ORF: die seichteste Propaganda, seit es Fernsehen gibt

Der ORF wird gemacht von 70% Linkswählern, ist durchsetzt von Leuten, die freundschaftliche und familiäre Beziehungen ins rotgrüne Lager haben und liefert abgesehen von durchsichtiger Propaganda nur amerikanische Serien und Werbeblöcke. Dafür muss man keine GIS zahlen, dafür gibt es Netflix - aber ohne politische Erziehung.

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Ich bin grundsätzlich ein Befürworter der Idee, einen gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu unterhalten. Gerade in einer Zeit, in der die Ränder des politischen Spektrums stärker werden und die Mitte zusehends an Substanz verliert, hätten Institutionen wie ARD, ZDF oder ORF einer wichtigen Rolle gerecht zu werden: Jener des gesellschaftlichen Mediators. Eine von der Gemeinschaft finanzierte Mitte, um die herum sich Linke wie Rechte dann argumentativ austauschen und streiten. Was jedenfalls den einzigen Zweck solcher Sender ad absudrum führt, ist jede Form der Parteinahme. Um es mit einem Beispiel aus dem Fußball auszudrücken: Ein öffentlich-rechtlicher Sender soll das Spielfeld sein, nicht aber der Schiedsrichter und schon gar nicht Teil einer Mannschaft.

So wählt das Personal des ORF

Genau das ist aber der Fall: Die politische Schlagseite des ORF kann selbst einem taubstummen Blinden nicht verborgen bleiben. Der Journalist Andreas Unterberger kam an die Ergebnisse der Arbeiterkammerwahl im ORF aus dem Jahre 2014 und publizierte sie: 47,8 % wählten die Sozialistischen, 16,7 % die Alternativen und Grünen Gewerkschafterinnen. 6,4 % unterstützten die Liste der Grünen Arbeitnehmer, 3,3 den Gewerkschaftlichen Linksblock. Garniert wurde dieses Honecker-Ergebnis noch von rund einem Prozent für die Kommunistische Initiative.

Nenn mir deine Freunde und ich sag dir wer du bist

Nicht nur diese Wahlergebnisse sind zusätzlich zur tagtäglichen Berichterstattung irritierend bis besorgniserregend, auch die zahlreichen persönlichen Verflechtungen, von denen jene, die der Öffentlichkeit bekannt sind, wahrscheinlich nur die kleine Spitze eines größeren Eisberges sind. Da wäre etwa die Moderatorin der wichtigsten Diskussionssendung im ORF, Claudia Reiterer. Sie ist die Ehefrau des Wahlkampfmanagers von Alexander Van der Bellen: Lothar Lockl. Der Moderator Tarek Leitner musste einen Teil der letzen "Wahlkonfrontationen" abtreten, weil dem Boulevard bekannt wurde, dass er mit SPÖ-Chef Christian Kern privat auf Urlaub fährt. Wenig später verklagt sein bekannter Kollege Armin Wolf jetzt HC Strache, weil dieser eine harmlose und als Satire gekennzeichnete Karikatur postete. Der durch den ORF bekannt gewordene Kabarettist Werner Gruber macht regelmäßig Wahlwerbung für den aktuellen Spitzenkandidat der Roten. Im Rahmen einer SP-Veranstaltung zum 1. Mai wurde er bei dem Versuch gefilmt, eine junge Demonstrantin unter Androhung physischer Gewalt vom Platz zu vertreiben. Und dann wäre da noch der Generaldirektor des Hauses, Alexander Wrabetz. Er geistert gerade damit durch die Schlagzeilen, auf Twitter einen Kommentar geliket zu haben, der Vizekanzler HC Strache und den Wiener Vizebürgermeister Johann Gudenus (beide FPÖ) in eine Reihe mit NS-Verbrechern stellte. Es bewahrheitet sich das bekannte Sprichwort: Der Fisch fängt beim Kopf zu stinken an.

Unterbrochen wird diese durchsichtige Propaganda von amerikanischen Serien, die mit zwischengeschalteten Werbeblöcken eigentlich rund um die Uhr laufen. Für sowas braucht man keine Gebühren zu bezahlen, das macht Netflix deutlich billiger. Da darf man sich dann auch sein Programm selbst aussuchen.

Der Schaden ist größer als eine Rundfunkanstalt

Ich will den ORF nicht qualitativ schlechtreden, das sind keine unfähigen Leute. Auch Journalisten haben, wie jeder andere, ein Anrecht auf ihre politische Meinung. Es braucht aber dringend einen Ausgleich! So lange sie ihren gesetzlichen Bildungs- mit einem moralischen Erziehungsauftrag verwechseln, desavouieren Sender wie der ORF nicht nur die Anerkennung öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Sie schädigen das Vertrauen der Konsumenten in die Medien ganz allgemein. In Zeiten des sozialen und politischen Umbruchs ist das ein absolut unverantwortliches Vorgehen!

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