An die Menschen, die uns den A.... retten: DANKE!

Loyalität, besonders in Zeiten der Krise, ist keine Einbahnstrasse. Menschen, die in Zeiten der Krise die unverzichtbarsten Dienste tun, erhalten oft nur den geringsten Dank. Zeit, das zu ändern.

Heute habe ich meine Wochenendeinkäufe im Supermarkt erledigt und mich an der Kasse mit zwei Mitarbeiterinnen unterhalten, die in dieser Schicht gut 500 Quadratmeter Verkaufsfläche gerade zusammen mit einem dritten Kollegen wuppen.

Wir haben an der Kasse ein paar freundliche Worte gewechselt und die beiden haben sich ausdrücklich für die Freundlichkeit des Gespräches bedankt. Etwas erstaunt ließ ich mir berichten, daß die Freundlichkeit und Achtung füreinander in Zeiten der Corona-Hamsterkäufe bei vielen kunden wie vom Winde verweht ist.

Die Angestellten schieben gerade ohne Ende Überstunden, sind dem Risiko des ständigen Kundenkontakts ausgesetzt und werden zum Dank wüst beschimpft, wenn das Mehl oder die Aufbackbrötchen im Regal leer sind.

Ein offener Brief an Euch...

die ihr uns mit Lebensmitteln versorgt, die ihr uns mit Paketen und Pizza beliefert, die ihr die Nächte auf Autobahnrastplätzen zubringt und dort belegte Brötchen und den Zugang zu einer Toilette zu Wucherpreisen erkaufen müsst, die ihr am offenen Fahrersitz einen Bus mit 100 teils hustenden und niessenden Fremden durch die Stadt fahrt, die ihr den Boden und die Toiletten wischt, die ihr die Kinder, die Alten und die Kranken betreut, die ihr gebückt die Felder aberntet und die ihr in den Schlachthöfen das Blut auf eure Kittel nehmt, das die Kunden am Fleischregal nicht sehen wollen, kurzum: Die uns allen gerade den A..... retten:

D A N K E !

Danke, dass ihr den Job macht. Ihr verdient die Freundlichkeit und den Respekt, der für jeden Menschen selbstverständlich sein sollte.

Ihr verdient nicht weniger Applaus wie der Flugkapitän, der einen Passagierjet sicher landet.

Und vor allem verdient ihr mehr als wohlklingende Sonntagsreden und einen warmen Händedruck: Ihr verdient, daß euer Einsatz und eure Loyalität für die Gesellschaft auch Materiell anerkennt werden.

Keine Berge von Überstunden mehr, weil eure Chefs zu geizig sind, mit ordenlichen Gehältern den Facharbeitermangel zu beseitigen. Kein Bangen um eure Arbeitsplätze, weil ein Lackaffe, der euren Konzern berät, euch nur als Kostenfaktor sieht. Kein kleinliches Pokern mehr um Mindestlöhne und Tarifabschlüsse, von denen ihr eure Mieten kaum noch zahlen könnt. Kein Dosensammeln an einem windigen Januartag, um später eure Armutsrente aufzubessern. Kein ungutes Gefühl beim Abwägen, ob eure Autoreifen mit dem schlechten Profil doch noch eine Saison für den Weg zur Arbeit taugen.

Ich wünsche euch, daß ihr euch eurer Leistungen für die Gesellschaft bewusst seid, der Werte, die ihr schafft und der Anerkennung, die ihr verdient. Gebt euch nicht mit weniger zufrieden. Dafür verdient ihr die Unterstüztung und Loyalität von allen!

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