersten Äußerung Greta Thunberg als evtl. dummes, aber zu beschützendes kleines Mädchen hinstellt, ein anderer.

Das Agieren unserer Politiker

Noch interessanter wird es bei Friday for Future Leadership Luise Neubauer. Sie verstrickt sich immer wieder in Wiedersprüche. So finden sich auf ihrem Instragram Account nette Urlaubsfotos, die zusammengefasst in einem netten Youtube Video etwa so aussahen:

Nun ist Neubauer, die auf Twitter nur noch #LangstreckenLuisa genannt wird, nicht die einzige Grüne, die sich widersprüchlich verhält. Es gibt auch noch #KerosinKatha, aka Katharina Schulze, für die es ein ähnliches Video gibt.

Anzumerken ist, das Schulze die Reise nach Lissabon mit dem Nachtzug absolviert haben will, was so auch für andere europäische Reiseziele zutreffen kann.

War sie noch vor kurzem gegen den Ausbau des Münchener Flughafens, legte auch sie einen stattlichen CO2 Fingerprint hin. Darauf angesprochen sei es natürlich (wie bei Neubauer auch) ihre Privatsache mit wem und wohin sie in den Urlaub fliegt… Gleiche Grüne zwingen Menschen dazu auf Glühbirnen und Halogenlampen zu verzichten, einen Veggiday in Kantinen hinzunehmen etc. pp. Und natürlich ist es eine Kampagne rechter, oder alter weisser Männer etc. pp.

Infantilisierung der Politik

Mann könnte jetzt noch mit Baerbock weitermachen, die im Deutschlandfunk über massive Stromexporte spricht, über die sich die Nachbarländer beklagen, weil es ihre Stromnetze verstopft. Nun möchte Baerbock diese 10% Überschuss bei Kohlestrom vom Netz nehmen. Sie erkennt auch, dass es Schwankungen gibt, weshalb ja die NETZE ÜBERLASTET sind, und sagt dann:

„An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren.“

Da haben wir es, wir verstopfen durch Exporte die Netze der Nachbarländer, aber bei uns könnten wir 10% weniger Energie vom Netz nehmen, weil wir im gleichen Netz 10% Strom speichern könnten. Welch Wunderdinger diese Netze doch sind. Auf Kritik, wie z. B. der meinen hier, hat sie natürlich keine Lust, weil es ja irgendwie durchgerechnet ist, was auch immer. Das sich hier Kritiker von Bearbock nicht ernstgenommen fühlen könnten, darauf kommt sie nicht. Das es evtl. in einer politischen Auseinandersetzung um Fakten gehen könnte, ist ihr auch schnuppe.

Natürlich ist diese, meine Kritik an allen drei Frauen, nur deshalb getätigt worden, weil sie Frauen sind und ich ein böser alter weißer Mann. Mit einem infantilen Verhalten der Personen selber kann das natürlich nicht zusammenhängen. Im Gegensatz übrigens zur Kritik am Flug von #AndenOezdemir und dem CDU Nachwuchspolitiker Amthor, da ist es natürlich Kritik an ihrem Verhalten!

Dieses Verhalten von Politikern ist in einer Demokratie destruktiv und polarisierend. Eine Diskussion findet nicht statt, es geht darum zu „inszenieren, emotionalisieren, die Realität ausblenden“. Das zumindest findet Sascha Lobo über Ursula von der Leyen. Stimmt, trifft aber nicht nur auf diese zu!

Man könnte jetzt auch noch bei einem infantilen Journalismus weitermachen, wo alle natürlich nicht verstehen wie Frauen ticken und deshalb Journalistinnen mit Hass überziehen. Und auch hier gäbe es Berge an Beispielen, wie überall woanders auch.

Wenn jedoch bereits Politiker, politische Akteure und Journalisten versuchen Meinungen zu bestimmen, sich aber dem politischen Diskurs entziehen, dann entsteht Hass. Oder wie Banaszczuk feststellt,

"Die über 100 Anrufer wollten lieber über Inhalte diskutieren, als zu beleidigen. Bei den beiden teilnehmenden Journalistinnen bot sich ein ähnliches Bild."

Doch das kann natürlich keine Wahrheit sein, passt sie doch nicht in das Betonschema im Kopf. Somit muss man dann auch nicht in einen lästigen Diskurs. Diese Diskursverweigerung kann man übrigens auch nur aus einer Position der Stärke heraus führen, eben dann, wenn man davon ausgehen kann, seine Meinung in die politischen Ausschüsse zu kriegen. Ohne lästige Diskussion... äh sorry, natürlich ohne sich Hass aussetzen zu müssen.

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