Macht die ÖVP den Rücktritt Mitterlehners zum Waterloo für die LINKEN!!!

Ja Mitterlehner hat als ÖVP-Chef und Vizekanzler das Handtuch geworfen und sofort hat ein Bashing gegen die ÖVP und hier vor allem gegen Sebastian Kurz begonnen, was vor allem Ausdruck von Unsicherheit bzw. schlechten Umfragewerten so mancher Partei sein dürfte, womit ich mich als erstes beschäftigen möchte.

Der Rücktritt Mitterlehners dürfte in Wahrheit nur der Beginn des großen Austausches an den Parteispitzen Österreichs sein, wobei es JEDEN treffen kann.

Bei einem schlechten Abschneiden von der FPÖ bei der nächsten Nationalratswahl ist Strache Geschichte, da man spätestens seit der Bundespräsidentenwahl weiß, dass die FPÖ mit Norbert Hofer einen Kandidaten hat dem so manche mehr als Strache zutrauen.

Wenn die SPÖ nach der nächsten Wahl nicht wieder den Kanzler stellt dürften wohl auch Kerns Tage als SPÖ-Chef gezählt sein.

Aufgrund der Umfragewerte und Turbulenzen innerhalb der Grünen ist auch Eva Glawischnig ein Ablösekandidat. Die übrig gebliebenen Gruppierungen, NEOS und Team Stronach, bewegen sich auf oder unter der Wahrnehmungsgrenze, womit deren Einzug in den Nationalrat nach der nächsten Wahl in den Sternen steht. So weit einmal die Ausgangssituation in den anderen Parteien. Nun zurück zur ÖVP.

Überreichung des Dr. Alois Mock-Europa-Preises und des Dr. Alois Mock Wissenschafts- und Förderpreises

Die ÖVP hat jetzt die Chance mit einem Befreiungsschlag in mehrfacher Sicht die Karten neu zu mischen. Bereits 2 x hat die SPÖ versucht den in der Bevölkerung wegen seiner Standfestigkeit beliebten und immer beliebter werdenden Innenminister Sobotka loszuwerden und ist daran gescheitert. Auch deshalb gescheitert, weil die Bundesländer wie z. B. Niederösterreich sofort für den Innenminister in die Presche gesprungen sind.

Meines Erachtens hat die niederösterreichische Landeshauptfrau Mikl-Leitner da nicht plötzlich ihre Liebe zum möglichen Konkurrenten in Niederösterreich Sobotka entdeckt sondern vielmehr ist es so, dass ihr Sobotka solange dieser in Wien ist im größten Bundesland Österreichs nicht in die Quere geraten kann. Somit hat Mikl-Leitner ein Eigeninteresse Sobotka zu fördern und bestmöglich zu unterstützen.

Die ÖVP beherrscht die Politik der Nadelstiche weltmeisterlich und will man Sobotka, eine persona non grata für so manchen in der SPÖ zum Vizekanzler machen dann bekommen die zuletzt schon versöhnlich klingenden Worte des Innenministers an den Koalitionspartner einen Sinn.

Man stelle sich vor, wie die SPÖ und Kanzler Kern springen würden, wenn jene Person, die man loswerden wollte aufsteigt und zum Vizekanzler wird.

Die ÖVP hat vor allem 2 realistische Alternativen:

- das Gespann Lopatka/Kurz bzw.

- das Gespann Sobotka/Kurz

wobei meines Erachtens das letztere in der Bevölkerung mehr Anklang finden wird und wie ich eingangs erläutert habe aus logischen Gründen die Unterstützung Niederösterreichs hat.

Sobotka fährt als Innenminister einen harten von der Mehrheit der Bevölkerung mit Wohlwollen bedachten Kurs, womit man das Versagen Sebastian Kurz als verantwortliches Regierungsmitglied für Integration, welche nachweisbar z. T. nur auf dem Papier besteht, überdecken könnte.

Begreift erst einmal die Bevölkerung, dass Sebastian Kurz als Integrationsminister versagt hat, was z. B. das Türkeireferendum beweist, wo die Österreichtürken die bei uns in einer Demokratie leben für eine Diktatur in der Heimat ihres Herzens Türkei gestimmt haben, könnte sein strahlender Stern schnell verblassen.

Politiker sind nicht nach ihren Ankündigungen zu messen sondern nach ihren Taten und diese sind bei Sebastian Kurz als Integrationsminister bescheiden.

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pirandello

pirandello bewertete diesen Eintrag 11.05.2017 17:33:06

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