Eine Überlegung dazu, wie sich marktwirtschaftliche Prinzipien und eine gesicherte Lebensgrundlage für alle Menschen vereinen ließen.

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Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) verspricht allen Menschen eine gesicherte Lebensgrundlage, basiert jedoch darauf, die Früchte der Arbeit von produktiven zu weniger produktiven Personen umzuverteilen.

Eine freie Marktwitschaft bietet ein hohes Maß an selbstregulation, Motivation und Innovation, führt jedoch in ihren extremen Auswüchen dazu, daß wohlhabendere Personen begrenzte natürliche Ressourcen für Luxusgüter beanspruchen können, während ärmere Personen, die ebendiese Ressourcen als Lebensgrundlage bräuchten, einfach überboten werden.

Eine Lösung, die Vorteile beider Prinzipien ohne die Nachteile zu verheiraten, könnte Überführung aller begrenzter natürlicher Ressourcen in Allgemeingut, eine Allmende sein. Wer davon etwas exklusiv für sich beanspruchen will, muss allen anderen hierfür einen Ausgleich gewähren.

Credits

Eine Währung hierfür könnte, in Anlehnung an die Sci-Fi-Literatur, "Credits" genannt werden, von denen jeder lebende Mensch von Geburt täglich eine beliebige Zahl, z.B. 100 Credits gutgeschrieben bekommt. Jede Beanspruchung natürlicher Ressourcen müssten Menschen nun in Credits auf dem freien Markt ersteigern.

Du möchtest einen Thunfisch aus dem Ozean entnehmen, deinen Swimmingpool mit Süßwasser füllen, einen Baum fällen, Land beanspruchen und Steine abbauen, um als sesshafter Mensch dein Haus zu bauen, oder als Nomade mit deiner Schafherde eine Savanne abgrasen und im Wald ein Tier jagen? Ersteigere dir jedes dieser Rechte auf dem freien Markt mit Credits! Die Credits werden dann gelöscht, niemand bekommt sie.

Eine arbeitsteilige Gesellschaft

Vielleicht bist Du nicht zum Schäfer, Fischer oder Landwirt geboren, sondern spielst lieber an der Konsole. Trotzdem willst Du natürlich etwas gutes essen. Dann kannst Du denen, die dein Essen und deine Konsole produziert, einen guten Teil deiner Credits übertragen. Die benutzen ein paar von den Credits, um die Ressourcen für deine Güter heranzuschaffen und ein paar, um ihr eigenes Leben luxuriöser zu machen.

Wer die Umwelt schont, wird Millionär

Wer sein Leben lang nur die Hälfte seiner verfügbaren Credits ausgibt und damit die Natur schont, ist mit 55 Jahren Millionär.

Wer eine gute Idee hat, um Produkte ressourceneffizient, also mit weniger Credit-Einsatz zu produzieren, kann das mit der Million trotz Luxusleben auch schon wesentlich früher schaffen.

Keine Steuern auf Erwerbsarbeit und Unternehmertum

Natürlich gibt es noch gemeinschaftliche organisierte Aufgaben, die bezahlt werden wollen. Von den 100 Credits, die für jede Person täglich generiert werden, könnte ein gewisser Teil einer Regierung zur Verfügung gestellt werden. Regierungswillige Akteure könnten mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis bei der Bevölkerung punkten. Steuern und Sozialabgaben auf Erwebsarbeit und Unternehmertum wärem damit nicht mehr notwendig. Wer mit seinen Ressourcen gut wirtschaftet, darf alles für sich behalten.

Kommentare?

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich um Überlegungen. Sachliche Kommentare sind gern gesehen: Wo seht ihr Potenzial und wo seht ihr die Fallstricke?

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Frank und frei

Frank und frei bewertete diesen Eintrag 23.03.2021 12:34:57

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